Frage2104   Home       Bibelkreis.ch  Download dieses Frame mit rechter Maustaste:==>     2104 Dürfen Christen Blut essen? 

dürfen Christen Blut essen?
Gerhard
Lieber Gerhard

das ist eine der Fragen von der man hofft dass, sie nie kommt... aber sie ist auch schon da gewesen.
https:///fragenab2000/frage2038.htm

==>    358  362

Liebe Grüsse
Hans Peter

10.04.05

daß sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Hurerei und vom Erstickten und vom Blute.

(Act 15:20 GEB)

euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei. Wenn ihr euch davor bewahret, so werdet ihr wohl tun. Lebet wohl!"

(Act 15:29 GEB)

Was aber die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir geschrieben und verfügt, daß [sie nichts dergleichen halten sollten, als nur daß] sie sich sowohl vor dem Götzenopfer als auch vor Blut und Ersticktem und Hurerei bewahrten.

(Act 21:25 GEB)

Was aber die Götzenopfer betrifft, so wissen wir-(denn wir alle haben Erkenntnis; die Erkenntnis bläht auf, die Liebe aber erbaut. Wenn jemand sich dünkt, er erkenne etwas, so hat er noch nicht erkannt, wie man erkennen soll; wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt) - was nun das Essen der Götzenopfer betrifft, so wissen wir, daß ein Götzenbild nichts ist in der Welt, und daß kein [anderer] Gott ist, als nur einer. Denn wenn es anders solche gibt, die Götter genannt werden, sei es im Himmel oder auf Erden (wie es ja viele Götter und viele Herren gibt), so ist doch für uns ein Gott, der Vater, von welchem alle Dinge sind, und wir für ihn, und ein Herr, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind, und wir durch ihn. Die Erkenntnis aber ist nicht in allen, sondern etliche essen, infolge des Gewissens, das sie bis jetzt vom Götzenbilde haben, als von einem Götzenopfer, und ihr Gewissen, da es schwach ist, wird befleckt. Speise aber empfiehlt uns Gott nicht; weder sind wir, wenn wir nicht essen, geringer, noch sind wir, wenn wir essen, vorzüglicher. Sehet aber zu, daß nicht etwa dieses euer Recht den Schwachen zum Anstoß werde. Denn wenn jemand dich, der du Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tische liegen sieht, wird nicht sein Gewissen, da er schwach ist, bestärkt werden, die Götzenopfer zu essen? Und durch deine Erkenntnis kommt der Schwache um, der Bruder, um dessentwillen Christus gestorben ist. Wenn ihr aber also gegen die Brüder sündiget und ihr schwaches Gewissen verletzet, so sündiget ihr gegen Christum. Darum, wenn eine Speise meinem Bruder Ärgernis gibt, so will ich für immer kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder kein Ärgernis gebe.

(1Co 8:1-13 GEB)

Oder reizen wir den Herrn zur Eifersucht? Sind wir etwa stärker als er? Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut. Niemand suche das Seine, sondern das des anderen. Alles, was auf dem Fleischmarkte verkauft wird, esset, ohne zu untersuchen um des Gewissens willen. Denn "die Erde ist des Herrn und ihre Fülle". Wenn aber jemand von den Ungläubigen euch einladet, und ihr wollt hingehen, so esset alles, was euch vorgesetzt wird, ohne zu untersuchen um des Gewissens willen. Wenn aber jemand zu euch sagt: Dies ist als Opfer dargebracht worden, so esset nicht, um jenes willen, der es anzeigt, und um des Gewissens willen, des Gewissens aber, sage ich, nicht deines eigenen, sondern desjenigen des anderen; denn warum wird meine Freiheit von einem anderen Gewissen beurteilt?

(1Co 10:22-29 GEB)

Wir hatten vor einiger Zeit im Hauskreis ein ähnliches Problem.
In den sog. Apostelkonzilia wurde bestimmt, sich von Götzenopfern, Ersticktem und vom Blut zu enthalten. Im 1. Korintherbrief dagegen scheint das Essen von Götzenopfern mit Einschränkungen aufgehoben.
 
Wir fragten uns damals, ob das nun auch für das Erstickte und das Blut gelte, was der Heilige Geist durch Paulus aufschreiben ließ.
 
Dies Frage gebe ich gerne weiter. Vielfach habe ich gehört, dass wir uns an diese Speisevorschriften halten müssten, da sie nicht unter dem Gesetz allein erlassen worden seien (vgl. 1.Mo 9,4).
 
Wie verhält es sich also?
 
Grüße
 
Eckhard S.
16.04.05

Wer die oben angegeben Links gelesen hat, wird sehen, dass die Apostelgeschichte kein Lehrbuch, sondern vorwiegend ein Geschichtsbuch ist. Noch lange nicht alles was die Apostel gesagt und getan haben, war inspiriert. Das was sie geschrieben und in die Schrift aufgenommen wurde, war inspiriert. Und teilweise das was sie gelehrt haben.  Jakobus und die Ältesten und die Apostel in Apg 16 waren so ungefähr auf dem Niveau von Petrus in Galater2. Ich esse bewusst kein Blut, aber nicht wegen Apg 16 oder 1. Mose 9, sondern weil ich nicht will. Dass aber jedes Fleischstück Blut enthält, weiss ich auch.

Gruss
Hans Peter

....."zu enthalten von Götzenopfern und vom Blut, vom Erstickten und von Hurerei." Apg.15,4-29

1. Wie kam es zu diesem Beschluss:
Apg.15,1: Und einige kamen von Judäa herab und lehrten die Brüder: Wenn ihr nicht beschnitten worden seid nach der Weise Moses, so könnt ihr nicht errettet werden.

Zu dieser Zeit stand der Pentateuch (1.Mose-5.Mose) noch in höherem Ansehen als der Messias, denn die Autorität der Bibel stand noch nicht fest.
Also mussten die Apostel als die damals höchste Autorität antworten und die Antwort war für die jungen Christen in Antiochien von zentraler Bedeutung.

2. Ergebnis des Beschlusses:
Apg.15,2: Als nun ein Zwiespalt entstand und ein nicht geringer Wortwechsel zwischen ihnen und Paulus und Barnabas, ordneten sie an, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen sollten wegen dieser Streitfrage.

Die Forderung, den Nationen die Beschneidung aufzuerlegen wurde abgelehnt:
Apg.15,10.11: Nun denn, was versucht ihr Gott, ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten? Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jesus in derselben Weise errettet zu werden wie auch jene.

Dies entspricht auch der Warnung des Apostels Paulus in Gal. 5,3.4: Ich bezeuge aber noch einmal jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist. Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen.

Auch Jakobus erklärt dies, verlangt aber ein vierfaches Abstandhalten (nicht Gesetzhalten):
Apg.16,20: dass sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von der Unzucht und vom Erstickten und vom Blut.

Hier handelt es sich n i c h t um eine Auferlegung des Gesetzes, sondern um eine Rücksichtnahme auf Anhänger des Moses.
Hier handelt es sich auch n i c h t um die Übernahme eines kleines Teiles des Gesetzes, denn dazu erklärt Paulus in Gal. 5/9: Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.

Zu beachten ist auch die Meinung des Heiligen Geistes in dieser ganzen Sache:
Apg. 15/28 Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke.

*****Gelöscht****

Der Beschluss war wurde als "Notwendigkeit", aber nicht als Gesetz bezeichnet, er habe also nicht das Wohlgefallen des Geistes, sondern entspricht Seiner Meinung aus einer Notlage heraus. Es ist also keine Übernahme des Gesetzes, sondern aus Rücksichtnahme auf die Anhänger des Moses.

Will man Antwort auf Fragen, müssen wir als "Nicht-Juden" stets den Apostel Paulus hören um Klarheit zu bekommen. In diesem Fall sagt er in 1.Kor.10,25: "Alles was im Fleischladen verkauft wird, das esst ohne des Gewissens wegen zu ermitteln was es ist".
Warum hat sich Paulus nicht an die Apostelbeschlüsse gehalten? Eben weil es nur für die bestimmte Zeit und für eine bestimmte Personengruppe galt - eben die Anhänger des Mose.
In Kol.2,20-22 spricht Paulus Dogmatische Speiseverbote als Belehrungen von Menschen an, denen wir uns nicht fügen dürfen.
In 1.Kor.8,7-9 zeigt Paulus dass Gläubige Autorität haben, sogar Götzenopfer zu essen, es aber um der Schwachen willen nicht tun sollen.

Abstand zu halten vom Blut darf nicht zu einer völligen Ablehnung führen z.B. Blutübertragung. Unser Herr hat auch gesagt, dass der Esel, der in den Brunnen gefallen war, am Sabbat heraufzuziehen sei, Luk.14,3.5. Der Herr erklärt, dass das Gebot des Erhaltens von Leben über dem Sabbatgebot stand. Das Dogma der Speisegesetze auf die Blutübertragung auszudehnen und gegen Lebensrettung aufzurichten, ist als grobe Missachtung der Richtlinien des Neuen Bundes zu werten.

Abstand zu haben vom Erstickten betrifft das Thema "Blutwurst", weil es hier um das Essen von geronnenem Blut geht. Das Gesetz Mose enthält dazu kein Verbot, in dem von Ersticktem die Rede ist. Man hat dieses Dogma von 5.Mose 14,21 hergeleitet, wo vom Essen der Leiche eines Tieres (=Zersetztem) die Rede ist, also nicht Aas, sondern ein Tier mit zersetztem, geronnenem Blut. Dieses durfte an Gäste und Auswärtige verkauft werden. Es handelte sich um Tiere, die "einen Unfall hatten" also nicht geschlachtet oder geschächtet wurden. Das Essen von Blut war dem Gast ohnehin auch verboten, 3.Mose 17,12, aber nicht das Essen von Zersetztem, 3.Mose 17,15.
Zwar ergab sich nach 3.Mose 17,15 durch das Essen von Zersetztem eine Verunreinigung, von der der Essende sich reinigen musste. Aber es war eben keine Gefahr durch Wesenübertragung wie beim Blut, weil geronnenes Blut kein Seelenträger mehr ist.

Wer dieses Dogma als Gebot auffasst, müsste heute nahezu ein Vegetarier sein, was aber nicht biblisch ist, weil das Essen von Fleisch schon in der Zeit nach der Sintflut zu dem von Gott zugeordneten Speiseangebot gehört.

Gott spricht durch Paulus in 1.Kor.10,25: "Alles was in der Fleischerei angeboten wird esset, und macht euch kein Gewissen darüber"
Zum Angebot im Handel gehört auch Blutwurst. Ich kaufe sie nicht, könnte aber, wo man sie mir vorsetzt, sie ruhigen Gewissens essen.

Wenn es also Menschen gibt, die keine Blutwurst essen, sollte man ihnen diese nicht anbieten. Für alle gilt aber zu beachten, Röm.14,22.23:
Hast du Glauben? Habe ihn für dich selbst vor Gott! Glückselig, wer sich selbst nicht richtet in dem, was er gutheißt!
Wer aber zweifelt, wenn er isst, der ist verurteilt, weil er es nicht aus Glauben tut. Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde.

Von zentraler Bedeutung ist also der Glaube, d.h. unsere Beziehung zu Gottes Wort und es ist Aufgabe der Lehre, keine Lasten aufzulegen, die Gott in Seinem Wort nicht auferlegt hat.
Manfred

Hallo Manfred,
 
"Zu dieser Zeit stand der Pentateuch (1.Mose-5.Mose) noch in höherem Ansehen als der Messias, denn die Autorität der Bibel stand noch nicht fest."
 
Kannst du für diese Behauptung einmal eine biblische Begründung geben?
 
"Hier handelt es sich n i c h t um eine Auferlegung des Gesetzes, sondern um eine Rücksichtnahme auf Anhänger des Moses.
Hier handelt es sich auch n i c h t um die Übernahme eines kleines Teiles des Gesetzes, denn dazu erklärt Paulus in Gal. 5/9: Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig."
 
Alles ganz nett, aber welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Enthalten vom Blut und dem Gesetz Moses? Kein Blut zu essen war das einzige Gebot, welches der Menschheit bereits von der Sündflut bis zum Gesetz vom Sinai gegeben war. 1. Mo. 9,4. Darum ist es völlig unbiblisch zu meinen diese Anweisung stamme aus dem mosaischen Gesetz.
 
In Apostelgeschichte 15,28 geht es um göttliche Prinzipien die mit dem mosaischen Gesetz überhaupt nichts zu tun haben. Alle vier Stücke werden schon lange vor dem mosaischen Gesetz genannt. Sie werden im mosaischen Gesetz wiederholt, aber nicht begründet.
 
Deinen Ausführungen liegen Annahmen zu Grunde, die du von der Schrift her gar nicht begründen kannst. Du vermutest, dass in Korinth Blut gegessen wurde, wissen tust du es nicht. Du setzt das Essen von Fleisch aus der Fleischerei, welches möglicherweise kultisch geopfert wurde, einer Teilnahme an Götzenopfern gleich.
 
Das du mit deinen Ausführung völlig daneben liegst, musst du doch spätestens dann sehen, wenn du über die anderen drei Dinge nachdenkst.
 
Deiner "Logik" folgend müsste sich dann auch niemand der Hurerei enthalten. In Korinth hätten wir dann nur einen Fall von Extremhurerei, wie ihn selbst die Welt nicht kennt, ansonsten ist die Aussage aus Apg. 15,28 auch in diesem Fall schon überholt.
 
Nein! Nein! Nein! Nein! Nein! Nein! Nein! Nein!
 
Du kannst keine Blutwurst mit ruhigem Gewissen essen, genauso wenig wie du mit ruhigem Gewissen Hurerei betreiben, an Götzenopfern teilnehmen oder vom Ersticktem essen kannst.
 
Deinen ganzen Ausführungen liegt ein bibelkritischer Ansatz zu Grunde. Du raubst den Gläubigen das unwandelbare Wort Gottes als Grundlage.
 
Was du schreibst ist genauso falsch, wie deine Behauptung in einer anderen mail Timotheus hätte in Kreta Älteste angestellt. Da war es nur leichter zu erkennen, weil der Fehler offensichtlich ist.
 
Das was du hier bringst ist ein wenig Sauerteig, welcher die ganze Masse zu durchsäuern droht. Hans Peter sollte deine "Ergüsse" auskehren.
 
Ulrich