Frage 2217

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Hallo HP,

gilt Lk. 12,33 für jeden Christen? Warum oder warum nicht?

Martin

 

Lieber Martin,  22.05.05
 
Lukas 12,22-34 spricht von der Ausrichtung der Menschen, ganz besonders der Jünger Jesu. Das verkaufen der Habe in Vers 33 und das geben von Almosen verdeutlicht, dass sich ein Jünger des HERRN Jesus von den Dingen, die irdisch sind freimachen soll. Der zweite Teil betrifft die Ausrichtung, die das Leben tatsächlich haben soll, nämlich zum Himmel hin. In Vers 34 haben wir dann noch einmal eine Begründung "Denn wo euer Schatz ist, da wird euer Herz sein".
 
Ich denke, dass diese Verse für jeden Jünger des Herrn und damit natürlich auch für Christen gelten. Ich glaube allerdings, dass die Einstellung zum HERRN Jesus das Entscheidende ist. Es gibt sicher solche, die sind von 10 € gefangen und solche die von 1 Mio. € gefangen sind. Eine Einkommensgrenze oder sonstige Grenzwerte kann ich aus dem Vers nicht ableiten.
 
Wie an anderer Stelle der Apostel Paulus sagt: prüfe sich ein jeder selbst! (Frei nach 1. Kor. 11)
 
herzliche Grüße
 
Ulrich
 
WARUM sollte dies nicht woertlich verstanden werden, d.h. eine Aufforderung alles zu verkaufen?

Martin

 

Lieber Martin,
 
du würdest nur einen Teil von Vers 33 wörtlich umsetzen können. Ich kenne niemanden, der sich im buchstäblichen Sinn einen Beutel gemacht hat, der nicht veraltet. Von dieser Anweisung des Herrn an ist Vers 33 eindeutig himmlisch, geistlich ausgerichtet. Warum soll man in einem Abschnitt, in dem der HERR eindeutig Bilder benutzt um uns und den Jüngern die richtige Ausrichtung zu geben, allein den Satz "Verkaufet eure Habe und gebet Almosen;" nicht als bildhaft verstehen?
 
Im übrigen lehrt die Schrift sonst an keiner Stelle, dass dies eine Regel für die Jünger oder für Christen wäre. Ananias und Saphira sind in Apg. 5 nicht gestorben weil sie einen Teil des Erlöses zur Seite schafften. Petrus sagt eindeutig "blieb es nicht dein?" Vers 4.
 
Solltest du allerdings für dich empfinden, dass du den Satz wörtlich nehmen muss, dann würde ich dich nicht daran hindern wollen. Es besteht nur die Gefahr, dass man es anderen auferlegt, dass kann ich hier nicht sehen.
 
herzliche Grüße
 
Ulrich

 

23.05.05
 
Lieber Martin
 
Natürlich darfst du alles verkaufen, was du hast, es den Armen geben und dich dann zu diesen setzen.
Doch ob dann dir auch jemand etwas geben wird ist fraglich. 
Für seine kleine Herde hat der Herr Jesus selber gesorgt, dazu sollten sie Vertrauen haben durch diese Worte.
 
Lk 12,22 Er sprach aber zu seinen Jüngern: Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für das Leben, was ihr essen, noch für den Leib, was ihr anziehen sollt. ......
Lk 12,32 Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.
Lk 12,33 Verkaufet eure Habe und gebet Almosen; machet euch Säckel, die nicht veralten, einen Schatz, unvergänglich, {O. der nicht abnimmt} in den Himmeln, wo kein Dieb sich naht und keine Motte verderbt.
 
In den Evangelien war Jesus Christus "bei ihnen" rückwirkend auf diese Zeit gesehen.
Jetzt wohnt Jesus Christus durch den Glauben "in uns", oder "wir in wir in IHM"
 
Joh 16,12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
Joh 16,13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden.
Joh 16,14 Derselbe wird mich verklären; denn von dem Meinen wird er's nehmen und euch verkündigen.
 
Das Wort verklären wird auch mit verherrlichen übersetzt.
 
Es mußte noch etwas offenbar werden wie es weitergeht nach der Himmelfahrt des Herrn. 
 
 
Eph 3,4 woran ihr im Lesen merken könnt mein Verständnis in dem Geheimnis des Christus -
Eph 3,5 welches in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden,
wie es jetzt geoffenbart worden ist seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geiste: {d.h. in der Kraft des Geistes}
 
Der Apostel gibt sich selber als Vorbild.
 
Apg 20,33 Ich habe niemandes Silber oder Gold oder Kleidung begehrt.
Apg 20,34 Ihr selbst wisset, daß meinen Bedürfnissen und denen, die bei mir waren, diese Hände gedient haben.
Apg 20,35 Ich habe euch alles {O. in allen Stücken} gezeigt, daß man, also arbeitend, sich der Schwachen annehmen und eingedenk sein müsse der Worte des Herrn Jesus, der {Eig. daß er} selbst gesagt hat: Geben ist seliger als Nehmen.
 
Phil 3,17 Seid zusammen {Eig. mit, d.h. mit anderen} meine Nachahmer, Brüder, und sehet hin auf die, welche also wandeln, wie ihr uns zum Vorbilde habt.
Phil 3,18 Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, daß sie die Feinde des Kreuzes Christi sind:
 
2Thes 3,6 Wir gebieten euch aber, Brüder, im Namen unseres Herrn Jesus Christus, daß ihr euch zurückziehet von jedem Bruder, der unordentlich wandelt, und nicht nach der Überlieferung, die er von uns empfangen hat.
2Thes 3,7 Denn ihr selbst wisset, wie ihr uns nachahmen sollt; denn wir haben nicht unordentlich unter euch gewandelt,
2Thes 3,8 noch haben wir von jemand Brot umsonst gegessen, sondern wir haben mit Mühe und Beschwerde Nacht und Tag gearbeitet, um nicht jemand von euch beschwerlich zu fallen.
2Thes 3,9 Nicht daß wir nicht das Recht dazu haben, sondern auf daß wir uns selbst euch zum Vorbilde gäben, damit ihr uns nachahmet.
2Thes 3,10 Denn auch als wir bei euch waren, geboten wir euch dieses: Wenn jemand nicht arbeiten will, so soll er auch nicht essen.
 
Hier sind klare Verhältnisse geschaffen für unsere Zeit.
 
Grüße
Kurt R.