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Hallo HP

 das habe ich heute bei www.Bluewin.ch  gesehen, was sagst Du dazu?
Gruss
 

Hans Peter auch aus Frauenfeld
 

 

 
 

freigegeben. Aus den Fundgegenständen können wertvolle Erkenntnisse zu den Umständen früherer Alpenüberquerungen gezogen werden.

Der Gletscherschwund hat im Berner Oberland fast 5000 Jahre alte Kleiderresten und Gegenstände ans Licht gebracht. Die zahlreichen Fundstücke liefern den Archäologen wertvolle Hinweise zur früheren Überquerung der Alpen, wie der Kanton Bern bekannt gab.

In den letzten Jahrzehnten und vor allem seit dem heissen Sommer 2003 haben sich die Gletscher im Berner Oberland deutlich zurückgezogen. Stark geschmolzen ist auch ein namenloses Eisfeld zwischen dem grossen Hauptgletscher des Wildhorns und dem Schnidejoch. Vor zwei Jahren fanden Wanderer am Rande des Eises Köcherfragmente aus Birkenrinde. Die Datierung mittels Radiokarbonmethode ergab das erstaunliche Alter von fast 5000 Jahren.

Daraufhin suchte der archäologische Dienst das Gebiet genauer ab und fand zahlreiche Gegenstände sowohl aus prähistorischer als auch aus frühgeschichtlicher Zeit. Die Eisfunde sind laut Mitteilung einzigartig, weil sie ein neues Licht auf die kulturgeschichtliche Entwicklung der Alpen werfen. Es zeige, dass die Menschen den längst vergessenen Passübergang am Schnidejoch vom Berner Oberland ins Wallis in klimatisch günstigen Zeiten rege nutzten.

DNA-Analysen von Hautresten

Zahlreiche gefundene Überreste von Kleidern und Ausrüstungsgegenständen stammen aus der Zeit vom dritten Jahrtausend vor Christus bis 1759 vor Christus. Damals lagen die Sommertemperaturen vermutlich 0,5 bis maximal zwei Grad höher als heute. Lederfunde ermöglichen laut Mitteilung neue Erkenntnisse über die vorgeschichtliche Gerbtechnik. Mehrere Fragmente stammen von prähistorischen Schuhen, die offenbar unterwegs kaputt gingen oder verloren wurden. Die erhaltenen Ösen und Lederriemchen ermöglichen die Rekonstruktion eines steinzeitlichen Schuhs. In den Falten eines Hosenbeins fanden die Restauratoren Partikel, bei denen es sich um menschliche Haut handeln könnte. Diese sollen jetzt mittels DNA-Analyse genauer untersucht werden.

Weitere Funde stammen aus der römischen Epoche von 15 vor bis 400 nach Christus. So wurde ein etwa fünf Zentimeter breites Fragment eines Gürtels aus weisser Schafwolle gefunden. Der Gürtel gehörte gemäss dem archäologischen Dienst wahrscheinlich zu einer römischen Tunika. Die Qualität der Wolle entspreche der heutigen Wolle der Merino-Schafe. Zudem fanden die Archäologen eine römische Fibel aus dem ausgehenden ersten oder frühen zweiten Jahrhundert nach Christus. Ob die zahlreichen römischen Schuhnägel von Soldaten oder von zivilen Säumern hinterlassen wurden, ist noch unklar.

Nach einer kurzen Kältephase folgte im Mittelalter wieder ein stabileres, milderes Klima. Aus dieser Zeit stammt der ins 14. oder 15. Jahrhundert datierte Teil eines mittelalterlichen Schuhs. Ab dem 16. Jahrhundert schloss der Gletschervorstoss der «Kleinen Eiszeit» den Passübergang am Schnidejoch erneut. (sbm/ap)
 



 

Lieber Hans Peter 1

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Hans Peter 2