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Bibeln vor Luther
 
 
 
 
 

 


Weil viele nicht wissen, daß schon lange vor Luther die Bibel in die deutsche Sprache übersetzt war hier ein Beispiel.

 
Die deutschsprachige Volltextbibel ist schon vor 1450 erhältlich,  man kann sie im Original ansehen.
Durch einen Übersetzungsfehler wird Mose mit Hörnern abgebildet.
 
Dieses Werk ist referenzierbar/verlinkbar unter der dauerhaften
URL https://digi.ub.uni-heidelberg.de/cpg23
Digitale Volltext-Präsentation

in der Universitätsbibliothek Heidelberg:

5-bändige Bibel (AT und NT) 1441-1449
 
Bücher Mose, Josua, Richter (Cod. Pal. germ. 19)
Bücher der Könige, Paralipomenon I und II (Cod. Pal. germ. 20 )
Bücher Esra, Nehemia, Tobias, Judith, Esther, Hiob, Psalter, Parabole, Ecclesiastes, Cantica, Sapientia, Ecclesiasticus (Cod. Pal. germ. 21)
Jesaia, Jeremia, Baruch, Hesekiel, Daniel, 12 kleine Propheten (Cod. Pal. germ. 22)
Neues Testament (Cod. Pal. germ. 23)
 
Mose wird mit Hörnern auf den Kopf abgebildet
Dies geht auf einen Übersetzungsfehler des Hieronymus zurück, der die Bibel zu Beginn des 5. Jahrhunderts ins Lateinische übertrug: Nach der Rückkehr des Mose vom Berg Sinai wird sein von der Gegenwart Gottes erleuchtetes Antlitz mit dem hebräischen „qeren“ beschrieben (Ex. 34,29). Das hebräische Wort kann aber neben „strahlend“ oder „glänzend“ auch „gehörnt“ meinen. Hieronymus übernahm für seine Vulgata letztere Bedeutung des Wortes und übersetzte es ins Lateinische als „cornuta“. Im 11. Jahrhundert erscheint Moses - zuerst in angelsächsischen Quellen, später dann in ganz Westeuropa - auch in Illustrationen mit Hörnern auf dem Kopf.
 
Kurt R.