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Hallo Hans Peter und Geschwister
 
In 2. Samuel 24,13 muss David eine Plage aussuchen. Hunger, Verfolgung oder Pest. Er entscheidet sich für die siebenjährige Pest. In 1. Chronik 21,12 steht das selbe Text, ausser das es nicht sieben Jahre , sondern drei Jahren sind. Kannst du mir erklären warum?
 
Gottes Segen
Fulvio

 

Lieber Fulvio   18.10.05

jeder Wiedergeborne weiss, dass das Wort Gottes vollkommen ist, das heisst,  bis ins letzte i- Tüpfelchen inspiriert ist.  Was wir in Händen haben, zb.:  Elb 1905 oder Schlachter 2000 usw.,  sind Übersetzungen von Abschriften. Ich bin überzeugt, dass Gott Abschriftfehler und Übersetzungsfehler zugelassen hat, damit die Wiedergeborenen schneller erkennen, wer Wiedergeboren ist, und wer nicht.
Ich habe jetzt schon bald 30 Jahre Hauskreis bei mir zu Hause, und das war eine grosse Hilfe beim Erkennen von Eingeschlichenen Nichtwiedergeborenen.  Es zeigt sich immer am Umgang mit sogenannten Fehlern in der Bibel, ob der Geist Christi vorhanden ist oder nicht. Das siehst Du auch heute bei solchen, die meinen Gott gäbe heute noch Prophezeiungen.  (Typischerweise bei den Pfingstlern.)  Das zeigt nur das sie den Heiligen Geist nicht haben, und nach Wahrsagerei aus sind.  (Typischerweise alle Schleife und Geri und Lilo Keller Verführte.)

Ich rate Dir, mache es so wie ich, freue Dich, wenn Du solche "Ungereimtheiten" entdeckst, dass zeigt, dass die Übersetzer die Abschreibefehler nicht zurechtgebügelt haben.  Oder aber Gott gibt Dir im Verlauf Deiner Schriftstudien weitere Einsicht zu vemeindlichen Ungereimtheiten, denn das meiste was wir als "Fehler" entdecken, sind sowieso das Resultat unseres Unglaubens  resp. nicht Wissens.

In IHM
Hans Peter

Hallo HP   18.10.05

<<Ich bin überzeugt, dass Gott Abschriftfehler und Übersetzungsfehler zugelassen hat, damit die Wiedergeborenen schneller erkennen, wer Wiedergeboren ist, und wer nicht.<<

Könnte durchaus sein.
All diese "Abschreibefehler" und "Ungereimtheiten" betreffen ja Details wie Jahreszahlen oder Anzahl Personen. Und wenn nicht, können sie meist leicht aufgelöst werden...

Ich denke aber vielmehr, es gibt keine wirklichen Abschreibefehler. Und auch keine Übersetzungsfehler. Gott ist der HERR der Sprachen und kennt jede davon. Auch kann man alles Heilsnotwenige in allen Sprachen so darstellen, das es die biblische Wahrheit wiedergibt. Und wenn ein Afrikaner kein Wort für Schnee hat, dann kann man das dem Sinn nach übersetzten.
Und Gott hat ganz bewusst solche, für uns unlogische Sachen und scheinbare Fehler, in der Bibel eingearbeitet oder zugelassen, um uns, wie du sagtest, zu helfen.
Er hätte ja alles ganz einfach schreiben können. Dann wäre alles klar und wie Milch.
Aber nein! Einmal für den Grund wie du schreibst, aber sicher auch, das wir knobeln müssen, nachdenken, Hirnen, beten, beten, nochmals und Gnade und Verständnis bitten, und dann lernen wir Lektion, die wir sonst nicht lernen würden...
Und vielleicht haben wir keine Klarheit und können den Knoten nicht auflösen, ein Leben lang bis zu unserem Tode.
Und doch wissen wir, die Bibel ist Gottes Wort, WAHR, und vollkommen inspiriert! Und sie ist fehlerlos, da gibt es nichts rumzumukksen!

Gruss
Michael / CH^
 
Liebe Forumleser,
 
mit Interesse habe ich die Diskussion verfolgt. Ich möchte Folgendes zu bedenken geben. Bei den alttestamentlichen Schriften würde ich nicht zu schnell mit Abschreibefehlern kommen. Die Originaltexte sind ja in hebräisch abgefasst. Und die Schreiber beherrschten (und beherrschen) diese Sprache bis in unsere Zeit. Die jüdischen Gelehrten und Abschreiber waren sehr gewissenhaft.
 
Nach meiner Ansicht, ist der Grund für die unterschiedliche Anzahl Jahre anderswo zu suchen. Man sollte die Texte auf dem Hintergrund der hebräisch-jüdischen Denkweise betrachten. Wie ich in diesem Forum schon dargelegt habe, vermitteln gewisse Zahlen neben dem Zahlenwert auch eine geistliche Bedeutung. Siehe meine Forumbeiträge 2237 und 2241.
 
Die Anzahl Jahre in den zwei Berichten vermitteln - nach meiner Ansicht - bewusst je eine bestimmte Botschaft.
 
1. Chr. 21,12:
"Entweder drei Jahre Hungersnot oder drei Monate lang Niederlage vor deinen Bedrängern, wobei das Schwert deiner Feinde [dich] einholt, oder drei Tage das Schwert des HERRN und Pest im Land, und dass der Engel des HERRN Verderben bringt im ganzen Gebiet Israels! Und nun sieh zu, was für eine Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat."
 
2. Sam. 24,13:
"[...] Sollen dir sieben Jahre Hungersnot in dein Land kommen? Oder willst du drei Monate vor deinen Bedrängern fliehen, während sie dir nachjagen? Oder soll drei Tage lang Pest in deinem Land sein? Nun überlege und sieh zu, was für eine Antwort ich dem zurückbringen soll, der mich gesandt hat."
 
 
I. Das Ereignis wird sicher eintreffen
Der Bericht in 1. Chr. 21,12 betont die Ernsthaftigkeit und Gewissheit, dass das Ereignis eintritt. Es besteht kein Zweifel. So kündet Jesus sein Leiden in Jerusalem dreimal an. Jesus wird nach drei Tagen auferstehen (Mk. 8,21).
 
Es müssen auch nicht exakt drei Tage, drei Monate oder drei Jahre. Jesus war auch nicht exakt drei Tage im Grab, obwohl es in Mk. 8,21 heisst, er müsse nach drei Tagen auferstehen.
 
Schlussfolgerung
Die geistliche Botschaft der Zahl drei im Zusammenhang mit 1. Chr. 21,12 ist wahrscheinlich diese. Das Ereignis wird sicher eintreffen. Die Anzahl Zeitperioden wird ungefähr eingehalten.
 
 
Randbemerkung: 
Die Distanz von drei zu sieben ist zu gross. Man kann nicht sagen, sieben ist gleich drei. Deshalb siehe nächster Abschnitt.
 
 
II. Es soll nach Gottes Ratschluss geschehen
Die sieben Jahre im Bericht nach 2. Sam. 24,13 betonen Gottes Willen dahinter. Die Zahl sieben vermittelt die geistliche Botschaft: "Nach Gottes Weisheit, nach seinem Ratschluss."
 
So kündigte Gott sieben Jahre Hungersnot in Ägypten an (siehe 1. Mo. 41). So gab Gott das Volk Israel für sieben Jahre in die Hand Midians, weil es ungehorsam war (Ri. 6,1).
 
Nun stellt man fest, dass es gerade vor der Ankündigung der (möglichen) Hungersnot nach 2. Sam. 24,13 schon eine dreijährige Hungersnot gegeben hat im Lande:
 
2. Sam. 21,1:
"Und es war Hungersnot in den Tagen Davids drei Jahre, Jahr auf Jahr. Und David suchte das Angesicht Jehovas; und Jehova sprach: Es ist wegen Sauls und wegen des Bluthauses, weil er die Gibeoniter getötet hat."
 
Zählt man diese drei Jahre Hungersnot, plus ein mageres Zwischenjahr und die angekündigten drei Jahre zusammen, würden sich sieben Hungerjahre in Folge ergeben. David wird gefragt: Sollen dir sieben Jahre Hungersnot in dein Land kommen?
 
Schlussfolgerung
Die geistliche Botschaft der Zahl sieben im Zusammenhang mit den Hungerjahren ist diese. Die Hungerjahre würden nach dem Ratschluss Gottes geschehen. Zwei Verschulden waren Anlass dazu.
 
 
Soweit mein Verständnis zu diesen zwei Textstellen.
 
 
In IHM
 
Max B.  
 

 

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