Frage 2211

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Hallo HP,

was weisst Du über die Hintergründe der Bartholomaeusnacht?

Martin

 
Lieber Martin  04.06.05

eine ähnliche Frage stellte ich schon einmal zur Inquisition.

Wer nach Büchern/Informationen zur Inquisition - Batholomäusnacht sucht, wird feststellen, dass speziell aus evangelikaler Sicht, nicht ohne Grund, hier größtenteils gähnende Leere vorherrscht. Folgende Zeilen erhellen das Problem:

Nach Angaben des französischen Autoren Adolphe Michel schätzte Voltaire die Anzahl der Bücher, die durch die Jahre über die Jesuiten geschrieben worden waren, auf ungefähr 6000 am Ende des 18.Jahrhunderts. Im 19.jahrhundert wurden Bücher und Predigten gegen die Jesuiten und ihre Machenschaften in großer Zahl veröffentlicht. Heutzutage sind es nur noch wenige, die mit großem Abstand voneinander erscheinen. Vermutlich sind unzählige solcher Werke vergriffen und aus den Regalen verschwunden. In theologischen Seminaren und öffentlichen Bibliotheken ist es heute schwierig, eine geschichtliche Darstellung der Jesuiten nach dem Beginn des 17.Jahrhunderts zu finden. Die meisten Bücher über die Gegenreformation sind von römischen Katholiken geschrieben, viele von den Jesuiten selbst. Angesichts dessen ,dass die Gesellschaft Jesu heute möglicherweise mehr denn je die führende Kraft der römischen Kirche ist, darf all das nicht unbeachtet und unerklärt bleiben. [B]Protestantische Beobachter glauben, dass die Jesuiten in relativ kurzer Zeit das beachtliche Kunststück vollbracht haben, Schulen, Universitäten und theologische Seminare von nahezu sämtlicher geschichtlicher Literatur zu säubern, die vom protestantischen Standpunkt aus geschrieben wurde.[/B]

Quelle: Michael de Seymlyn/Alle Wege führen nach Rom/Evangelikale - wohin? Seite 138

Gruss Hans