Frage2716   Home      
 
Download dieses Frame mit rechter Maustaste:===>
2716  Selbstmord

Forumfrage: Forumantwort:

 

Hallo Hans-Peter  28.02.06

Ich würde gerne wissen , wo in der Bibel steht, dass Selbstmord eine Todessünde ist. Denn ich kenne eine Person die momentan in der Bibel am lesen ist, aber leider hat sie versucht Selbstmord zu begehen. Jetzt würde ich ihr gerne biblisch beweisen, das das eine Todessünde ist. kannst du mir helfen?

Gottes Segen

Fulvio

Lieber Fulvio   28.02.06

welch Sünde führt nicht zum Tode?

Über Selbstmord selbst morgen mehr

in IHM
Hans Peter

 

Lieber Fulvio  01.03.06

da noch einige Verlinkungen zum Begriff Todsünde:
https://www.google.de/search?hl=de&sitesearch=bibelkreis.ch&q=tods%C3%BCnde&spell=1

Noch einige Gedankten zum Selbstmord.
Wie das Wort schon sagt, ist Mord eine Sünde. Es ist eine Sünde, wie wenn man von einer verbotenen Frucht isst, Sie ist zum Tode. Nur ist das essen einer verbotenen Frucht bei Adam  und Eva noch umfangreicher bezüglich Tod gewesen. Adam und Eva haben den übertritt vom sündlosen Leben in den Bereich geistlichen Tod sofort geschafft und sind in dem Moment sterbliche geworden und  haben einige 100 Jahre später den physischen Tod erduldet.

 

Anders ist es bei einem Selbstmörder heute. Er ist bereits tot in Sünde und Übertretung und schafft den übertritt in den physischen Tod in dem er selbst Hand an sich legt. Aber deswegen geht er nicht für die Ewigkeit verloren, er war es schon vorher.

Mit anderen Worten:
Verloren gehet man nicht, weil man Selbstmord macht oder ein Kaugummi klaut, verloren geht man, wenn man die Errettung in Christo Jesus nicht durch Busse und Glauben annimmt. Oder nochmals anders gesagt. Verloren ist prinzipiell jeder Mensch in dem Moment wo er entsteht.  Verloren für die Ewigkeit  geht man, wenn man in das verantwortliche Alter erreicht und Gott nicht sucht.

 

In IHM
Hans Peter     ==>
Evangelium

Hallo Hans-Peter 1.3.06
 
ich habe mich falsch ausgedrückt, ich meinte damit, dass wer Selbstmord begeht direkt ins verderben geht. Also nicht errettet wird. Nach meiner Meinung ist  auch ein Christ der Selbstmord begeht, nicht errettet.
 
Gottes Segen
Fulvio

 

Lieber Fulvio  1.3.6

ich verstehe Dich sehr gut, aber es stimmt nicht. Errettet ist man, nicht weil man etwas getan oder nicht getan hat. Errettet ist man, weil der Herr Jesus das Erlösungswerk am Kreuz getan hat und wir durch Busse und Glauben and IHN das ewige Leben geschenkt bekamen.
   Es gib jede Menge Gläubige, die mit Selbstmordgedanken geplagt werden. Ich hatte auch schon solche Anfechtungen. Es ist die gütige Hand Gottes, wenn wir das nicht tun und nicht unser Verdienst.  Natürlich ist Selbst- Mord etwas schreckliches aber in den Augen Gottes ist es so schrecklich wie wenn man im Kiosk Kaugummi klaut. 
Ich  rate Dir, die Sache vom absoluten Standpunkt aus anzusehen, ich versuche meistens, abstrakt zu sein, sonnst wird man nie fertig mit schreiben.

in IHM
Hans Peter

Lieber Hans Peter 2.3.06

Du schreibst

«Verloren ist prinzipiell jeder Mensch in dem Moment wo er entsteht.»

Wie verträgt sich diese Aussage mit deiner Ansicht, dass abgetriebene Kinder in den Himmel kommen? Danke für deine Stellungnahme.

Gruss Jérôme

 

Lieber Jérôme  2.3 .06

Lieber Jérôme

das Wort Gottes unterscheidet zwischen dem was man ist:  = verloren  und dem was man bleibt = verloren.

Verloren ist man durch die Sünde = Prinzip. Der Herr Jesu ist aber am Kreuz zur Sünde gemacht worden und deswegen gestorben. Es kommt also kein Mensch  wegen der Sünde = Prinzip in die Hölle, sondern wegen dem "nicht Busse" tut über die Sünden.
 Die Sünde haben wir ja mitbekommen, dafür bin ich nicht verantwortlich. Ich bin verantwortlich für das, was ich getan habe.
Für das was ich getan habe, hat der Herr Jesus sein Blut gegeben. Wer nicht um Vergebung für seine Taten bittet, also nicht Busse tut, für den wirkt das Blut Christi nicht zur Vergebung  er bleibt also verloren und er steht nicht auf dem Platz der Versöhnung. Kinder und Menschen die kein verantwortliches Bewusstsein haben, die haben ja auch nicht bewusst gesündigt, obwohl sie sehr wohl gesündigt haben, aber der Herr Jesus ist auch für sie gekommen um zu erretten was verloren war. Der Unterschied zwischen den Erwachsenen und den Kindern ist der, dass der Herr Jesu gekommen ist "zu suchen" bei den Erwachsenen, bei den Kindern steht das Wort „suchen„ nicht, weil sie sich eben nicht verstecken. Bei Ihnen ist das verantwortliche Gewissen nicht ausgebildet.

 Wer sich als Erwachsener nicht suchen liess, das heisst vor Gott versteckte, dass er nicht offenbar wurde, der bleibt im Zustande des Verlorensein und kommt in die Hölle. Im Himmel wie in der Hölle gibt es dem Bergriff „Zeit“ nicht.
 Himmel und Hölle ist ein Zustand = Ewig.
In IHM
Hans Peter

Lieber Hans-Peter. Ich grüsse Dich.   2.3.06

Selbstmord, ein sehr heikles Thema und mit Vorsicht zu behandeln. Ich habe „gegoogelt“ und habe nichts Konkretes gefunden. Daher meine persönliche Meinung:

Es gibt sogenannte Grenzwerte, auch im Glaubensleben, zu denen die Bibel sich nicht eindeutig äussert. Zu sagen, Selbstmörder kommen generell „in die Hölle“, ist so nicht richtig.

Beispiel: Ein Mensch kommt durch Bekehrung und Wiedergeburt zum lebendigen Glauben an den Herrn Jesus Christus. Durch persönliche Lebenssituationen gerät er in einen physischen oder psychischen Grenzbereich und es kommt zum Suizid.

Wir wissen von Depressionen, denen auch Gläubige ausgeliefert sein können. Von körperlichen Schmerzen, die unerträglich sind. Wohlgemerkt: auch bei Gläubigen.

Und hier setzt zwangsläufig das normale gesunde Beurteilungsvermögen des Aussenstehenden aus. Und hier die Bibel aufzuschlagen und forsch und sicher Bibelstellen aufzuschlagen nach dem Schema: 1., 2., 3. usw.,  steht uns hier nicht zu. Wir können nur ahnen.

Beispiel Jochen Klepper. Ein begnadeter Liederdichter. Hier pauschal einen „geistlichen“  Stab brechen zu wollen,  , würde ich mir nicht zutrauen.

Jochen Klepper.                                                                                1903 geboren. Abgebrochenes Theologiestudium, wechselnde Tätigkeiten in der Nazizeit. Verheiratet mit Hanni, Jüdin, deren Töchter auch Kleppers Töchter werden. Brigitte kann vor der drohenden Verfolgung und Vernichtung nach England emigrieren. Die Rettung der Tochter Renate gelingt nicht, obwohl Klepper bei Eichmann persönlich vorstellig wird. Am 29. August 1940 muss Renate sich zur Registrierung melden. Sie sagt: "Nur einmal das Gefühl haben, dass es nicht immer noch schwerer kommt."
Als Renates Schicksal, ihre Vernichtung in einem der Todeslager der Nazis, unausweichlich ist, begehen am 10. Dezember 1942 Jochen, Hanni und Renate Klepper Selbstmord.

Jochen Klepper kann vor diesem Hintergrund dennoch an seiner Hoffnung festhalten: Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. Da ist er sich mit Paulus einig: "Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe." (Röm 13,12)

Die Nacht ist vorgedrungen,
der Tag ist nicht mehr fern.

So sei nun Lob gesungen,
dem hellen Morgenstern.

Auch wer zur Nacht geweinet,
der stimme froh mit ein.
Der Morgenstern bescheinet
auch deine Not und Pein.

Noch manche Nacht wird fallen
auf Menschenleid und -schuld.
Doch wandert nun mit allen
der Stern der Gotteshuld.
Beglänzt von seinem Lichte,
hält euch kein Dunkel mehr;
von Gottes Angesichte
kam euch die Rettung her.

Aber: wenn Suizidabsichten bekannt sind, kann man durch Gespräche, seelsorgerlicher Hinsicht, gemeinsames Gebet Hilfestellung geben. Drohungen aus der Bibel oder mit „der Bibel in der Hand“ dürften eher kontraproduktiv sein.

 Berndt S.

 

02.03.06

 Lieber Bernd S.

 Im bayr. Sonntagsblatt Ausgabe: 49-08.12.2002

wird Jochen Klepper ausführlich gewürdigt.

 https://www.sonntagsblatt-bayern.de/02/02-49-08.12.2002_1039011240-31579.htm

 "Bereits während seines Theologiestudiums hatte der 1903 in Schlesien geborene Jochen Klepper Selbstmordgedanken. Eine Sinnkrise ließ ihn das Studium abbrechen. Beim »Evangelischen Pressverband Schlesien« war er ab 1927 für kirchliche Öffentlichkeitsarbeit und Volksmission zuständig."
 

Ich weiß von Menschen die "freiwillig" in den Tod gegangen sind.

Oft haben diese schon früher mit solchen Gedanken gespielt

und sind dann nicht mehr losgekommen.

Das trifft für alle negativen Gedanken zu wie auch Scheidung usw.,

wenn man leichtfertig mit solchen Dingen ist, so ist man im Ernstfall auch

gleich fertig. Das Wort Gottes ist ein Buch das Kämpfens und Durchhaltens.

Solchen Menschen gehört auch mein bedauern, aber ich motiviere

nicht in diese Richtung. Wenn der Selbsterhaltungstrieb gebrochen ist

und an seine Stelle der Selbstzerstörungstrieb tritt, so ist es nicht mehr weit zur Tat.

 Herzliche Grüße

Kurt R

 

Fortsetzung Judas x Saul in 2719