Frage2145

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Hallo Brüder,  

bezieht sich Joh.7,39 auf das augenfällige Pfingsten oder auf die Verherrlichung des Herrn auf dem Berge (mit Moses und Elias)?

Liebe Grüße

Eckhard

Hallo Eckhard, 30.04.05

ersteinmal der Text im Zusammenhang:

[Joh 7,37] Aber am letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! [Joh 7,38] Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. [Joh 7,39] Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.

Damit kann meines Erachtens nur Pfingsten gemeint sein aus folgenden

Gründen:

- Das Werk hier auf der Erde war noch nicht vollendet, der Heilige Geist noch nicht ausgegossen, wie Christus sagte:

[Joh 16,7] Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich

hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch.

Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.

- Wir lesen nirgendwo im Anschluß an die Verklärung, daß der Geist auf diese Jünger vorab ausgegossen wurde

- Er sprach zu vielen, nicht nur zu diesen zwei Jüngern auf diesem Fest und

somit galt diese Aussagen allen (zukünfigten) Gläubigen.

- Petrus selbst hat den Geist erst an Pfingsten empfangen

Dass also diese Ansprache Jesu Christi nur an zwei Jüngern (obwohl auf diesem grossen Fest) gedacht sein sollte, weil Sie vorab den Heiligen Geist bekommen sollten (wovon wir aber bei der Verklärung nichts lesen) und zumindest Petrus namentlich beim Pfingstereignis genannt wird (aber wir lesen auch "zu den übrigen Aposteln" und "alle einmütig zusammen") und wir von der Verherrlichung auch erst unmittelbar vor der Festnahme lesen, das kann man dieser Stelle also meines Erachtens nicht entnehmen. Sie bedeutet, dass wer an Christus glaubt nach Pfingsten den Heiligen Geist haben wird.

Gruss Stephan