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Hallo Hans Peter und Geschwister
 
im 2. Buch Mose steht ja, dass man kein Bildnis machen darf. Egal ob im Himmel auf und unter der Erde oder im Wasser. Aber warum hat denn Gott erlaubt das man Statuen von Cherubim machen durfte zum Beispiel im Tempel Salomons? Welche Seine Absicht?
 
Gottes Segen
Fulvio

 

Hallo Fulvio

<<Aber warum hat denn Gott erlaubt das man Statuen von Cherubim machen durfte zum Beispiel im Tempel Salomons<<

Nun, ich denke es geht darum, dass die Cherubim (soweit ich weiss) eben nur Engel sind und nicht Gott! Von Gott sollte man kein Bildnis machen, oder liege ich da falsch?

Gruss
Michael / CH
Lieber Fulvio,
 
deine Frage haben schon viele Menschen gestellt. Gerne versuche ich, eine Antwort zu geben. Beginnen möchte ich mit dem Gebot nach 2. Mose.
 
2. Mo. 20,4-5:
"Du sollst dir kein Götterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen."  
 
Der Fokus des Gebotes liegt nach meiner Ansicht nicht auf der Herstellung eines Bildes oder einer Statue. Das Gebot zielt darauf ab, wozu das Bild oder die Statue verwendet wird. Beziehungsweise, ob jemand verführt wird, etwas anderes als Gott anzubeten. Nun stellt sich die Frage, können die Cherubim dazu verleiten, das Gebot zu übertreten?
 
Standort der Cherubim
Die Cherubim auf der Bundeslade standen im Allerheiligsten. Nur der Hohepriester ist einmal im Jahr (an Yom Kippur) in das Allerheiligste hineingegangen.
 
Verführung zur Anbetung
Ausser dem Hohepriester hatte niemand Zugang zum Allerheiligsten. Also konnte die Statue keine Israeliten (ausser dem Hohepriester) zur Anbetung verleiten. Die Statue stellte somit keine Versuchung dar für die Israeliten.
 
Die Cherubim auf dem Vorhang
Auch der Vorhang mit den aufgestickten Cherubim war nicht einsehbar für das "Volk". Der Vorhang teilte das Allerheiligste vom Heiligen ab. Auch diese Darstellung hat "das Volk" nicht zur Anbetung der Cherubim verleiten können.
 
Soweit meine Gedanken.
 
Mit liebem Gruss
 
Max B.

 

Stiftshütte