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Hallo Bibelkreis
 
Wo fängt das Richten an und wo hört es auf?

Lukas G.

5.08.05

Lieber Lukas

"Wo fängt das Richten an und wo hört es auf?"
Anfangen tut dies immer bei uns selber, indem wir bestimmen wie wir unser Leben ausrichten.
Das heißt, wir suchen Entscheidungen indem wir prüfen und dann ein Urteil fällen.
Im Prinzip läuft unser ganzes Leben so ab.
Unterschwellig tun wir das auch mit unseren Nächsten.
Wenn jemand zum TÜV fährt, so wird das Auto geprüft und wenn es verkehrsunsicher ist, so muß
man es Abschleppen lassen.
Wenn ein verkehrsunsicheres Fahrzeug in eine Polizeikontrolle gerät, so kommt die Sache vor den Richter.

Ein Gerichtsurteil folgt.

Ein Prüfen ist kein Richten, aber man braucht die Voraussetzungen eines Prüfers.
Richten kann man indem man Selbstjustiz betreibt, oder jemand vor Gericht bringt, wo die Sache für mich
erledigt wird.

Christen sind nicht aufgerufen Selbstjustiz zu betreiben oder andere vor Gericht zu bringen.
Dennoch sollen sie Prüfen, das heißt die Sachlage erörtern und den Bösen hinaus tun aus der Versammlung.
In diesem Sinne ist dies wohl auch ein Richten ähnlich dem TÜV, aber es kommt zu keinem Gerichtsurteil im Sinne
von zusätzlichen Strafen.
Dort wo man immer ruft, man soll nicht kritisieren und richten, zu Deutsch den Mund halten, 
das ist doch nur,
weil die Sache gerichtsreif ist und man um Aufschub ruft.
Das heißt, diese sprechen sich selber fortwährend das Urteil.
Sie bestehen darauf, das Urteil Gottes abzuwarten, zu recht, Gott läßt sie gewähren.
Man muß dieses Geschwätz (nicht richten, kritisieren) nur richtig  einordnen.

Gruß Kurt R.

 

Zu 2371: Richten und Richten ist nicht dasselbe, das ist es nur "auf deutsch"!

Wenn wir von Mt 7,1 ausgehen sollen wir nicht richten (s.a. Mt 13,26-30), und Paulus sagt in Rö 2,1-4 + 14,4 eigentlich dasselbe. Aber Heb 4,12 bezeichnet das Wort Gottes als Richter und das betrifft uns schon, denke nur an Mt 10,13.14 - Richtungsweisend, d.h.

Durchs Wort Gottes die Menschen richtig ausrichten müssen wir schon, der Grundsatz Hes 3,17-19 Heb 13,18 gilt immer noch

Joseph/A

 Lieber  Lukas

ich nehme die Verse die Josef/A vorgeschlagen hat um meine Gedanken zum Thema zu äussern. 

Er hat angefangen mit der Bergpredigt. Die Bergpredigt ist nicht vor Christen gehalten worden, aber wir Christen können viel daraus lernen, insbesonders wie man sich innerhalb dem Reiche Gottes oder in diesem Fall genauer, - Königreich der Himmel verhält. Es sind keine direkten  Anweisungen für Christen, sondern für Juden und hat auch seine Gültigkeit auch dann, im 1000JR.  ==>>Haushaltung

ZU :  Mt 7,1 Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet; FF.
Wir Christen sind bereits gerichtet im Gericht Christi. Hier sehen wir, wie immer in den Evangelien, auf dem Boden des Gesetzes. Klar wurde die Gnade in der Person des Ewigen, Jesus Christus,  im Johannes 1 bereits geoffenbart, aber die Gnade konnte im eigentlichen  Sinne uns erst, nachdem das Gericht an dem Menschen Jesus Christus, das dort in den 3 Stunden der Finsternis von Seiten des Heiligen Gottes an IHM vollzogen wurde, uns, die wir  durch Busse und Glauben zu IHM bekehrt haben, werden.

ZU:   Mt 13,26 Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut. FF
Dies ist das erste Gleichnis der 10 Königreich der Himmelgleichnisse und eines, das in der sog. Kirchengeschichte am wenigsten verwirklicht wurde. Die Kirche hat gerichtet, die Gläubigen innerhalb des Königreiches der Himmel wurden verfolgt und getötet-   aber haben selber nicht gerichtet.

ZU Röm 2,1 Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, jeder der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe. FF
In Römer 2,1- 16 spricht der Apostel allgemein zum Menschen, nicht zum wiedergeborenen Christen.
zu   Röm 14,4 Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn der Herr vermag ihn aufrecht zu halten.
Hier zeigt der Apostel, dass Christen innerhalb ihrem Haus richten sollen, nicht aber bei Nachbar`s

ZU  Hebr 4,12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler {O. Richter} der Gedanken und Gesinnungen des Herzens;
Hier wird die Verantwortung des Wiedergeborenen angesprochen,  also in seinem Zustand, nicht in seiner Stellung. Da haben wir das Wort das uns richtet.

ZU  Mt 10,13 Und wenn nun das Haus würdig ist, so komme euer Friede auf dasselbe; wenn es aber nicht würdig ist, so wende sich euer Friede zu euch zurück.  FF
Dies ist eine  Anweisung des Herrn an Seine 12 Jünger, nicht an uns. Davon kann ich lernen welche Predigtauftrag die Junger zu beginn des Reiches Gottes hatten. Wir haben diesen Aufragt nicht,
zu 
Hes 3,17 Menschensohn, ich habe dich dem Hause Israel zum Wächter gesetzt; und du sollst das Wort aus meinem Munde hören und sie von meinetwegen warnen. Hes 3,18 Wenn ich zu dem Gesetzlosen spreche: Du sollst gewißlich sterben! und du warnst ihn nicht und redest nicht, um den Gesetzlosen vor seinem gesetzlosen Wege zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, so wird er, der Gesetzlose, wegen seiner {O. durch seine} Ungerechtigkeit sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern. Hes 3,19 Wenn du aber den Gesetzlosen warnst, und er kehrt nicht um von seiner Gesetzlosigkeit und von seinem gesetzlosen Wege, so wird er wegen seiner {O. durch seine} Ungerechtigkeit sterben; du aber hast deine Seele errettet.

Dies ist die Anweisung Gottes an Hesekiel nicht an uns und  nur für Israel. Anwendung können bestimmt gemacht werden wen man`s kann...

Noch eine Stell angefügt:   1Kor 5,12 Denn was habe ich [auch] zu richten, die draußen sind? Ihr, richtet ihr nicht, die drinnen sind?

Hier sind wir aufgefordert innerhalb der Versammlung Gottes zu richten.


Abschliessend im Schlagwort steil: Innerhalb des Königreiches Reiches der Himmel darf noch nicht gerichtet werden, deshalb wir es gemacht...;  innerhalb der Versammlung Gottes  muss gerichtet werden, deshalb wird es häufig nicht gemacht...

in IHM
Hans Peter

 

Lieber Joseph/A
 
Wenn ich nun Römer 2 weiterlese ...
 
Röm 2,7 denen, die mit Ausharren in gutem Werke Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit suchen, ewiges Leben;
 
Röm 2,8 denen aber, die streitsüchtig und der Wahrheit ungehorsam sind, der Ungerechtigkeit aber gehorsam, Zorn und Grimm.
Röm 2,9 Drangsal und Angst über jede Seele eines Menschen, der das Böse vollbringt, sowohl des Juden zuerst als auch des Griechen;
 
Der Unterschied liegt darin:
 
So gilt das Gericht doch nur dem unbußfertigen Menschen
und er darf auch nicht richten,
weil er Ungerechtigkeit gehorsam ist.
 
Wenn aber jemand der Wahrheit gehorsam ist,
so darf er doch prüfen/richten,
weil er der Gerechtigkeit gehorsam ist.
 
Daher sagen ja so viele Fromme, man darf nicht richten, weil sie Angst haben .... wo vor denn ? 
 
Zu Hes.:
 
Hes 3,17 Menschensohn, ich habe dich dem Hause Israel zum Wächter gesetzt;
und du sollst das Wort aus meinem Munde hören und sie von meinetwegen warnen.
Hes 3,18 Wenn ich zu dem Gesetzlosen spreche: Du sollst gewißlich sterben! und du warnst ihn nicht und redest nicht,
um den Gesetzlosen vor seinem gesetzlosen Wege zu warnen, um ihn am Leben zu erhalten, so wird er, der Gesetzlose,
wegen seiner {O. durch seine} Ungerechtigkeit sterben, aber sein Blut werde ich von deiner Hand fordern.
 
Hier ist doch nur Hesekiel als Einzelner angesprochen und nicht das ganze Volk.
 
Diese Verse werden oft als Druckmittel in gewissen Kreisen gebraucht, um die Leute zum laufen zu bringen.
Außerdem geht es hier um "irdisches Leben" und nicht um "ewiges Leben".
 
Für das irdische Leben und wohlergehen ist der Staat verantwortlich mit seinen Richtern usw..
 
Grüße Kurt R.  

 

Aus:

../forum/frage80.htm#Thema Richten:

Thema Richten:

 Lieber Holger
Zunächst zu den von Dir zitierten Bibelstellen einige Gedanken:

Mt 7.1 + 2 Lk 6.37
Dies ist der 3.Teil der ersten von 5 Predigten des HERRN im Matthäus Evangelium. Die Stossrichtung der sog. Bergpredigt ist denke ich einfach. Er zeigt uns die sittlichen Grundsätze Gottes, die kein natürlicher (nicht - wiedergeborener) Mensch halten kann. Die Bergpredigt wurde auch nicht an Christen gerichtet. Christen gab`s noch keine! Ein Nichtwiedergeborener wird gemessen an dem was er Tut, ich werde gemessen was ER getan hat für mich.
Der sittliche Grundsatz bleibt aber klar bestehen.

Wie ist es aber unter Christen? Was sagst Du zu solchen Bibelstellen:

Eph 5.9 (denn die Frucht des Lichts besteht in aller Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit),
10 indem ihr prüfet, was dem Herrn wohlgefällig ist.
11 Und habet nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, vielmehr aber strafet sie auch;
12 denn was heimlich von ihnen geschieht, ist schändlich selbst zu sagen.
13 Alles aber, was bloßgestellt wird, wird durch das Licht offenbar gemacht; denn das Licht ist es, welches alles offenbar macht.

1Kor 5:12 Denn was habe ich auch zu richten, die draußen sind? Ihr, richtet ihr nicht, die drinnen sind?

Oder 3.Mo 5.1 Und wenn jemand sündigt, daß er die Stimme des Fluches hört, und er war Zeuge, sei es daß er es gesehen oder gewußt hat, wenn er es nicht anzeigt, so soll er seine Ungerechtigkeit tragen;

 

Zu der Epheser Stelle: da wird uns gezeigt, dass Stellung bezogen werden muss.
Zu der Korinther Stelle: da sehe ich dass es Menschen gibt die drinnen sind und solche die draussen sind. Wenn sich also jemand zu den "drinnen" rechnet, dann muss er, wenn er böses tut, gerichtet werden, und zwar von denen die "drinnen" sind.

Also finde ich einen theologischen Unterschied im handeln und zwar zwischen "Gläubigen" und Ungläubigen. Oder anders herum, vor Apg 2.1 und nach Apg 2.1.
Hast Du schon mal bemerkt, wie in den Briefen das Böse unter den Gläubigen aufgedeckt wurde? Wenn Christen aufhören das Böse aufzudecken, wie kann dann jemand Busse über die Sünden tun? Wenn Du mit Okkultisten (Pfingstlern) Gespräche führst, wie kannst Du ihnen, ohne die Wahrheit zu sagen ihnen den Weg zur Wahrheit, Jesus Christus weisen?

Ich nehme an dass Du in der Zwischenzeit gemerkt hast, dass der Apostel in diesem Kapitel wenn von den "Ungläubigen" spricht, seine nicht wiedergeborenen Volksgenossen, also Israeliten meint.

Zungenrede = Zeichen. Hast Du die von mir angeführte Stelle gelesen. Hast Du die Zeitform von
Mk 16.20 + 2. Kor.12.12 und Hebr 2. 4 beachtet?

Zeichen waren alle vorübergehend, darum werden sie ja auch Zeichen genannt..... Wenn der Stopp vorüber ist braucht es kein Stoppsignal mehr.
Christlich ausgedrückt: Nachdem das Wort Gottes, "das Vollkommene" da war brauchte es keine Zeichen der Legitimation mehr.

Zu dem Pt 3 Link hast Du nichts geschrieben:
https:///benedikt/teleion.htm

Mit 1. Joh 4.1

Liebe Grüsse aus der halbverregneten Schweiz
Hans Peter

https://

Zitate aus der unrev. Elb. Übersetzung

8.8.05

Zu 2371 Nochmal das Richten...

Grüß Dich Kurt R.

Habe heute interessante Beiträge auf meine Reaktion am Freitag zum Thema gelesen, die ich allerdings nicht alle verstehe:

Das Verbot nicht zu richten (... denn mit selbem Maß wirst du ge... Mt 7,1) hängt für mich mir Mt 18,21-35 und mit dem Vater-Unser "...wie auch wir vergeben..." zusammen, ebenso mit 1Jo 1,8-10 - wenn wir also (und Johannes schreibt ganz sicher an Christen) selbst nicht sündlos sind, sprechen wir - wie Rö 2,1-4 meint - durchs Richten uns selbst das Urteil, hingegen - wenn wir Jesus beim Wort nehmen (Lk 6,46 30) sind wir vom Tod zum Leben gekommen und kommen deshalb nicht ins Gericht Mt 5,24 - Dass die Bergpredigt nicht für Christen ist, ist mir neu, denn Jesus fing damals an das Haus zu bauen (Mt 11,11.28...Mt 12,6.28!), und der Schluss der Bergpredigt - gilt Mt 7,24-27 nicht SEINEN Nachfolgern, "diese SEINE Rede" zu hören und zu tun macht aus jedem Juden einen Christen und aus jedem Heiden ebenso - denke ich - prüfen und richten gehören eigentlich bei Gott zusammen - meine meine tekel u parsin - lässt Gott den Belsazar wissen "... Habe dich geprüft und zu leicht befunden..." - also sollten wir doch prüfen sogut wir es können unter Bedacht Mt 13,26-30! - aber nicht richten, im Sinn eines Verurteilens, denn SEIN ist die Rache und ER ist Eigner und Richter -und dass Hes 3,17-19 nur Hesekiel galt würde ebenso bedeuten dass Jes oder andere in ihren Prophezeiungen nur das irdische Babylon meinten, Gott aber hatte mit den Prophezeiungen, die das ird. B. betrafen auch das endzeitl. Babylon aus der Offb. inbetracht, von dem die at- Propheten noch nichts wussten - für mich ist Heb 13,18 deshalb ein Paralleltext - Hesekiel war in dieser Hinsicht Lehrer und wenn wir den Missionsauftrag ernst nehmen, alles zu lehren was ER uns geboten hat, dann noch den Märtyrer von Martys (Zeuge) her verstehen (vgl Mt 10,16+32Jo 15,20...), dann sehe ich schon den Zusammenhang, ausserdem ist ja "Israel" auch ein Überbegriff, "Wir" sind auch Jerusalem, wenn wir an Gal 4,19-26 denken, die Frage ist, ob wir vom Gesetz her bestimmt sind oder wie sehr wir in der Lage sind "Mt 13,52 für uns"

ernst zu nehmen

Gruß Josef/A

 

08.08.06

 Grüße dich Joseph

 Das Gerichtsurteil ist immer bekannt.

Joh 3,36 Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, {O. sich nicht unterwirft, nicht gehorcht} wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Joh 12,48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: das Wort, das ich geredet habe,

das wird ihn richten an dem letzten Tage.

 Gehet hin in alle Welt - so bin ich ja von Jerusalem aus gesehen in aller Welt uns andere sind anderswo in aller Welt.

Damit meine ich, die Deutschen brauchen nicht nach Afrika und die Amerikaner nach Deutschland uns sonstiges durcheinander.

Wiewohl jeder darf, aber ich es nicht so sehe.

So etwas machen Missionswerke (manche), welche ihre eigene Mission verbreiten.

Die Erde ist von verschiedenen Missionswerken netzartig überzogen.

 Mt 28,19 Gehet [nun] hin und machet alle Nationen zu Jüngern, und taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes,

Mt 28,20 und lehret sie, alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

 

Diese Verse zeigen mir, daß zu diesen Zeitpunkt der Herr Jesus den Jüngern für einen gewissen Missionsauftrag bereits alles mitgeteilt hat.

-  was ich euch geboten habe - Zeitform Vergangenheit.

Befehl:

Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 Eine andere Aufforderung:

 Joh 16,12 Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.

Joh 16,13 Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus {W. von} sich selbst reden, sondern was irgend er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen.

Joh 16,14 Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er empfangen {O. nehmen} und euch verkündigen.

 Apg 19,5 Als sie es aber gehört hatten, wurden sie auf den Namen des Herrn Jesus getauft;

 Zuerst wurden nur Juden getauft.

Apg 2,38 Was sollen wir tun, Brüder? Petrus aber [sprach] zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

 Taufe: Werde getauft auf den Namen Jesu Christi

 Apg 10,28 Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie unerlaubt es für einen jüdischen Mann ist, sich einem Fremdling {Eig. jemand, der einem anderen Volke angehört} anzuschließen oder zu ihm zu kommen; und mir hat Gott gezeigt, keinen Menschen gemein oder unrein zu heißen.

Apg 10,29 Darum kam ich auch ohne Widerrede, als ich geholt wurde. Ich frage nun: Aus welchem Grunde habt ihr mich holen lassen?

 Hieraus erkenne ich ganz verschiedene Aufträge. Wo haben die Apostel die Absicht geäußert Völker zu taufen ?

 Apg 10,42 Und er hat uns befohlen, dem Volke zu predigen und ernstlich zu bezeugen, daß er der von Gott verordnete Richter der Lebendigen und der Toten ist.

 Hier sind nur die Apostel mit diesen Auftrag ausgerüstet und

nicht jeder der sich einbildet ein Apostel zu sein, weil er auch glaubt.

So wie manche meinen Zeichen und Wunder müßten ihnen folgen.

 Hier hat sich der Apostel von allen Nichtaposteln distanziert

 So erkenne ich das Wort Gottes, beurteile ich.

 Daher gilt für uns das, was Jesus sagte, im Sinne der Apostellehre.

Und da gibt es noch die falschen Apostel, welche etwas anderes lehren ...

Aber wenn man das Richtige hat, so ist alles andere eben verkehrt. 

Das ist nun doch etwas anders wie du erklärst.

Bevor wir überhaupt weitermachen ...

 Gruß Kurt R.

Da meinen wir eigentlich dasselbe -denke ich- wer an den Sohn glaubt, der hat das Leben Jo 3,18 und kommt nicht ins Gericht Jo 5,24! Aber was bedeutet das Wort Glauben, das im D. mit meinen (vermuten) oft verwechselt wird? Glauben (gr. Pistein) meint das Vertrauen - und deshalb ist es für mich wesentlich darauf hinzuweisen, dass die VV mit denen Jesus die Bergpredigt beendet (M7 7,24-27) von dem Felsen reden, auf den Jesus seine Gemeinde gestellt wissen will (Lk 6,46) - gilt uns z. B. Mt 5,43-48 nicht? Es ist schon richtig, dass Jesus "zuerst" nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt ist, aber der V in Mt 12,20 deutet ja schon in Richtung Jo 10,16 und Apg 10,34.35, da ist es klar, dass wir an Jo 16,12.13 denken werden, Apg 15,17 zeigt warum, denn wieder erkennen wir die Nuancen erst aus dem grie. das einen Unterschied zwischen Laos (Volk-Israel) und Ethne (Völker der Nationen) macht! Wenn wir also Jo 16,12+13 mit Apg 10,34 überdenken dann erkennen wir unschwer, dass die Juden (-Christen) beim Missionsbefehl offenbar nur an Juden in der Diaspora gedacht haben (Mt 28,20 war ja vor Apg 10,34 wieso wäre also sonst Petrus so überrascht gewesen zu Kornelius - einem Heiden - geschickt zu werden)!

Das "Ihr sollt auch eure Feinde lieben" gilt ja nicht nur den Juden, gerade denen wirft Jesus ja in der Bergpredigt vor dass sie es nicht tun! Da denke ich auch an die Stelle in Lk 5,39 - wieso ist ihnen "der alte Wein" lieber? Ich denke, das ist klar! Sie haben Moses und Regeln der Entsündigung (wie die Beichte), der neue Wein des Evangeliums, der die alten Schläuche dieser Werksgerechtigkeit zerreisst verlangt aber Selbstaufgabe und totale Hinwendung zu Gott - das gilt Juden und Christen gleichermaßen (Rö 1,16.17 9,30-33 11 ab V 11 usw.)-

 zurück zum Wort Glauben:
 Eine für mich sehr gute Erklärung dieses Heilsplans finden wir in Rö 3,20-22 V 22 zeigt dass das Leben durch das Vertrauen in die Treue Christi zugerechnet wird (4,4.8.13), das heisst Jesus (Bürge des besseren Bundes Heb 7,22) steht treu zu dem, was Gott dem Abraham in 1 Mo 15 verheissen hat, dass nämlich alle Ethnien (=Nationen) ohne zutun von Werken durch den einen Nachkommen Abrahams gerettet werden (wichtig dazu Gal 3,15-24!) - dieser Jesus sagt eben das was ER in der Bergpredigt sagt - denke ich - zu uns allen, denn es gibt nicht verschiedene Felsen (vgl.  Eph 2,11-20 Mt 7,24-27 1Kor 3,11 1Pet 2,4-9) und verschiedene Häuser, es gibt nur einen Zaun zwischen Juden und Christen - wenn ich Eph 2,11-20 recht verstehe und aus diesem Zaun sollten sich die Missionare begeben (Lk 14,23), die Juden verstanden das Gesetz als Zaun, Rö 3,1-2 spricht eigentlich genau davon und der Vgl. Mt 19,30 ist hier interessant, von Gal 3,24 her, denn lt 5Mose 28,13 waren die Juden durch den Zaun des Gesetzes der Kopf, die Ersten unter den Völkern - nun im NT kehrt Jesus das völlig um, der Zaun wird abgerissen und (wie Paulus in Rö 7,1-7 erklärt) sollen wir dem Gesetz sterben! Diese Umkehrung wollten die Juden nicht mitmachen (Jo 9,28 Mt 21,43 23,37)! Aber deshalb noch einmal: Im Himmel gibt es keine zwei Abteilungen sondern ohne Zaun alle Nationen, die IHN fürchten und recht tun (Apg 10,34.35) und wenn die Letzten das Reich in Besitz nehmen, dann nur deshalb - denke ich - weil sie begriffen haben was der Zusammenhang zwischen Mt 18,21-35 und Mt 6,12 ist, führt dieses Verständnis zu Mt 7,1+12?

Gruß Josef

 

Lieber Josef  9.8.05
In der Apg wird deutlich, mindestens bis KP 13,  dass die Apostel  den Missionsbefehl lieber nicht ausgeführt haben. Deshalb musste ja auch eine Verfolgung in Jerusalem kommen,  damit sie den Auftrag ernst nahmen. Aber der eigentliche Missionsbefehl  Mt 28.20 ist an die Apostel gegangen, nicht an uns. Er wird erst in der Drangsalszeit ausgeführt. Dann gibt es logischerweise keine Christen mehr auf Erden. Jetzt werden nicht Völker missioniert,  sondern einzelne Menschen. In der Drangsalszeit geht das Evangelium von Israel  aus zu den Völkern. Der Missionsbefehl an die Völker ist von dem nicht aufgefahrene Herrn an seine Apostel ergangen. Der Missionsbefehl für uns ist von dem verherrlichten Herrn an uns ergangen.

Zum Wort Zaun:
 Der Zaun war das Gesetz. Das Gesetz trennte die Schafe des Volkes von den Schafen aus Völkern. Dieser Zaun ist im Werk Christi auf die Seite geschoben worden. Darum gibt es auch keine messianische Juden oder so was sondern wir alle sind ein Leib in Christo, soviele wir durch das Blut des Lammes gereinigt sind.

Herzliche Grüsse
Hans Peter

Habe mich -wie immer- über die prompte Reaktion auf meinen Beitrag gefreut, habe aber bei meinem Studium interessante Einzelheiten erfahren, weil Du schreibst dass der Missionsauftrag nur an die Apostel ergangen ist...

In Mt 28,16 gehen die 11 "zu Jesus", in Jo 21,19-23 scheinen es auch nur die 11 (10) zu sein aber der Paralleltext un Lk 24 ab V 33 zeigt ebenso wie Apg 1,15+2,1 dass ER sicher nicht exklusiv zu den Aposteln gesprochen hat (Schon das Prinzip "Kain, wo ist dein Bruder Abel?) zeigt doch eigentlich, dass wir füreinander Verantwortung haben und das doch ganz sicher in der Mission, wo wir unsere Brüder und Schwestern zu Gott führen sollten? Das heisst für mich auch dass wir als Christen Salz und Licht für die Menschen sein sollen, dieses Licht, das das Licht Christi in die Welt trägt begegnet in dieser Form auch - denke ich - wenn wir an Daniel 12,3 - die da lehren werden leuchten wie die Sterne, das beziehe ich auf den vorigen Vers, dass eben die einen zu ewigem Leben und die anderen zu ewiger Schande auferstehen werden - deshalb ist für mich Mt 5,14 (Ihr seid das Licht der Welt) auch in Verbindung mit Mt 25,14-29, wo es darum geht, Gottes "Kapital" zu vergrößern, und ebenso mit Off 18, wo der Ruf ergeht, dass SEIN VOLK (Gläubige) Babylon verlassen müssen um nicht an ihrer Strafe teilzuhaben! Nicht zuletzt - wenn wir uns alle befleissigen sollen weiszusagen (richtungsweisend zu sein 1Kor 14,1) - verstehe ich auch 1Kor 3,5-15 ebenso, Apollos war ja sicher keiner der 12, aber ein Missionsarbeiter und die VV 9-14 meinen - so denke ich - alle, die ihr Licht (das Wort Gottes, denn Jesus ist ihr Licht) nicht unter den Scheffel stellen, bzw. die ihre Talente nicht vergraben haben, ebenso sehen wir das bei der Aussendung der siebzig, und auch in Mt 10,40-42 oder sogar Mk 9,38-41! Bei den Arbeitern im Weinberg (Mt 20) erkenne ich eigentlich nur die beiden Brüder, meint ER das Judentum und das Christentum? Auf alle Fälle ist "der ganze Bruder" gemeint - und so werden die Letzten die Ersten sein!

Gruß Josef

10.08.05

Lieber Josef

 Dein Zitat:

"In Mt 28,16 gehen die 11 "zu Jesus", in Jo 21,19-23 scheinen es auch nur die 11 (10) zu sein aber der Paralleltext und Lk 24 ab V 33 zeigt ebenso wie Apg 1,15+2,1 dass ER sicher nicht exklusiv zu den Aposteln gesprochen hat (Schon das Prinzip "Kain, wo ist dein Bruder Abel?) zeigt doch eigentlich, dass wir füreinander Verantwortung haben und das doch ganz sicher in der Mission, wo wir unsere Brüder und Schwestern zu Gott führen sollten?"

 - dass ER sicher nicht exklusiv zu den Aposteln gesprochen hat-

 Ich will dich mal stoppen, ich weiß so etwas wird vielerorts sehr hoch gehalten,

aber in der Bibel steht das nicht. So ist man bestimmt ein falscher Zeuge Gottes.

 Beauftragte Apostel:

 Apg 10,41 nicht dem ganzen Volke, sondern den von Gott zuvor erwählten Zeugen, uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben,

nachdem er aus den Toten auferstanden war.

Apg 10,42 Und er hat uns befohlen, dem Volke zu predigen und ernstlich zu bezeugen, daß er der von Gott verordnete Richter der Lebendigen und der Toten ist.

 Selbsternannte Apostel:

 2Kor 11,12 Was ich aber tue, werde ich auch tun, auf daß ich denen die Gelegenheit abschneide, die eine Gelegenheit wollen, auf daß sie, worin sie sich rühmen, erfunden werden wie auch wir.

2Kor 11,13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, welche die Gestalt von Aposteln Christi annehmen.

2Kor 11,14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an;

2Kor 11,15 es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt als Diener der Gerechtigkeit annehmen, deren Ende nach ihren Werken sein wird.

 Vor Ort hat der Apostel ein Beispiel hinterlassen wie sie wirken sollen.

 1Thes 1,6 Und ihr seid unsere Nachahmer geworden und des Herrn, indem ihr das Wort aufgenommen habt in vieler Drangsal mit Freude des Heiligen Geistes,

1Thes 1,7 so daß ihr allen Gläubigen in Macedonien und in Achaja zu Vorbildern geworden seid.

1Thes 1,8 Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen, nicht allein in Macedonien und in Achaja, sondern an jedem Orte ist euer Glaube an Gott ausgebreitet worden, so daß wir nicht nötig haben, etwas zu sagen.

 

2Thes 3,8 noch haben wir von jemand Brot umsonst gegessen, sondern wir haben mit Mühe und Beschwerde Nacht und Tag gearbeitet, um nicht jemand von euch beschwerlich zu fallen.

 

Bezahlter Gemeindedienst war da nicht gemeint.

 

Phil 3,17 Seid zusammen {Eig. mit, d.h. mit anderen} meine Nachahmer, Brüder,

und sehet hin auf die,

welche also wandeln,

wie ihr uns zum Vorbilde habt.

 

" ....zu Gott führen sollten ...?"

 

2Jo 1,9 Jeder, der weitergeht und nicht bleibt in der Lehre des Christus,

hat Gott nicht;

wer in der Lehre bleibt,

dieser hat sowohl den Vater als auch den Sohn.

 Grüße

Kurt R. 

 

Danke für die interessante Entgegnung

Mir fällt interessantes auf, Petrus ist zwar Zeuge der irdischen Gegenwart Jesu und auch der Auferstehung (wie Du in Apg 10,41+42 erwähnst), Paulus hatte aber nur eine "visionelle Erscheinung" des Auferstandenen (Apg 9,3-7 Gal 1,11+12), trotzdem zeigt er im 1Thess 1 dass er zum Vorbild für die Thessalonicher geworden ist, die wiederum für andere. Das bringt mich spontan zu dem Jesuswort in Jo 17,20! Ab 17,9 bittet ER für alle, die durch SEIN WORT glauben, für sie heiligt ER sich auch (V 19) weil sie sonst nicht dahingehen können wo ER ist (Jo 13,32)! Die Einheit, die ER in Jo 17,21 anspricht entsteht für mich durch die Weitergabe des Lichtes, des Wortes, des lebendigen Wassers, sie ist uns allen aufgetragen, so wie ich IHN verstehe, das Beispiel in Mt 25,13- gilt das nicht uns allen? Ebenso wie bereits erwähnt 1Kor 3,8-15...

1Thess 1,6.7 meine ich - zeigt das Bild der Ausbreitung in diesem Sinn recht gut auf, auch die Philipper die er zur Nachahmung aufrief waren ja keine ursprünglichen Apostel, sondern zur Nachahmung aufgerufen (Phil 3,17), was Du mir mit 2Jo 9 zeigen wolltest habe ich nicht verstanden, denn der Text ab V 7 steht ja parallel zu 1Jo 1,20-23 und in dieser Zeit der Erstarkung der Gnosis wehrte sich Johannes natürlich gegen falsche Arbeiter (2Kor 11,13.14), die über das vom Wort Gottes hinausgehende Wissen missionieren wollten, als par. passt hier wohl ganz gut Rö 10,16 + 14,23...

Liebe Grüße aus Salzburg Josef

 

12.08.06


Lieber Josef/A

Das Wort ist nur dann Licht, wenn man es richtig weitergibt bzw. es richtig auffaßt.
Wenn ich das Wort falsch weitergebe, so mache ich es dem anderen zur Finsternis, oder
wenn einer das Wort liest ist es ihm Finsternis, weil er sich was Verkehrtes darunter vorstellt.
In Mt 25,13 - 30 geht es um Werkgerechtigkeit, in unserer Zeit wird man aber aus Glauben gerecht.

Röm 4,5 Dem aber, der nicht wirkt, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt,
wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet.

Hast du das noch nicht bedacht?

2Jo 1,9 Jeder, der weitergeht und nicht bleibt in der Lehre des Christus, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt,
dieser hat sowohl den Vater als auch den Sohn.

 

Dies gilt nicht nur für die Gnostiker, sondern für alle die weitergehen ....

Röm 16,17 Ich ermahne {O. bitte} euch aber, Brüder, daß ihr achthabet auf die, welche Zwiespalt und Ärgernis {Eig. die (d.i. die bekannten) Zwiespalte (Spaltungen) und Ärgernisse} anrichten, entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und wendet euch von ihnen ab.
Röm 16,18 Denn solche dienen nicht unserem Herrn Christus, sondern ihrem eigenen Bauche,
und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen.

Welche Lehre ist nun die Richtige ?

Gruß Kurt R.