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XY schrieb u.a.:
 
>>>So "Calvinistisch" kann demnach ein Whitefield oder Spurgeon nicht

gewesen sein, wenn sie sich so viel Mühe machten, Ungläubigen das Evangelium

zu verkündigen. Wenn sie an die Erwählung in letzter Konsequenz glaubten,

warum haben sie die Errettung der Seelen nicht ganz Gott überlassen und

lieber die Beine hochgelegt statt zu predigen ?<<< 

in der besagten Predigt über Prädestination (Du weißt von wem) in der Gemeinde die wir anschließend fluchtartig verlassen haben, kam zu diesem Punkt folgendes, wahrscheinlich weitverbreitetes Argument (der Satz klingt mir noch im Ohr!):
 
"Wir müssen das Evangelium verkündigen, WEIL WIR NICHT WISSEN WER DIE ERWÄHLTEN SIND."

 Die Vertreter der Prädestination sind nicht so ungeschickt, der Bibel offen zu widersprechen und zu sagen, man müsse überhaupt nicht evangelisieren, weil Gott seine Erwählten "schon irgendwie rettet".

 (Obwohl der Grundgedanke, daß es Menschen gibt, die dem Evangelium nicht glauben DÜRFEN, weil sie nicht erwählt sind, der Bibel völlig fremd ist!!!)

 Man muß sich aber auch vor Augen halten, was bei "gewöhnlichen" Gemeindemitgliedern damit bewirkt wird: Ich glaube, daß sie im Hinterkopf oft genau die von XY beschriebene Insch' Allah-Haltung entwickeln.

 Martin/gmx

 

Lieber  Martin

ich weiss von solchen "Evangelisten" die, wenn sie den meist zitierten Bibelvers immer auf Jesuitenlügentum umschalteten und im Hinter- kopf blau denken:

  • Joh 3,16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, (Die von Ihm auserwählt worden sind) der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.

    Dieses "Denken" kommt direkt aus dem Geiste Satans. Ich bin immer mehr überzeugt, dass es einfach christianisierte Lohnpriester gibt,  wie eh und je, die von mir aus um die ganze Welt düsen. Jeder der Busse tun will und der Gott aufrichtig sucht, wird von Gott gefunden und zum Kreuze geführt, mit oder  ohne solch selbsternannten  "Evangelisten".  Gott braucht keinen von diesen Herren.

  • Gruss Hans Peter

       Evangelium   contra   Calvinismus

     

    >So "Calvinistisch" kann demnach ein Whitefield oder Spurgeon nicht gewesen sein, wenn sie sich so viel Mühe machten, Ungläubigen das Evangelium zu verkündigen. >Wenn sie an die Erwählung in letzter Konsequenz glaubten, warum haben sie die Errettung der Seelen nicht ganz Gott überlassen und lieber die Beine hochgelegt statt >zu predigen

    IMHO:
    Weil Spurgeon und Whitfield, wenn sie denn wiedergeboren waren, den Geist Gottes in sich hatten und von daher noch einen Restfunken der echten Liebe Gottes zu den Verlorenen hatten, auch wenn der Calvinismus vieles bei den beiden kaputt gemacht hat, weil dieser Gott eben ja nicht alle Menschen liebt (die Nicht-Erwählten, so MacArthur, ja nur in dem Ausmass, dass er zwar nicht ihr ewiges Heil will, sie aber ein paar Jahre auf der Erde leben lässt, bevor er sie verdammt: frei aus: "Die Liebe Gottes", John MacArthur). Die beiden waren dann humaner als ihre Vorstellungen über Gott es eigentlich hätten zulassen müssen.
    Evangelisation zum Aufstöbern und automatischen Aufscheuchen derer, die zum Heil vorherbestimmt waren (effectual call) und den anderen Menschen Christus nur zum Schein Vorgaukeln (general call), hielten die beiden wohl selbst nur für theoretisch denkbar, da sie der falschen Tulip-Lehre geglaubt hatten, aber in der Praxis für zu absurd. Im optimalen Fall war der Calvinismus bei den beiden nur unreflektiert nachgeredetes Kopfwissen, so wie es heute ja auch oft der Fall ist (ich spreche nicht von den Tätern).
     

    Im Negativfall hatten sie vielleicht ein gewisses Wohlgefallen, das magische Abracadabra für die Zwangsbekehrungen der Erwählten vorzusprechen ("effectual call" oder "Zwangsglaube auf Befehl"), um die Puppen auf ihr Kommando hin tanzen lassen zu können. Im Katholizismus können ja die Zaubermeister am Altar sogar Christus per Kommando vom Himmel herab in die Hostie schicken. Also im Negativfall war es die vermeintliche Arroganz der Zaubermeister der Tulip- Magie.

    Peter
     

    P.S.  Konsequenter und als Calvinist ehrlicher ist da wenigstens Jay Adams, der klar sagt, man darf ungläubigen Menschen nie sagen: "Jesus starb für dich", weil man nicht wissen kann, ob die Person von Gott erwählt worden ist:

    Paul could and did honestly say to everyone he met, "Christ died for you." In complete contrast, a book on biblical counseling that we have long recommended to readers declares, "As a reformed Christian, the writer [author] believes that counselors must not tell any unsaved counselee that Christ died for him, for they cannot say that. No man knows except Christ himself who are his elect for whom he died" (emphasis added).
    Zitat aus: Jay E. Adams, Competent to Counsel (Grand Rapids, MI: Baker Book House, 1970), 70.


    Dave Hunt: "What love ist this",S.31
    Übersetzung: Paulus konnte und sagte tatsächlich jedem aufrichtig, den er traf: "Christus starb für Dich". Völlig im Gegensatz dazu erklärt ein Buch über Biblische Beratung, das wir lange an Leser empfohlen haben, "Als ein reformierter Christ, glaubt der Schreiber (Autor), dass Berater nicht irgendeinem unerlösten Klienten sagen dürfen, dass Christus für ihn gestorben ist, denn das können sie nicht sagen. Kein Mensch weiß, außer Christus selbst, wer seine Erwählten sind, für die er starb"
    von Peter
     

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