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Auf Grund eines privaten Mailwechsels, lege bezüglich der Frage, ob Christus sündigen konnte, einige Forum Nummern, wo diese Frage bereits bereits besprochen wurde, nochmals auf. Da Christus durch den Heiligen Geist in der Jungfrau  Maria gezeugt wurde und er der gepriesen Gott in Ewigkeit ist und das Heilige genannt wird, sollte es für jeden wiedergeborenen Christen eigentlich klar  sein,  dass ER nicht sündigen konnte!

und wie es Kurt R treffend angeführt hat;

==> Lieber HP
Jesus hatte kein Begehren zum Sündigen.
Jak 1,14 Ein jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust fortgezogen und gelockt wird.
 
Konnte Christus sündigen?

https:///forum/frage239.htm

https:///themen/suendloe.htm

https:///forum/frage842.htm

https:///RapoldHans/Heilssi.htm

Hans Peter Wepf

Wir haben schon häufiger darauf hingewiesen, dass Christus keine Sünde kannte, keine Sünde tat und Sünde nicht in IHM war. Drei Aussagen durch drei Männer, die redeten getrieben vom Heiligen Geist. Nun könnte man natürlich behaupten, dass Adam in seinem unschuldigen Zustand ebenfalls davon gekennzeichnet gewesen sei. Das wäre sicherlich nur sehr schwer und mit vielen Haarspalterein wegzudiskutieren. 

Die wichtigste Unterschiede zwischen dem ersten und dem zweiten Adam scheinen darum nicht in diesen drei Faktoren zu liegen, obwohl ich sie persönlich immer als völlig ausreichend betrachtet habe. Erst solche Fragestellungen wie die jetzige haben mich überhaupt auf die Idee gebracht die Tatsache, dass der HERR nicht sündigen konnte, weiter zu untermauern. Um allen Widersprechenden sofort den Wind aus den Segeln zu nehmen. Ich war schon vorher davon überzeugt dass der HERR nicht sündigen konnte, dafür habe ich Belege gesucht. Es handelt sich hier nicht um unvoreingenommene Gedanken, die mit einem "ergebnisoffenen" Prozess begannen. Das Ergebnis, Christus kann nicht sündigen stand von vorneherein fest.

 Adam war unschuldig im Paradies und konnte sündigen, konnte ungehorsam sein. Als Unschuldiger konnte Adam alle seine Nachkommen zu Schuldigen machen. Adam hat über alle seine Nachkommen Tod und Fluch gebracht.

 Christus, der letzte Adam, der zweite Mensch, kommt als Gerechter. Der Gerechte kann nicht sündigen, der Gerechte kann nicht ungehorsam sein, der Gerechte kann seine Nachkommen nicht zu Ungerechten machen, der Gerechte kann nur Leben und Unverweslichkeit hervorbringen. Wenn in dieser Kette des Gerechten ein Glied brechen könnte, dann wäre der Beweis erbracht, dass der Gerechte gar kein Gerechter ist. Dann wäre unser Glaube eitel, dann wären wir die elendsten von allen Menschen.

 Wer behauptet Christus hätte sündigen können, der muss fast zwangsweise auch daran Glauben das ein Gläubiger wieder verloren gehen kann, oder er vertritt die Allversöhnungslehre. Das diese bösen Dinge in letzter Zeit vermehrt hervortreten liegt an zwei Strömungen unter bibelgläubigen Menschen, wobei beides zum gleichen Ergebnis führt. Auf der einen Seite haben wir die so genannte Hermeneutik der Demut. Sie bezeichnet Gott als Quelle des Lichts und der Finsternis, als Quelle des Guten und des Bösen. Auf der anderen, viel gefährlicheren Seite haben wir den wiederstarkenden Calvinismus. Als ich kürzlich gelesen habe, dass alle herausragenden Theologen von Augustinus bis Barth daran glaubten, da war ich unendlich dankbar, dass ich keine Theologe bin. Eigentlich fasst Hermeneutik der Demut nur zusammen, was die Calvinisten glauben. Das Problem liegt einfach darin, dass viele Calvinisten die Hermeneutik der Demut ablehnen.

 Es ist schon ziemlich verwirrend, was da alles auf die Gläubigen einströmt und wodurch unbefestigte erschüttert werden. Man muss jedem immer wieder sagen: Lies Römer 5 ab Vers 12 und arbeite heraus, was bei Christus gegenüber Adam alles "viel mehr", "überströmend", "überschwenglich" usw. ist, dann erkennst du, dass jede vordergründige Gleichheit zwischen Christus und Adam auch einen hintergründigen unüberbrückbaren Gegensatz beinhaltet.

 Einer dieser unüberbrückbaren Gegensätze zwischen Adam und Christus ist halt, dass Adam sehr wohl sündigen konnte, den Beweis hat er ja eindrucksvoll angetreten, Christus hat aber ebenso eindrucksvoll den Beweis davon angetreten dass er nicht sündigen konnte.

 Es gibt einige, die behaupten der HERR hätte sündigen können, er hat es nur nicht getan. Diese Argument kommt mir, entschuldigt den Ausdruck, genauso dumm vor wie der Beweis das Gott nicht allmächtig ist. Das geht so: Gott kann alles, darum kann er auch alles tragen. Weil Gott alles tragen kann, ist der Beweis erbracht, dass Gott nichts schaffen kann was er nicht tragen kann. Weil Gott nichts schaffen kann was er nicht tragen kann ist beweisen, dass Gott nicht allmächtig ist.

 Ich wünsche denjenigen die über Christus und die Sünde nachdenken eine gesegnet Zeit unter Leistung des Geistes Gottes

 herzliche Grüße

 Ulrich   

Lieber Hans Peter, lieber Ulrich,

wie versteht ihr in diesem Zusammenhang Hebr. 2,18?

denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.

Inwiefern hat der Herr gelitten, als er versucht wurde?

Martin/gmx.de

 

Lieber Martin/gmx.de

Ich bin überzeugt,  dass die Versuchung des Heiligen für den Heiligen absolut schrecklich  war, weil er ohne Sünde, ohne versuchbare Lust, wie wir sie haben, war.  Wir können Freude an der Sündenlust  haben,  für IHN, der immer in der vollkommen Gemeinschaft mit dem Vater ist,  war das das furchtbarste,  das man sich vorstellen kann.  Steigerungsfähig war das Schreckliche allerdings doch noch, als Er, der reine heilige fleckenlose sündlose "zur Sünde" gemacht wurde, also wie wenn ER der Verursacher der Sünde,  ja das Prinzip Sünde selbst gewesen  wäre. Nur durch das erdulden dieses absolut  schrecklichsten Gerichtes von Seiten Gottes konnte die Versöhnung  und die Vergebung mit dem Resultat Erlösung für die Busswilligen geschaffen werden. Wenn der Herr Jesus Christus hätte sündigen können, hätte Gott Ihn und sein Opfertod verwerfen müssen, und das ist die Lehre Satans schlechthin. Es ist einfach eine der furchtbarsten Irrlehren der unheiligen Theologie.

in IHM
Hans Peter

Lieber Martin/gmx.de
 
wir dürfen Hebr. 2,18, genau wie andere Stellen, nie für sich alleine betrachten. Als ergänzende oder erklärende Stelle hilft hier sicherlich Hebr. 4,15 "denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde".
 
Aus dieser Stelle lernen wir mache wichtigen Dinge zum Verständnis von anderen Stellen, auf der anderen Seite benötigen wir natürlich auch andere Stellen um diese richtig beurteilen zu können. Ich will mich aber jetzt auf diese Stelle konzentrieren, kann natürlich das Wissen um andere Stellen dabei nicht einfach ignorieren.
 
Zunächst einmal lerne ich hier, das es einen Unterschied gibt Schwachheiten und Sünden. Schwachheiten stehen in Zusammenhang damit, dass unser Körper Teil der Schöpfung ist. Schwachheiten sind z.B.  Müdigkeit, Hunger, Durst, Trauer und Traurigkeit. Alles Dinge also, die damit in Verbindung stehen, dass wir die Erlösung unseres Leibes, die Offenbarwerdung der Söhne Gottes (Rö. 8,19) noch bevorsteht. Schwachheit ist eindeutig keine Sünde, in dieser und anderen Stellen wird das eindeutig unterschieden. Darum geht es in Hebr. 2,18 gar nicht um Sünde. Der Herr hat die Schwachheiten erduldet, darum hat er dafür völliges Verständnis und er hilft uns darin, denn er weis, dass für uns die Schwachheiten Anlaß zur Sünde sein können, er kann uns aber darin helfen und bewahren, gerade weil für ihn die Schwachheiten kein Anlaß zur Sünde waren. Darin besteht gerade der große Unterschied zwischen unserem Herrn und uns. Wenn wir nicht bei dem Herrn sind, dann führt bei uns Schwachheit sehr häufig doch zur Sünde. Wir sind dann vielleicht sogar geneigt das zu entschuldigen, der Herr zeigt uns aber, dass man die Schwachheiten aushalten kann und darin gerade nicht sündigen muss.
 
Ein eindrucksvolles Beispiel ist sicherlich der mit Essig und Galle getränkte Schwamm, der dem Herrn in Matt 27,34 angeboten wird. Der Herr lehnt dieses Betäubungsmittel ab. Wir hätten vielleicht Verständnis dafür, dass jemand das genommen hätte. Der Herr wollte nicht. Wenn er genommen hätte, dann hätte Satan daraus natürlich die richtige Story gemacht. Wie häufig nehmen heute auch Christen Mittel, die zwar helfen die Situation zu ertragen, tatsächlich aber nicht helfen. Die Alternative ist eindeutig, dass der HERR hilft. Er kennt unsere Schwachheiten. Wenn wir allerdings zu Betäubungsmitteln und Drogen flüchten, dann ist das Sünde. Dann kann der HERR nur noch helfen wenn vorher Buße erfolgt.
 
Ich bin dem HERRN persönlich dankbar, dass ich in meinem Leben noch keine Psychopharmaka oder ähnliches gebraucht habe. Ich bin mir gar nicht so sicher, wie ich da reagiert hätte. Trotzdem habe ich manchmal den Eindruck, dass bei der Nutzung dieser Mittel aus Schwachheit Sünde hervorkommt und der HERR dann gerade nicht mehr helfen kann, weil man nicht bereit ist Buße zu tun sondern zu immer neuen Mitteln Zuflucht nimmt. Es fällt mir schwer das auf konkrete Fälle anzuwenden, aber manchmal hatte ich schon den Eindruck es tun zu müssen. Wenn ich es dann konsequent getan habe, dann hat es dem Betreffenden nie geschadet.
 
Hebr. 2,18 sagt nur aus, dass der HERR durch Schwachheiten versucht wurde. Bei uns führen diese häufig zur Sünde, bei dem HERRN konnten sie nicht zur Sünde führen, darum kann der HERR uns in den Schwachheiten auch völlig helfen, nämlich so, dass wir in den Schwachheiten nicht fallen. Wir müssen nicht sündigen. Wenn es geschieht ist es umso trauriger.
 
Versuchung des HERRN betraf immer Schwachheiten, führte aber bei IHM nie zur Sünde, weil das nie das Ergebnis sein konnte.
 
herzliche Grüße
 
Ulrich

 

Die Gabe Gottes   27.10.05
Jesus Christus ist nicht nur Mensch und Gott, sondern auch das Lamm Gottes.
 
Gott opferte sein Lamm Gottes.
 
Als Gabe Gottes konnte er nicht sündigen, weil Gott nichts Sündiges gibt.
Jesus Christus gab sich selber hin als die Gabe Gottes.
 
Kurt R.
 
 
 
Joh 3,16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.
Joh 1,29 Des andern Tages sieht Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt !
Hebr 9,28 also ist auch Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Sünden; zum andermal wird er ohne Sünde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.
 

 

Lieber, (e)

Das sind nun die beiden neuen Online Foren:
è
https://www.bbkr.ch/forum/forum.php/Bibelkreisforum/
è https:///inchristo/ 

 die Ich noch in Unterkategorien und unter Foren unterlegen möchte. Vorschläge werden gerne angenommen.

in IHM
Hans Peter

PS.: Ich schreibe nun alle meine Beiträge in Word, sichere die in einem Ordner auf meinem PC und lege sie erst dann in die Foren. Ich werde mich erkundigen wie man in den phpbb Foren ein Backup erstellt…