Frage2183

Home       Bibelkreis.ch  Download dieses Frame mit rechter Maustaste:==>2183  nicht haltbar

Antwort zu: 554 Geistesgaben und Wunder heute?    Charismatik

Hallo Hans Peter,

das was du schreibst ist biblisch nicht haltbar !!!

Du und andere sind der Meinung, dass Zeichen und Wunder nach Vollendung des Kanons nicht mehr nötig sind. Aber biblisch ist das absolut nicht haltbar, weil das Wort Gottes darüber nichts aussagt, Ihr lest Dinge in das Wort rein, die überhaupt nicht drinstehen und das ist sehr gefährlich und ist sektiererisch !!!

Mayhue, der seine Gegner ( die Befürworter des Heilungsdienstes ) fortwährend darauf hinweist, dass sie mit biblischen Argumenten kommen müssen, beansprucht aber das Kanon-Argument ohne nährer Argumentation.

Das Argument hat keine einzige Beweiskraft, weil es selber Beweis nötig hat. Das gepredigte Wort der Apostel, das durch göttliche Zeichen bestätigt wird, wird Wort Gottes genannt ( 1. Thes. 2,13 ). Warum sollte das geschriebene Wort der Apostel, das genauso Wort Gottes ist nicht ebenso sehr die Bestätigung durch Zeichen und Wunder gebrauchen können ?

Selbst der Herr sagte: Die Werke, die der Vater mir gegeben hat, um sie zu vollbringen, die Werke selber, die ich tue, zeugen von mir, dass der Vater mich gesandt hat. Und Petrus sagte zu Ihm: Jesus, der Nazaräner, ein Mann von Gott an euch erwiesen, durch Kräfte, Wunder und Zeichen, die Gott durch Ihn in eurer Mitte getan hat ( Apg. 2,22 ) - wieviel mehr haben dann seine Nachfolger diese Bestätigung nötig .

Die Wunder bleiben immer als Legitimierung der Botschaft nötig. Sie sind daher auch nicht eine Art hinzugefügter Wert, eine Art Ergänzung der Botschaft, die man gegebenenfalls auch weglassen könnte. Nein, die Wunder sind ein Teil der Botschaft selbst, es sind Beweise, welche die Botschaft selbst übermitteln.

Warum sollte das Wort Gottes mehr Beweiskraft als Wunder und Zeichen haben ? Hat es diese Beweiskraft denn nicht ausschliesslich wegen der Wirksamkeit des Heiligen Geistes ? Warum aber sollte der Geist, der durch das Wort spricht, nicht mehr durch Wunder wirken ?

Die Praxis lehrt doch anders !!!

In jedem Fall gibt es im NT NICHT den geringsten Hinweis, dass die Zeichen nach der Vollendung des Kanons nicht mehr nötig wären. Das kann auch nicht sein, den der Begriff "Vollendung des Kanons" kommt im NT NICHT vor. Noch spekulativer ist bei anderen Autoren, die Interpretation von 1. Kor. 13,8,10: Sprachen sie werden aufhören- und analog dazu Heilungswunder und andere Wunder- wenn das Vollkommene gekommen sein wird ( Vers 10 ). Das Vollkommene wäre dann die Vollendung des Kanons !

Und das "während! das Vollkommene deutlich mit dem "dann" in Vers 12

zusammenfällt: dann " schauen " wir von Angesicht zu Angesicht..... dann werde ich erkennen, wie ich erkannt bin, was deutlich auf die zukünftige Glückseligkeit hinweist !!!

Noch verblüffender als das Argument des geschriebenen Wortes ( der Vollendung des Kanons ) ist das von Derek Prince wiedergegebene Argument vom mächtigen Aufschwung, den die Theologie genommen hat:

- Manchmal wird zwar suggeriert, dass ein hohes Maß an Gelehrtheit und Ausbildung der Diener Gottes das spezielle übernatürliche Zeugnis des Heiligen Geistes überflüssig macht. Aber das große Beispiel des Apostels Paulus lässt erkennen, dass dieses nicht richtig ist.

Intellektuelle Erkenntnis, obwohl ganz nützlich auf natürlichem Niveau, kann niemals die übernatürliche Kraft und den Dienst des Heiligen Geistes ersetzen !!!

Diese *Verwirrung zwischen* den intellektueller Gelehrtheit und der Kraft des Heiligen Geistes kam schon bei den Juden vor, den diese sagten verwundert über Jesus:

Wie ist dieser so gelehrt, ohne unterwiesen zu sein ? ( Joh. 7,15 ) worauf Jesus die entscheidende Antwort gab, dass seine Lehre aus Gott war ( Vers 16 ). Verwundert stellten die Juden auch fest, dass Petrus und Johannes ungelehrte und einfache Menschen waren ( Apg. 4,13 ). Derek Prince weist vor allem auf das Beispiel von Paulus hin, der gerade dich ein gelehrter Mann war, aber nicht auf der Basis seiner Gelehrtheit sprach ( 1. Kor. 2,4 ):

Meine Predigt bestand nicht aus überredenden Worten der Weisheit, sondern in der Erweisung des Geistes und der Kraft, damit euer Glaube nicht wäre in Menschenweisheit, sondern in der Kraft Gottes. Das meint nicht so sehr ein kräftiges Predigen ansich, als vielmehr das, was Paulus in Römer 15,18f sagt:

um die Völker zum Gehorsam zu bringen, durch Wort und Werk, in der Kraft von ZEICHEN und WUNDERN, in der Kraft von Gottes Geist.

Also bevor Ihr behauptet, Zeichen und Wunder haben aufgehört und gehörten angeblich nur zur Anfangszeit ( Biblisch absolut unhaltbar ), solltet Ihr ganz schnell von dieser Ergebungslehre loslassen und lernen das Wort Gottes wirklich zu studieren und dem Heiligen Geist raum zu geben, das er das machen kann, was ER will und nicht das, was Ihr ganz gerne hättet. Den wenn man Zeichen und Wunder erlebt, kann man ganz schnell die Kontrolle über sich und andere verlieren, weil dann die Kontrolle an Gott übergeben wird und glaub mir er kann das besser, als wir alle zusammen und er weiß ganz genau was er macht !!!

Gerhard

 

Hallo Gerhard   14.05.05

<<In jedem Fall gibt es im NT NICHT den geringsten Hinweis, dass die Zeichen nach der Vollendung des Kanons nicht mehr nötig wären.<<

Und wo bitte im NT findest du Wunder? Und in der Bibel? Zähl mal auf, WO in der gesamten Geschichte der Bibel es Wunder gab...
Dann wirst du schnell merken, WANN Wunder geschehen (zu speziellen Zeiten) und dass Wunder sehr kleine Priorität in der Schrift haben und ein Zeichen des Gerichts sind...

<<Denn wenn man Zeichen und Wunder erlebt, kann man ganz schnell die Kontrolle über sich und andere verlieren,<<

Das ist wiederum biblisch nicht haltbar, denn:
1) Steht es nicht so in der Bibel
2) Ist der Glaube und das Glaubensleben immer auch unter dem Willen des Gläubigen, er gibt die Kontrolle seines Willens nicht ab und auch nicht seines Verhaltens und Denkens,
oder gibt es diese Lehre in der Bibel oder was Paulus und Petrus "von Sinnen"?

Deine Lehre ist unbiblisch!

Gruss
Michael / CH
Lieber Gerhard  14.05.05
Ich gehe mit Dir soweit einig, dass die Zeichen und Wunder der Apostelzeit das Wort Gottes bestätigten. Genauer gesagt: da wurden die Apostel sichtbar legitimiert. Als diese Legitimation dann da war, gab es diese Zeichen und Wunder nicht mehr, wie das schon im 2. Korinther Brief betont wird. (2. Korinther 12.12.)  Wer einem Zeichen nicht glaubt , dem ist sowieso nicht zu Helfen. (Joh. 21,30+31)
Wer jetzt nach Zeichen aus ist, dem fehlt der errettende Glauben. Er muss sich durch Busse  und Glaube an das vollbrachte Werk Jesus Christi am Kreuz von Golgatha bekehren oder ihm werden Zeichen und Wunder der Lüge serviert. Er wird , da er dem Worte Gottes nicht glaubt den Lügenzeichen der Katholischen Kirche und der Pfingst Abfall Bewegung glauben. 1. Tim 4,1 + 2. Thess 2,9-11. Wer dem Worte Gottes nicht glaubt, glaubt alles.

Herzliche Grüsse

Hans Peter.  ==> Evangelium

Ps:  warum willst Du andere Menschen kontrollieren? Pfingstler  sind entweder Medium oder Magier, zu welcher Sorte gehörst Du?
 

Lieber Gerhard,
 
du behauptest, dass die Aussage, dass Zeichen und Wunder nach der Vollendung des biblischen Kanons nicht mehr notwendig wären, biblisch absolut nicht haltbar seien! Warum hat denn Paulus Trophimus krank in Milet zurückgelassen? (2. Tim 4,20) Er hätte doch einmal schnell ein Zeichen tun können um zu beweisen das er Gottes Wort spricht!
 
Es wäre auch interessant zu erfahren welche Bibelübersetzung du benutzt, da du aus 1. Thes. 2,13 herausliest, das die Thessalonicher das Wort durch Wunder als Gottes Wort bestätig bekamen. Auch in Apg. 17 lese ich nichts von Wundern und Zeichen.
 
Bist du wirklich der Meinung, der HERR Jesus hätte Kräfte Wunder und Zeichen nötig gehabt? Die sind doch wegen der Menschen die Glauben sollten geschehen, nicht wegen des HERRN.
 
Warum sagt der HERR zu Thomas "Glückselig sind, die nicht gesehen und geglaubt haben!" (Joh. 20,29)
 
Deine Forderung von Beweisen ist völlig unbiblisch. Das Wort Gottes ist kein Beweis sondern eine Offenbarung. Gott beweist sich nicht, er fordert Glauben und Gehorsam! Wer Zeichen und Wunder tun will, der stellt den in den Vordergrund der Zeichen und Wunder tut, aber er tut nicht das, was der HERR getan hat, er ehrt Gott nicht durch Gehorsam.
 
Das schwächste Argument ist das Argument mit der Praxis, es ist geradezu kontraproduktiv. Die Praxis lehrt, dass der Mensch sich selbst in den Mittelpunkt stellt und Egoist ist. Es bringt gar nichts mit praktischen Erfahrungen zu argumentieren. Praxis kann sehr stark irdisch geprägt sein und darum durchaus esoterisch, teuflisch sinnlich sein. Was wir brauchen ist Weisheit von oben, und diese ist zu allererst rein, sodann friedsam, gelinde, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, ungeheuchelt. (Jak. 3,17)
 
Woher die Idee kommt, dass das Vollkommene in 1. Kor. 13 die Vollendung des Kanons sein soll, ist mir nicht ganz klar. Wenn das so wäre, dann würden wir jetzt auch schon alles klar und deutlich und nicht mehr wie durch einen Spiegel sehen.
 
Von Angesicht zu Angesicht bedeutet den HERRN wirklich mit unseren Augen zu sehen, wie es auch Johannes in  1. Joh. 3,2 ausdrückt.
 
Das du die Person des HERRN Jesus erniedrigst, in dem du die "intellektuelle Gelehrtheit" der Kraft des Heiligen Geistes zuschreibst sagt eigentlich alles über dein Gottesbild aus. Offensichtlich ist für dich "der Heilige Geist" wichtiger als der HERR Jesus, den du bezeichnender Weise auf den 1,5 Seiten nie HERR nennst. Genau das will aber der Heilige Geist nach 1. Kor. 12,3 bewirken. Woran du da glaubst ist mir nicht bekannt. Aber auch wenn du die Bibel dauernd im Munde führst, so zeigt sich doch sehr deutlich, dass dein Gott nicht der Gott der Bibel ist.
 
Es kommt  in deinem Beitrag nicht ganz deutlich zum Ausdruck an wen du die Kontrolle abgibst. Offensichtlich nicht an den dreieinen Gott.
 
Gerettet wird man übrigens nicht durch den Glauben an den Heiligen Geist. Gerettet wird man allein durch den Glauben an den HERRN Jesus.
 
herzliche Grüße
 
Ulrich 

 

Ulrich sorry, aber das was du da versuchst darzulegen, ist Theologie pur und reine verirrung !!! Du bist der Meinung, Ihr habe die Wahrheit gepachtet und nur Ihr kennt das Wort und wir armen charismatiker sind ja die armen, armen verführten Schäfchen, die Ihr zurecht rücken wollt, nach eurer Tradition und Irrlehre !!! Und glaub mir, gerade du scheinst dieser Ergebungslehre verfallen zu sein, wie dieser Michael CH auch, der anderes nicht zulässt und Ihr euch beide als Oberlehrer aufführt und gleichzeitig durchs hintertürchen geradezu behauptet, wir würden einen anderen Gott anbeten, was für ein Stolz ihr beide doch im Herzen ihr habt, schlimmer wie die Pharisäer !!!

So und Wunder und Zeichen sollen erst mit der Zeit der wiederbelebung der Pfingstler aufgetaucht sein ? .... tja das hat man davon, wenn man nur Anticharismatisches Zeugs liest und nicht mehr fähig ist über den Tellerrand zu schauen, so verbelendet kann man sein, Blindenführer führen blinde, anders kann man das nicht mehr nennen. Sorry für diese harte Worte, aber das wird mal Zeit, dass man euch das mal schreibt, den anders scheint Ihr das nicht zu wollen!!!

-

Christian Hugo Krust schreibt in "50 Jahre Deutsche Pfingstbewegung":

"Die Pfingstbewegung ist kein plötzlich entstandenes, geschichtsloses Gebilde. Ihr Zeugnis, daß Jesus Christus durch den Heiligen Geist im Christen wohnen will, läßt sich, angefangen von der Urgemeinde bis in unsere Zeit, durch die ganze Kirchengeschichte hindurch nachweisen."

Allerdings sollte es auch darin vorerst zu einer "Deformation" kommen.

Als Reaktion auf das baldige Nachlassen eines offensichtlichen Wirkens des Heiligen Geistes in der nachapostolischen Zeit kam es um 200 n. Chr.

Zur "montanistischen" Erweckungsbewegung, die die Gnadengaben in der erstarrten Kirche wieder beleben wollte. Gewisse Überbetonungen - Montanaus stellte prophetische Kundgebungen der Heiligen Schrift gleich

- führten wiederum zu Überreaktionen. Augustinus sollte die Weichen der klassischen Theologie in diesem Jahrhundert stellen, als er sagte:

"Warum, wird gefragt, erscheinen die Wunder heute nicht mehr, so wie sie in der alten Zeit erfahren wurden? Sie waren damals nötig, bevor die Welt zum Glauben kam, und sie waren dazu da, den Glauben der Welt zu gewinnen (8)."

So wurde allmählich theologisch begründet, was in der Praxis zum Rinnsal geworden war. In der Folge beschränkte die römisch-katholische Kirche Wunder auf einzelne "Heilige". Später argumentierten die Reformatoren auf ihre Weise, so zum Beispiel Martin Luther: "Als die Kirche gesammelt und durch die ersten Zeichen bestätigt war, war es nicht mehr nötig, daß sich die sichtbare Sendung des Heiligen Geistes fortsetzte (9)." Luther, der einmal meinte, die Schrift sei das Licht, die kirchliche Tradition lediglich die Laterne, ist hier offensichtlich selbst Laternenlicht zum Opfer gefallen.

Immerhin, der klare Bach versiegte nie ganz. Dazu nochmals Christian H.

Krust: "So wird bezeugt, daß das Verborgene offenbar werde, daß alle Gnadengaben reichlich zu haben seien, daß viele geheilt und von unreinen Geistern befreit werden, wobei vor allem die Gabe der Zungenrede und des Weissagens Erwähnung fanden." Diese Linie ist nachzuführen bis zu Bernhard von Clairvaux (1150) und Franz von Assisi (1220).

Auch *unter* den Waldensern traten im 12. Jahrhundert geistliche Gaben in Erscheinung. Es wären dann zu nennen die Camisarden-Bewegung (um 1700), die Inspirationsbewegung (um 1710), die Erweckung um den jungen Gardeoffizier Gustav von Below, in der Schweiz die Erweckungsbewegung um Pfr. David Spleiss (um 1820) und andere!

Gerade die Inspirationsbewegung, ausgelöst durch Edward Irwing, einen Pastor der Presbyterianischen Kirche Londons und einer der bekanntesten Prediger seiner Tage, weckt die Erwartung eines "neuen Pfingsten". Es war nichts Ungewöhnliches, wenn der "König der Prediger" Charles H.

Spurgeon (1834-1892) in einer Predigt über "Die *Kraft* des Heiligen Geistes" dieser Erwartung Ausdruck gab:

/"Ein weiteres großes Werk des Heiligen Geistes, das noch nicht

vollendet ist, ist das Kommen der Herrlichkeit der letzten Tage. In

einigen Jahren - ich weiß nicht wann, ich weiß nicht wie - wird der

Heilige Geist in einem völlig anderen Stil als heute ausgegossen.

Die Prediger von heute sind in eine trockene Routine geraten,

immerfort predigend - predigend - predigend - und wenig wird

vollbracht. Meine Augen entzünden sich am Gedanken, daß ich es noch

erlebe, wenn der Heilige Geist ausgegossen wird, und ,Eure Söhne und

Töchter weissagen werden, und Eure Jünglinge Gesichte sehen und Eure

Ältesten Träume träumen’" (Apg. 2,17) (10)./

Und tatsächlich hatte ein weiterer Grundstrom des Heiligen Geistes, ohne den die Pfingstbewegung nicht denkbar wäre bereits eingesetzt.

/*2. Die Heiligungsbewegung*/

Bereits 1857 hatte in den USA eine mächtige Erweckungsbewegung begonnen, die im Laufe eines einzigen Jahres alle Staaten und die meisten Städte der USA erfaßte und sich dann innerhalb weniger Jahre über Irland, Schottland, Wales, England, Süd-Afrika, Skandinavien, die Schweiz und viele andere Länder ausbreitete.

Später setzten in England Konferenzen ein, deren segensreiche Auswirkungen über die ganze Erde hin zu verspüren waren. Vom 29.8. bis

7.9.1874 fand in Oxford eine dieser Konferenzen statt, 1875 in Brighton, zu der sich 8000 Christen aus allen Ländern der Erde zusammenfanden.

1876 versammelten sich 600 Teilnehmer in Keswick, und auch diese Konferenz war von großer Auswirkung. Es wurden Brüder und Schwestern "aus allen Gebieten der Christenheit" eingeladen: der Heilige Geist habe ein Hungern und Dürsten nach persönlicher Heiligkeit wachgerufen. Ein Berliner Theologe bezeugt: Luther habe in einer Zeit des Widerstands mit Kreide auf die Tafel geschrieben: "Jesus lebt"! Er aber gehe nach Hause mit einer neuen Erfahrung: "Jesus lebt in mir (11) !"

Es ist spannend, anhand von Erkenntnissen und Erfahrungen geistesmächtiger Gottesmänner Beginn und Prägung der sogenannten Heiligungsbewegung zu verfolgen:

 

Wichtige Persönlichkeiten im Vorfeld der Pfingstbewegung

*/John Wesley/ (1703-1791)*

John Wesley, der Gründer der Methodistenkirche, bezeugte einen "zweiten Segen", den er allerdings als Heiligungserfahrung verstand. Nach seiner Bekehrung beim Anhören von Luthers Vorrede am 24.5.1738 bezeugte er eine weitere tiefe Erfahrung im Januar 1739:

/"Ungefähr um drei Uhr morgens, als wir anhielten im Gebet, kam die

*Kraft **Gottes* mächtig auf uns nieder, so daß viele von uns vor

überströmender Freude laut schrien und auch zu Boden fielen. Sobald

wir uns von der Furcht und Verwunderung ob der Gegenwart seiner

heiligen Majestät ein wenig erholt hatten, brachen wir mit einer

Stimme aus: Wir preisen Dich, o Gott, wir bekennen, daß Du der Herr

bist (12) !"/

John Wesley predigte von da an noch gewaltiger als vorher. Die Menschen wurden dabei von ihren Sünden überführt, schrien laut und fielen zu Boden.

Wesley kannte also eigentliche richtige "Pfingstversammlungen"! Es geschahen auch auffallende Heilungswunder in seinem Dienst.

Starken Einfluß übte auch ein Mitarbeiter Wesleys, John Fletcher, aus, der bereits die "Taufe im Heiligen Geist" lehrte.

*/Charles Finney/ (1792-1875)*

Ein weiterer Vater der "Geistestaufe", wie sie sich nun stark ausbreitete, war Charles Grandison Finney. Er hatte sich 1821 als Rechtsanwalt bekehrt und wurde der erste eigentliche Berufs-Evangelist.

Er war dazu ausersehen, unvergleichlich segensreiche "Feldzüge"

durchzuführen, nachdem er die Geistestaufe wie folgt bezeugt:

/"Ich empfing eine mächtige Taufe mit dem Heiligen Geist. Ohne die

geringste Erwartung, ohne auch nur einen Gedanken gehabt zu haben

... kam der Heilige Geist auf mich hernieder in einer Weise, daß es

mich nach Leib und Seele zu durchdringen schien ... wie Fluten

flüssiger Liebe ... wie der Odem *Gottes* ... keine Worte können die

Liebe schildern, die in mein Herz ausgegossen wurde. Ich weinte laut

vor Freude und Wonne und mußte meinen Gefühlen schließlich durch

lautes Schreien Ausdruck geben... (13)"/

Finney war die eindrucksvollste Persönlichkeit *unter* den amerikanischen Evangelisten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Man schätzt die Zahl der durch ihn Erweckten auf eine halbe Million. Der kritische Theologe Dr. L. Becher beurteilt Finneys Wirken als "die größte religiöse Erweckung, die man jemals während einer so kurzen Zeit erlebte!"

*/Dwight L. Moody/ (1837-1899)*

In den USA war es vor allem Dwight L. Moody, der berühmteste Evangelist seiner Tage, der die Lehre von der "Taufe im Heiligen Geist" von Küste zu Küste verbreitete. Obwohl schon ein geistesmächtiger Evangelist, wurde er in Chicago ermutigt, um die Taufe im Heiligen Geist zu beten.

Obwohl vorerst nicht begeistert, bat er die beiden Mitglieder der Freien Methodistischen Kirche, die ihn auf die Geistestaufe angesprochen hatten, für ihn zu beten. Wie er in einer dramatischen Gebetsstunde 1871 im Heiligen Geist getauft wurde, berichtet Moody so:

/"Ich meinte zwar, ich hätte *Kraft*. Ich hatte die größte

Zuhörerschaft in Chicago, und es gab viele Bekehrungen ... Doch dann

entstand in meiner Seele ein großer Hunger. Ich wußte nicht, was es

war. Ich begann zu Gott zu schreien ... und seufzte die ganze Zeit,

daß Gott mich mit seinem Geist erfüllen möchte. Da, eines Tages,

mitten in der Stadt New York ... ich kann es nicht beschreiben ...

es ist fast eine zu heilige Erfahrung ... ich kann nur sagen, daß

Gott sich mir offenbarte ... ich hatte ein solches Erlebnis seiner

heiligen Liebe, daß ich ihn bitten mußte einzuhalten ... Ich möchte

jetzt für nichts in der Welt dorthin zurückkehren, wo ich vor dieser

gesegneten Erfahrung gestanden habe (14) ."/

1889 gründete er übrigens das Moody Bible Institute in Chicago.

*/Dr. R. A. Torrey/*

1902 begannen die beiden amerikanischen Evangelisten R. A. Torrey und Charles Alexander in Australien ihre Evangelisationsreisen, 1903/4 waren sie in England. R. A. Torrey war der erste Präsident des Moody Bible Instituts. Man sagt, es hätten sich durch die Zeugnisse dieser beiden Männer an die 80.000 Menschen in den verschiedensten Ländern für Jesus entschieden. Dr. Torrey vertrat dieselben Anschauungen über die Geistestaufe wie Finney. Er lehrte, daß man erst durch die Geistestaufe mit *Kraft* und Vollmacht für die Arbeit des Herrn ausgerüstet werde.

Hier einige seiner entscheidenden Sätze:

/"Es ist eine Sache, wiedergeboren zu sein durch den Heiligen Geist,

es ist eine andere Sache, die noch hinzukommen muß, getauft zu sein

mit dem Heiligen Geist. Dies geht klar aus dem fünften Vers im

ersten Kapitel der Apostelgeschichte hervor. Jesus sagt ihnen: ,Ihr

sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen

Tagen.’ Es ist ganz klar, daß sie in dieser Weise bis dahin noch

nicht getauft waren. Sie waren aber durch die *Kraft* des Heiligen

Geistes wiedergeboren. Denn Christus sagt zu denselben Männern in

Johannes 15,3: ,Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu

euch geredet habe.’ Was meint nun aber ,rein durch das Wort’? Wir

finden die Antwort in 1. Petrus 1,23, wo wir lesen, daß der wahre

Christ wiedergeboren ist, nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus

unvergänglichem Samen, durch das Wort *Gottes*. Demnach waren nach

des Herrn Jesu eigener Erklärung diese Männer wiedergeboren, aber

sie waren noch nicht mit dem Heiligen Geist getauft. Wir lesen in 1.

Kor. 11, daß es ein Geist sei, aber eine große Mannigfaltigkeit von

Gaben. Jedoch wird in jedem einzelnen Fall *Kraft* da sein. Ich

könnte auch hier von vielen Männern und Frauen erzählen, die aus

einem Zustand der Schwachheit herausgetreten sind in einen Zustand

der *Kraft* im Dienste *Gottes*, einfach dadurch, daß sie die Gabe,

die ihnen verheißen war, in Anspruch nahmen (15)."/

Kein Wunder, wenn das Wort "pfingstlich" - längst vor der Entstehung der Pfingstbewegung - zum allgemeinen Sprachgebrauch *unter* den Gläubigen geworden war. Um die Jahrhundertwende erwartete nicht nur die Heiligungsbewegung ein "neues Pfingsten", sondern auch katholische und protestantische Führer äußerten ihre Erwartungen, daß ein neues Pfingsten die Zeichen und Wunder, die die erste Gemeinde ausgezeichnet hatten, wiederbringe.

Jetzt geschah eine weitere einschneidende Erweckung, die die ganze christliche Welt aufhorchen ließ:

 

Die Erweckung von Wales (Süd-England)(16)

1904 war plötzlich eine Erweckung da, die an Tiefe und Ausdehnung alles

bisher auf diesem Gebiet Erlebte übertraf. Im verborgenen war sie

allerdings längst vorbereitet worden: Im Rondatal waren es drei Frauen,

die jahrelang jede Woche zusammenkamen, um eine Ausgießung des Heiligen

Geistes zu erflehen, bis eines Tages eine von ihnen die Stimme des

Heiligen Geistes hörte: "Stehe auf, denn es rauscht, als wollte es

regnen." Drei Tage danach brach die Erweckung aus. Auch anderen kleinen

Gebetskreisen soll es ähnlich ergangen sein. 1903 hatte der greise Dekan

Howell geschrieben:

/"Achtet auf das, was ich euch sage. Denn dies mag die letzte

Botschaft sein, die ich an meine Landsleute in ganz Wales richte,

ehe ich zur Rechenschaft gezogen werde, während schon das Licht der

Ewigkeit mir entgegenstrahlt. Das, was unser Land bedarf, ist eine

geistliche Erweckung durch eine besondere Ausgießung des Heiligen

Geistes."/

Ein besonderes Werkzeug der walisischen Erweckung war Evan Roberts, der

schon mit 12 Jahren seines Vaters rechte Hand in der Kohlengrube war und

wenig später selbst Bergmann wurde. Man sah ihn nie ohne seine Bibel,

die er in den Pausen zwischen der Arbeit studierte. Später, als junger

Erweckungsprediger, betonte er den Unterschied zwischen dem Werk des

Heiligen Geistes bei der Bekehrung und der Geistestaufe, die der

Gläubige empfängt.

Als die Erweckung ausbrach, spielten sich oft unbeschreibliche Szenen in

den Gottesdiensten ab. Manchmal schien ein wahrer Sturm von Gebeten oder

Lobgesängen loszubrechen. Hunderte lieferten sich Gott aus, worauf alle

Anwesende jubelnde Dankeslieder anstimmten. Das besondere Anliegen Evan

Roberts blieb immer "die Kirche". "Beuge die Kirche und rette die Welt,

das war der Schrei seiner Seele zu Gott. Häufig geschah es, während die

Menge vor Gott in stillem Gebet gebeugt war, daß sich eine glockenreine

Stimme erhob, um lieblich, wie eine Nachtigall, ein Lied zur Ehre

*Gottes* erschallen zu lassen. Die Erweckung konnte in der Tat eine

"singende" genannt werden. Langausstehende Schulden wurden bezahlt,

gestohlene Güter zurückgegeben. Preisfechter, Spieler, Schankwirte und

andere Leute, die selten im gewöhnlichen Leben vom Wort *Gottes*

erreicht werden, kamen zum Herrn. Magistratspersonen schenkte die Stadt

nach dortigem Brauch weiße Handschuhe, weil es keine

Rechtsstreitigkeiten mehr zu schlichten gab. Die Wirtshäuser waren leer.

Man hörte keine Flüche mehr, so daß behauptet wurde, die Pferde in den

Bergwerken würden die Sprache ihrer Lenker nicht mehr verstehen. Das

Lesen leichter Romanlektüre hörte auf, und überall wurde die Bibel

studiert. Die Vorräte an Bibeln und Neuen Testamenten waren häufig

ausverkauft. Fußballklubs wurden aufgelöst. Eine Theatergesellschaft

mußte abziehen aus Mangel an Zuschauern. Bis Ende Dezember 1904 schätzte

man die Zahl der Bekehrten auf 70.000, und gegen Ende März 1905 zählte

man 85.000.

In den walisischen Erweckungsversammlungen wurde betont: "Es gibt kein

Pfingsten, wenn nicht ein Golgatha vorausgeht." Im Mittelpunkt blieb die

Offenbarung des Kreuzes. Männer und Frauen erhoben sich inmitten der

Versammlung, tief erschüttert von dem Schmerz und dem Triumph von

Golgatha. Es dominierte nicht eine festgefügte Liturgie, und auch nicht

irgendwelche persönlichen Leiter, sondern das Chorgebet der Gemeinde,

die Erwartung der Geistestaufe und der Leitung der Versammlung durch den

Heiligen Geist. Reporter de christlichen und weltlichen Presse spitzten

die Feder. Pastoren und Prediger aus allen Richtungen reisten nach

Wales. Die Erweckung in Südengland löste eine Grundwelle aus, die bis in

die entferntesten Missionsgebiete alle christlichen Kreise beschäftigte.

Elektrisierend breiteten sich die Fragen aus: Warum nur in Wales? Warum

nicht auch bei uns? Warum nicht eine weltweite Erweckung?

 

David Wilkerson schreibt den Ungläubigen christen, die meinen, die

Zeichen und Wunder haben aufgehört:

-

Im Gegensatz dazu ist die Gemeinde heute schwach und ineffektiv

geworden. Warum? Weil sie nicht mehr an das Übernatürliche glaubt!

Theologen erklären uns, daß Gott irgendwann *aufgehört* habe, mächtige

Taten zu vollbringen. Doch wann dieses übernatürliche Wirken eigentlich

*aufgehört **haben* soll, vermag niemand zu sagen!

Einige behaupten, die *Wunder* hätten *aufgehört*, als Paulus starb;

andere erklären, sie seien noch bis 150 nach Christus geschehen. Doch

ich frage Sie: Wer würde sich anmaßen, den Tag, die Woche, den Monat

oder auch das Jahr festzulegen, in dem Gott gesagt *haben* soll: "Das

reicht! Tausend Jahre lang habe ich *Zeichen* und *Wunder* für die

gewirkt, die an mich glauben. Jetzt habt ihr eine vollständige Bibel und

seid intelligenter. Also Schluß jetzt mit den Wundern - nun gibt es

keine *Zeichen* oder Heilungen mehr!"

Geliebte Mitchristen, lassen wir uns nicht in die Irre führen! Hinter

solchen Aussagen steckt eine gewaltige Täuschung.

Sehen Sie, Paulus warnt uns, daß Satan in den letzten Tagen "mit jeder

Machttat und mit *Zeichen* und Wundern der Lüge" auftreten wird (2.

Thessalonicher 2,9). Jesus selbst sagte voraus: "Es werden aber falsche

Christi und falsche Propheten aufstehen und werden *Zeichen* und

*Wunder* tun, um, wenn möglich, die Auserwählten zu verführen" (Markus

13,22).

Stellen wir uns das nur einmal vor: Dämonen, falsche Christi, falsche

Propheten - und alle versuchen, ihre Botschaften durch lügnerische

*Zeichen* und *Wunder* zu bestätigen! Soll ich da etwa glauben, daß Gott

seine Gemeinde einem so mächtigen, *Wunder* wirkenden Teufel aussetzen

wird, ohne uns mit starken Waffen oder eigenen übernatürlichen

Machttaten auszurüsten? Will Er eine Gemeinde, die einräumen muß: "Satan

kann *Zeichen* und *Wunder* tun, Gott dagegen kann es nicht"? Niemals!

So etwas ist absolut unvorstellbar!

Ganz im Gegenteil sollen wir den Auftrag Jesu erfüllen wie Seine ersten

Jünger: Sie "gingen aus und predigten überall, während der Herr

mitwirkte und das Wort durch die darauf folgenden *Zeichen* bestätigte"

(Markus 16,20).

So und mehr sage ich jetzt nicht mehr zu diesem Thema !!!

Gerhard H

Ulrich du hast geschrieben:

Es kommt in deinem Beitrag nicht ganz deutlich zum Ausdruck an wen du die Kontrolle abgibst. Offensichtlich nicht an den dreieinen Gott.

Gerettet wird man übrigens nicht durch den Glauben an den Heiligen Geist. Gerettet wird man allein durch den Glauben an den HERRN Jesus.

1. offentsichtlich nicht ? .... woher willst du das wissen hm ? Ich weiß

an wem ich meine Kontrolle abgegeben habe.

2. hab ich das behauptet dass man durch den Glauben an den Heiligen

Geist gerrettet wird ? ... Nein !

Aber der Heilige Geist spielt bei uns eben keine unter geordnete Rolle

wie es bei dir der Fall zu sein scheint. Der Heilige Geist ist es, der

es überhaupt soweit bringt, dass du GLAUBEN an den Herrn Jesus

aufbringen kannst, wäre es nicht so, wärst du heute überhaupt KEIN Christ !

Zweitens solltest du bitte beachten was Jesus uns seinen Nachfolgern

gesagt hat, dass er uns einen Beistand geben wird, weil Er Jesus nicht

mehr hier sein wird und das ist sein kostbarer Heiliger Geist, der MEIN

Lehrer, MEIN Rechtsanwalt, MEIN Fürsprecher ist.

Er ist es, der mich das Wort Gottes lehrt und es auch schafft dass ich

es verstehe !

Er ist es, der mir beisteht und mein Rechtsanwalt ist !

drittens solltest du auch beachten, dass der Heilige Geist genauso Gott

ist, eine Person , die es genauso wert ist geachtet und verehrt zu

werden. Denn wenn ich das tue, verehre ich gleichzeitig, den Vater und

den Sohn und andersherum, du kannst nicht den Heiligen Geist einfach so

unterordnen, wie du es gerade möchtest, NEIN, das geht nicht, er hat

eine ganz besondere Stellung durch den Herrn Jesus und wer das nicht

wertschätzt, diese wertvolle Person, die so herrlich und kostbar ist und

uns gegeben worden ist, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.

Vater ist Gott

Jesus ist Gott

Heiliger Geist ist Gott

und alle drei haben das Recht angebetet zu werden, ich setze den anderen

nicht ausser gefecht, wenn ich den ein oder anderen anbete, nein, ich

verehre alle drei zusammen dadurch, egal, wen ich jetzt anbete !!!

Darüber solltet ihr vielleicht mal nachdenken.

schöenen und gesegnetetn Tag noch

Gerhard H.

Lieber Gerhard H.
 
an der Länge deiner Beiträge kann man schon erkennen, dass du eine sehr gefestigte und fundierte Meinung hast. Mir fehlt zunächst einmal die Zeit um das alles zu lesen. Dann fehlt mir auch die Zeit um auf alles einzugehen, was ich anders sehe.
 
Wenn du dir wirklich zu Charismatik ein geistliches Urteil bilden möchtest, dann findest du auf dem Bibelkreis dazu ausreichend Beiträge.
 Ich wünsche dir des HERRN Segen und die Leitung Seines Geistes bei deinen weiteren Studien.
 herzliche Grüße
 Ulrich
Charismatik