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hallo
 
ich bin grad im internet auf der suche danach was in der bibel drüber steht, wie christen
sich bezüglich beziehungen verhalten sollten und bin auf diese seite gestoßen.
ich hab jetzt nich die ganze gelesen, hab einfach eine frage:
sollte eine christin keinen nicht-christen als freund haben?
ich denk ja schon dass es vielleicht besser wär, aber steht dazu konkret was in der
bibel? bibelstellen, die wirklich sagen, he das ist gegen gottes willen? oder ist das mehr
so nach dem motto "ist halt besser für dich wenn er auch christ ist"?
 
würde mich freuen über eine antwort
liebe grüße
debora

 

Lieber Debora

Hast Du da schon etwas gelesen:  Mann und Frau
 

hallo hans peter
 
ich habe nun die beiträge zum thema beziehung gelesen.
sie sind ja durchaus gut, allerdings ist es immer nur voraussetzung
dass der partner christ ist und wird daher nicht mit
bibelstellen belegt.
ich habe also bis jetzt immer noch keine bibelstelle, in der
gott das eindeutigt sagt. meinen sie das geht eben so aus
dem gesammtzusammenhang der bibel hervor oder gibt es
dazu auch stellen?
 
liebe grüße
debora

 

Hallo Debora,  4.11.05
 
"Seid nicht in einem ungleichen Joche mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? oder welche Gemeinschaft Licht mir Finsternis und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?" 2.Kor.6,14+15
 
Die Beziehung zwischen Mann und Frau wird in der Bibel auch mit der Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde verglichen. Christus fordert uns auf sein Joch aufzunehmen und von ihm zu lernen. "Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen;" Matt 11,29
 
Eine Jochgemeinschaft ist genauso fest und, wenn wir sie auf Christus und uns beziehen, genauso unauflöslich wie eine Ehe. Es gibt wohl kaum ein anderes Bild, bei dem zwei so in eine gemeinsame Richtung gehen müssen wie das Joch. Wer als Gläubiger in eine Beziehung mit einem Ungläubigen geht, der begibt sich in die Position eines Ungläubigen, eines Feindes Gottes. Das kann auch gar nicht anders sein, denn der Ungläubige kann nicht in die Position eines Gerechten kommen, er werde denn gläubig. Jakobus drückt das ganz treffend aus, wenn er sagt: "Ihr Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, dass die Freundschaft der Welt Feindschaft wider Gott ist? Wer nun irgend ein Freund der Welt sein will, stellt sich selbst als Feind Gottes dar." Jak. 4,4
 
Auf solche Warnungen kommt dann häufig folgendes Totschlagargument: "Vielleicht will der Herr meine(n) Freund(in) durch mich retten". Häufig wird dann noch damit argumentiert, dass Paulus allen alles wurde. Paulus führt in 1.Kor.9 tatsächlich viele Beispiele an, er sagt aber nicht, dass er den Feinden Gottes ein Feind Gottes wurde. Es ist ganz eindeutig, dass auf einer solchen Beziehung kein Segen ruht und die meisten, die eine solche Beziehung eingegangen sind, sich mit vielen Schmerzen durchbohrt haben. Die wenigen vermeintlich positiven Ausgänge verblassen völlig vor der unübersehbaren Anzahl von Katastrophen. Es gibt keinen Segen, ja nicht einmal den Hinweis das Gott für einen solchen Weg des Ungehorsams und Eigenwillens irgendeine Zusage zur Errettung des Ungläubigen machen würde.
 
liebe Grüße

Ulrich

Hallo Debora   4.11.05

Ich sehe es genauso wie Ulrich.

Was ist, wenn du einen ungläubigen Mann heiraten würdest und es wäre der reinste Horror für dich und ev auch für gemeinsame Kinder? Laut der Bibel kannst du dich dann nicht einfach "kurzerhand" scheiden lassen und dann einen allfällig besseren (christlichen) Mann heiraten!

Dann ist dies ausgeträumt. Dann ist dein Leben an diesen Menschen gebunden! So manövriert man sich in eine Sackgasse. Dies kann auch bei christlichen Ehepaaren geschehen, dass es nicht funktioniert oder sehr schwierig ist, aber auch dann ist die Frau an den Mann gebunden (und umgekehrt übrigens auch).

Klar kann sich dann die Frau weltlich scheiden lassen und wieder heiraten und sich damit über die Bibel hinwegsetzen. Aber, bringt das Erfüllung? Klar kann man dann weltlich gesehen wieder glücklich werden...

Ganz wichtig finde ich auch folgendes: Wie verhält sich ein ungläubiger Mann, wenn er eine gläubige Frau kennen lernt (der Mann weiss noch nicht dass sie gläubig ist)? Wie verhält sich der ungläubige Mann, wenn er von der Frau erfährt, dass sie einen wiedergeborene Christin ist? Verändert sich was im Leben des Mannes? Macht er Sachen, die er zuvor nicht getan hat?

So gab es Fälle, bei der ein ungläubiger Mann eine gläubige Frau kennen lernt und dann auch in die Gemeinde, in die die Frau geht, geht. Und an den Anlässen teilnimmt und sich "fromm" gibt. Wenn er dann die Frau für sich hat (nach der Heirat), gab es für die Frau dann ein böses Erwachen.

Da dann der Mann nicht mehr in die Versammlung geht und sein wahrer Glauben zeigt. Der Mann hat nun das was er will, nämlich seine Angebetete. Doch dann ist es für die Frau schon zu spät...!

Auch sehe ich keine geistliche Gemeinschaft der Eheleute. Das kann gar nicht gehen. Ein ungläubiger Mann begreift nicht, wie und warum die gläubige Frau so oder so denkt, lebt und fühlt! Alles Geistliche muss deshalb ausserhalb der Ehe laufen, mindestens so lange bis ev. Kinder gläubig werden, was Jahre wenn nicht Jahrzehnte dauern kann...

Auch kommt dann die Frau automatisch immer in den Klinsch:

Auf der einen Seite will sie die Kinder bewusst im Glauben schulen und auch bewusst nach Gottes Grundsätzen und Willen erziehen, auf der anderen Seite will der Mann das vielleicht nicht und verbietet es ihr.

Und eine wirklich gläubige Frau weiss, das der Mann das Haupt ist. Und dann kommt die Frage: Wie gehe ich vor? Der Wille Gottes steht über dem Haupt der Frau, aber wie weit geht das? Eine schwierige Frage!

Es gibt sicher noch viele weitere ähnliche Fälle, wo der Mann das letzte Wort hat und die Frau (durch den Glauben) eine andere Ansicht und ein anderes Ziel hat...

Gruss

Michael / CH