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Hallo zusammen

Gebt mir bitte eine biblische Reaktion / Antwort auf folgenden Satz (Ist er falsch? Stützt ihn die Bibel? Widerspricht sie ihm?):

"Ich (Gläubiger) möchte nicht einfach so in meiner WG (mit gläubigen Mitbewohnern) leben, sondern ich möchte für diese Zeit eine Verheissung haben von Gott."

Dieser Ausspruch (in ähnlicher Form) habe ich auch in der Gemeinde, in die der Aussagende geht, schon mehr als einmal gehört. Etwa: Eine Verheissung haben auf xyz.

Danke!
Gruss
Michael / CH
Lieber Michael,
 
wieder eine Verständnisfrage: Wird da eine ganz spezielle Verheißung im Sinne einer Prophezeiung erwartet?
 
herzliche Grüße
 
Ulrich

 

Hallo Ulrich

Ähmm, puhh, das weiss ich jetzt nicht...

Ich habe diese Aussage einfach gehört und mir kam sie doch ein wenig komisch vor... Wusste / weiss aber nicht, wie man darauf antworten soll, wenn überhaupt...

Könnte man nicht einfach beide Fälle (mit und ohne Prophezeiung) anschauen?

Gruss

Michael / CH

 

Lieber Michael,
 
mir wird das zu spekulativ. Darum, keine weiter Äußerung.
 
herzliche Grüße
 
Ulrich

 

Lieber Michael,
 
ich denke, die bisherigen Antworten haben deine Frage noch nicht beantworten können.
 
Es ist mir sehr wohl bekannt, dass manche Christen die von Dir erwähnte Praxis ausüben. Sie sprechen jemandem einen Bibelvers, eine Verheissung oder eine "Prophetie" zu.
 
Aus meiner Sicht sollte man sich jedoch folgende Fragen stellen:
 
a. Motiv
Weshalb will ich eine Verheissung bekommen, bevor ich die Aufgabe in Angriff nehme?
Habe ich sonst Zweifel, die Aufgabe in Angriff zu nehmen?
 
b. Erwartung in die Verheissung
Erwarte ich irgendeine Wirkung von dieser Verheissung? Sei es Kraft, Motivation, Ausdauer?
Wir sollen uns dem HERRN anvertrauen, nicht einer Verheissung.
 
Meine Empfehlung
a. Zitieren von Bibelversen
Das Weitergeben von Bibelversen ist sehr verbreitet. Ich erinnere nur an Eheeinsegnungen, Konfirmationen, Geburtstagswünsche. Wenn sich jemand in einer schwierigen Situation befindet oder krank ist, dann ist der Zuspruch eines Bibelwortes oft der einzig möglich Zuspruch.
 
Aber es gibt einen Aspekt, den es aus meiner Sicht zu bachten gibt. Die Bibelverse können auch einen "magischen" Aspekt bekommen. Man klammert sich sozusagen an die Zusage. Und begibt sich nicht unter den Schirm des Höchsten. Aus diesem Grund finde ich auch das "Ziehen" von Kärtchen mit der "Jahreslosung" zum Jahresbeginn problematisch. Oft hört man folgenden Kommentar im Verlaufe des Jahres: "Dies oder das ist mir widerfahren, genau wie es die Jahreslosung vorausgesagt hat."
 
b. "Prophetische" Zusagen
Darunter verstehe ich Zusagen, die keine Bibelverse zitieren. Es sind Verheissungen, Aussprüche oder Hinweise in die laufende Situation oder die Zukunft eines Menschen hinein. Oft werden diese Aussagen im Namen Jesu oder des Herrn ausgesprochen. Diese Praxis birgt Gefahren: Wie oft irrt sich der Mensch, der solche "prophetischen" Aussagen macht. Die gutgemeinte Aussage kann den Adressaten bis in die Verzweiflung treiben. Ich rate deshalb von dieser Praxis ab. 
  
In IHM
 
Max B.
 
Lieber Max

Als ich mich vor einiger Zeit mit den Losungen und Zinzendorf und Herrenhutter Brüdergemeine beschäftigen musste, da hat es mich unglaublich berührt wie solche Dinge unbesehen in den christlichen Buchhandel kommen können. Man kann fast der Meinung sein, Zinsendorf bestehe aus 2 Menschen.

Ich war vor 4? Jahren in einem Chrischona Hauskreis und habe gehört, wie da auf eindeutig okkulte Art und Weise die Mitglieder mit diesen "Losungen"  versehen werden und die lieben Geschwister dann ein ganzes Jahr daran auf ungute Art gebunden sind.
Ich will nicht sagen, dass man sich von den Losungen lossagen muss, wegwerfen tut es auch. Ich erachte die Art und weise wie die Losungen erstellt werden, derart schlimm, dass hier der  biblische Text eigentlich gar nicht mehr biblischer Text ist, sondern Schamanismus, was übrigens bei der Herrenhutter Brüdergemeinde Tradition hat.

In IHM
Hans Peter

Lieber Hans Peter,
 
selber habe ich kein Losungsbüchlein. Ganz bewusst nicht. Ich möchte einen Vers stets im ganzen Kontext lesen. 
 
Ich weiss aber, dass viele Christen das "Losungsbüchlein der Brüdergemeine" täglich benutzen. Auch meine nächsten Angehörigen. Dies ohne Erwartung an eine "magische" Kraft der Verse. Sie nehmen oft den Vers als Anlass zum Gebet. Oft wird auch der entsprechende Bibelabschnitt nachgeschlagen. 
 
Deshalb werden viele Forumleser bestürzt sein über deinen Kommentar.
 
Die Gefahr der "magischen" Erwartungshaltung an zugesprochene Verse habe ich oben dargelegt. 
 
Nun meine Frage:
Könntest Du etwas ausführen, weshalb Du das harte Urteil "Schamanismus" brauchst? Wenn ich frage, etwas ausführen, dann denke ich an folgende Punkte:
 
- nach welchem Prozedere werden die Verse für ein Jahr ausgelesen?
- wer ist daran beteiligt?
- was sind die bedenklichen Punkte nach deiner Sicht?
 
Mir ist es ein Anliegen, dass wir im Forum darlegen, weshalb etwas Gefahren birgt.
 
Mit liebem Gruss
 
Max B.
 

 

Aufatmen

Lieber Max

Ich muss gleich weg aber lies mal den Link bis ich mehr hochladen kann.

In IHM
Hans Peter

Ps.
  Die Losungen sind natürlich viel schlimmer wie Horoskope und Kartenlegen, weil man hier direkt die Bibel okkult missbraucht. Man merkt das ja direkt den Geschwistern an die sich mich solchen Zeugs verunreinigt haben. Wenn man verunreinigt ist muss man sich reineigen. Reinigen heisst einfach in dem Falle: werft das vorwitzige Zeugs weg!
 

 

Liebe Forumbesucher,
 
habe mich selber informiert darüber, wie die Losungen eines Jahrganges zustande kommen:
 
Zitat:
"Die Entstehung eines Jahrgangs folgt einem strengen Ritual. Einmal im Jahr treffen sich im historischen Sitzungssaal des Herrnhuter Vogtshofes, dem Sitz des Direktoriums, ausgewählte Mitglieder der Gemeine. Auf dem Tisch steht eine Silberschale mit etwa 1.100 nummerierten Kärtchen. Jeder Nummer ist ein Bibelspruch aus dem Alten Testament zugeordnet. Für jeden Tag des übernächsten Jahres wird eine Nummer und damit eine Losung gezogen. In weiteren Schritten werden den gelosten Versen die beiden anderen Texte zugeordnet." (Ende Zitat).
 
 
Der Vers aus dem alten Testament ist die Losung des Tages. Dazu wird ein Lehrtext aus dem neuen Testament ausgesucht. Dieser Lehrtext liefert in der Regel den Vers aus dem neuen Testament.
 
Was Zinzendorf gedacht oder gelehrt hat, ist nach meiner Ansicht in diesem Zusammenhang nicht wichtig. Es werden ja nicht Zinzendorfs Lehrsätze als Losungen gezogen. Es werden Bibelverse "gezogen". 
 
Zu bewerten ist das Prinzip. Man zieht eine "Losnummer" für jeden Tag des Jahres. Jeder und jede mag sich nun selbst ein Urteil bilden. 
 
Damit sind meine obigen Fragen beantwortet.
 
In IHM
 
Max B.
 
 

 

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