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>  2774  Höchste gemeindliche Instanz?
 zum Neuen Testament

Forumfrage: Forumantwort:

Konservative Evangelikale kritisieren Allianz und das päpstliche Rom

 

Der Mangel an Gottesfurcht sei das grösste Problem der heutigen Gemeinden, deshalb müsse jeder Christ entschieden zu den Grundsätzen der Reformation zurückkehren, sagte Martin Vedder, Leiter der Emmaus- Fernbibelschule Mitte Mai an der ersten Maleachi-Konferenz "bibeltreuer Verantwortlicher aus dem evangelikalen Raum" in Pracht im Westerwald. Die Maleachi-Konferenz will nach Angaben des evangelischen Nachrichtendienstes idea "den vielen Glaubensgeschwistern, die unter der Verwässerung des Evangeliums in ihren Gemeinden leiden" eine gemeinsame Plattform zum Austausch bieten. Der Initiator des Kongresses ist der gleichnamige "Maleachi-Kreis", der seine Anliegen im Bibelvers Maleachi 3,16 begründet sieht: "Da unterredeten sich miteinander, die den Herrn fürchteten..."

 

Vedder sagte im Hinblick auf den römischen Katholizismus:

Weder Maria noch der Papst oder Bischöfe dürften in eine vermittelnde Position zwischen Christus und den Menschen gelangen. Die höchste gemeindliche Instanz sei laut biblischem Zeugnis die Ältestenschaft einer Gemeinde vor Ort. Überregionale Zusammenschlüsse seien zwar "nicht unbiblisch", aber "ausserbiblisch".

 

Der organisatorische Leiter der Maleachi-Konferenz und Herausgeber des Informationsdienstes TOPIC, Ulrich Skambraks, forderte die Teilnehmer auf, einem unbiblischen Einheitsstreben unter Evangelikalen zu widerstehen. Während hochrangige römisch-katholische und evangelische Kirchenführer sehr genau wüssten, dass eine echte Ökumene theologisch zur Zeit nicht möglich sei, sei die Leitung der Evangelischen Allianz in Deutschland einem unverantwortlichen Einheitsdenken verfallen. Spätestens anhand der Reaktionen prominenter Evangelikaler auf die jüngsten Ereignisse in Rom sei nicht zu übersehen, dass sich über die römisch-katholische Kirche die "endzeitliche Weltreligion des Antichristen" heranbilde, so Skambraks.

Wenn Martin Vedder Recht hat,  22.05.06
Zitat:
 Die höchste gemeindliche Instanz sei laut biblischem Zeugnis die Ältestenschaft einer Gemeinde vor Ort.

dann kann man das Wort Gottes wegwerfen. Das Haupt des Leibes ist einzig und allein der Herr Jesus Christus! Die Mär der Ältestenschaft als Haupt muss noch durchschaut werden. Der Rest im Artikel ist schriftgemäss klar.  Also behaltet das Wort Gottes, Martin Vedder irrt sich hier aber gewaltig. Zuviel "Ami" Literatur gelesen? Ich habe nichts gegen einen Strauch im Garten, aber wenn er zum Gestrüpp wird, muss man ihn einfach abschneiden.

Hans Peter

Liebe Bibelkreisfreunde

 Martin Vedder sagte auch:

Zitat:

Jeder Christ müsse zu den Grundsätzen der Reformation  zurückkehren.

 Was soll den das??

 Gibt es im "Maleachikreis" den  keine bibeltreue Verantwortliche

mehr, die dieser Aussage widersprechen?

 Gruss

Martin v. Kl.

 

Lieber Martin  22.05.06

man kann ja wirklich nur hoffen, dass Martin Vedder nicht weiss, was für Grundsätze die Reformatoren  hatten. Wenn er weiterhin bei Emmaus beleiben will, muss er das relativieren.
DEL DEL

in IHM
Hans Peter   => 
Calvinismus      Einfach Luther..        Aufklärung über Martin Luther:

 

20.05.05

Zurück zu Reformation ?

 Tut von euch selbst hinaus, wer da böse ist.

Das können nur Menschen verstehen, die mit ganzen Herzen Buße getan haben, weil sie das Böse aus ihren Leben getan haben,

bzw. den alltäglichen Dreck der da anhaftet als solchen bei sich verurteilen.

Menschen die mit Christus gestorben sind, also nicht ihren Eigensinn suchen.

Das trifft für Sünden wie auch für Irrlehren zu, welche einen anderen Jesus, einen anderen Geist, oder ein anderes Evangelium bringen.

Wer wieder zurückfällt in seinen vorigen bösen Zustand, soll auch wieder dahin zurück, also die Versammlung der Heiligen verlassen.

Wenn diese nun selber hinausgehen (zurückgehen) wollen, kann man, soll man sie aufhalten ?

Grüße

Kurt R.

 

Offb 3,1            Und dem Engel der Versammlung in Sardes schreibe: Dieses sagt, der die sieben Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich kenne deine Werke, daß du den Namen hast, daß du lebest, und bist tot.

Offb 3,2            Sei wachsam {Eig. werde wachend} und stärke das Übrige, das sterben will; {Eig. wollte, od. im Begriff stand zu sterben} denn ich habe deine Werke nicht völlig erfunden vor meinem Gott.

 

Einige Gedanken zu Vedder..................  21.05.06

Ihr Lieben,

 

>Jeder Christ müsse zu den Grundsätzen der Reformation  zurückkehren.

 

Also der Ruf zur Rückkehr zu den Grundsätzen der Reformation ist natürlich für einen Christen völlig (!) indiskutabel. Zu welchen Grundsätzen denn ? Die der Säuglingsbesprengung, der Taufwiedergeburt, der Verfolgung Andersgläubiger - insbesondere der Täufer, dem Paktieren mit der weltlichen Obrigkeit.....?
Die Reformationszeit war m.E. nur der Geburtsprozess der babylonischen Mutter, die eine bzw. zwei Töchter hervorgebracht hat (Lutheraner/Calvinisten). Das Evangelium nach Luther und Calvin (Taufwiedergeburt) führt genauso in die Hölle wie das Evangelium der Papstkirche (die Erfinder der Taufwiedergeburt).
Naja man will wohl aus der Sektenecke heraus, wenn man sich in der Reformation verortet. Luther ist ja einer der beliebtesten Deutschen.

 

>Weder Maria noch der Papst oder Bischöfe dürften in eine vermittelnde Position zwischen Christus und den Menschen gelangen. Die >höchste gemeindliche Instanz sei laut biblischem Zeugnis die Ältestenschaft einer Gemeinde vor Ort.

 

Auch den Satz finde ich zumindest fragwürdig, wenn eine - womöglich basis-demokratisch gewählte - Ältestenschaft als Gegensatz zur vermittelnden Position von Maria, Papst und Bischöfen im Vorsatz genannt wird. Genau das ist das Problem in vielen Versammlungen, wenn (sichtbare) Älteste, (oder schlimmer der eine Pastor/Älteste) die Position einnehmen, die dem eigentlichen Haupt der Versammlung, Christus, zukommt, da das Hoffieren und Darbringen von Ehrerbietung oder Anerkennung eines sichtbaren Führers einfacher ist, als einem unsichtbaren Herrn im Himmel zu vertrauen und ihm allein zu folgen.

Ich denke, das Aufkommen des klerikal-pastoralen oder gar päpstlichen Systems ist und war einfach der schlichte Unglaube und Abfall, da dieser immer etwas vor Augen braucht, dem man sich unterwirft und dem man nachfolgt - denn an das, was man sieht, braucht man schon nicht mehr zu glauben. Am besten hat's der Katholizismus geschafft, ein System zu installieren, das keinen Glauben an den Vater im Himmel nötig hat, da ja der irdische Heilige Vater im Fernsehen oder am Petersplatz zu sehen ist, dem man sich als sichtbaren Führer unterwirft. Aber es gibt auch außerhalb des Katholizismus oder Nationalsozialismus eine Unzahl von Führern und Päpsten, vor (zwar nicht sichtbar) denen man bereitwillig seine Knie beugt. Die Installierung von demokratisch -legitimierten Pastoren/Ältesten ist mE der erste Schritt zur Guru-Sekte und der Glaubensblick auf den Unsichtbaren und der Gehorsam IHM gegenüber, wird durch menschliche Führerschaft abgelöst, die man gerne über sich setzt. Gerade, weil wir Brüder immer wieder irren, braucht es die Pluralität in der Versammlung, um sich gegenseitig korrigieren und auch positiv beeinflussen zu können. 

 

Beste Grüße im alleinigen Herrn Jesus Christus !

Peter

21.05.06

Lieber Hans Peter, 

diese Aussage von Martin Vedder kann ich kaum glauben. Aber natürlich ist nichts unmöglich. In meinem letzten Telefonat mit Martin hat er noch geschildert, wie er ein Buch von Arthur Pink in die Ecke geworfen hat, weil er solche Thesen einfach nicht aushalten kann. Es gibt aus meiner Sicht keine Anzeichen dafür, dass Martin Vedder so schnell eine 180° Kehrtwende gemacht haben sollte. So müsste es aber sein, denn Grundsätze der Reformation bedeutet auch Calvinismus, man kann beides nicht voneinander trennen. Es sei denn, Martin hat allein auf die Rechtfertigung aus Glauben anspielen wollen. Man müsste ihn einfach einmal konkret fragen. Ich werde das am Montag einmal machen.

 Natürlich werden wir sehen! Es gibt schon unglaubliche Vorgänge im Volk Gottes! Ich bin mir allerdings gerade bei Martin relativ sicher, weil mir Geschwister vom SBS bestätigt haben, dass Martin der einzige sei, der so denkt wie ich. Nun, wir werden es erleben! Der einzige Grund der nicht wankt, dass ist der Fels, dass ist der Christus, wir alle straucheln oft, darum sollen wir auch nicht viele Lehrer sein!

 Ich könnte dich natürlich nicht verpflichten, aber wenn ich in dem Punkt der Reformation meine Meinung ändern würde, dann  müsstest du tatsächlich alles von mir löschen.

 Bitte lass den guten Martin (Kolb) seine Aussage genau belegen. Wie du weisst, will ich immer das Wort kostenfrei predigen, dass bedeutet, ich nehme keine Gaben, wenn es doch solche gibt, manchmal kann man es nicht verhindern, dann habe ich sie bisher auch in den Wirkungskreis der ZAM gegeben. Ich denke, Matth. 6,2+5+16 "sie haben ihren Lohn dahin", trifft völlig auf solche zu, die für Lohn Gottes Wort verkündigen, also auf solche, die dabei den Gelderwerb im Vordergrund stehen haben. Natürlich kennt die Schrift auch ein Recht vom Evangelium zu leben, den Punkt will ich hier nicht beleuchten, dass ist, so denke ich, eine Frage hoher persönlicher Verantwortung, bei der ich mir kein Urteil über andere anmassen will.

 Wenn ich verkündige, dann verkündige ich Evangelium, auch wenn man das vielleicht nicht sofort versteht, als Lehrer bin ich immer auch Evangelist. Die Verkündigung will ich in Übereinstimmung mit 1. Kor. 9,18 "kostenfrei" machen. Du sollst auch keine Skrupel wegen der Verkündigung in Frauenfeld haben. Der Diener steht und fällt seinem Herrn. Der Herr ist mächtig ihn durch die Arbeit seiner Hände zu erhalten. Paulus war Zeltmacher, ich bin halt Unternehmensberater. Beide Tätigkeiten führen dazu, dass Evangelium kostenfrei verkündigt werden kann.

 herzliche Grüße

 Ulrich 

P.S. Wenn Martin Vedder dies jetzt anders handhaben muss, dann ist das für mich auch ein Zeichen. Ich gehöre nicht zum Maleachikreis. Wenn  sich die Aussage so erhärtet, dann bin ich für die Nichtzugehörigkeit dankbar! Ich wünsche allerdings, dass die Aussage falsch, bzw. aus dem Zusammenhang gerissen wurde.

 

Lieber Ulrich 21.05.06

Martin Kolb hat die gleiche Quelle wie ich. Leider habe ich zu spät gemerkt, dass mir eine Adventisten Quelle zugespielt wurde, sonst hätte ich es gar nicht hochgelegt. Jetzt ist es drauf und ich hoffe nur, dass Du, wenn Du, mit MV gesprochen hast, volles Dementi geben kannst.
 Übrigens beim Lehrsatz der Reformatoren:  "
Rechtfertigung aus Glauben",  müsste man ja  auch mal untersuchen, was Herr Luther und Co. damit gemeint hat. Christ wird man nämlich nicht mit Lehrsätzen, die an sich gar nichts sagen. Dass die Reformation Christen hervorgebracht hat, blieb sie nämlich schon zur Anfangszeit des Christenverfolgers und Antisemiten Dr. Martin Luther schuldig. Garantiert wurden mehr Scheinchristen hervorgebracht, siehe was die Reformation heute darstellt. An den Früchten werdet ihr sie erkennen.      Wenn man sieht, welcher Vulgär und Fäkaliensprache Luther sich teilweise bediente, denkt man eben eher an einen Hurer mit theologischen Hobbykenntnissen. Wenn man Luther gelesen hat, sieht man, dass der Mann keine 2 Dinge auseinander halten konnte, ein Plauderi x Primitivling halt.  Siehe auch seine Abendmahls und  Kindertaufe "Kenntnisse". Dass wiedergeborene Christen sich auf Luther und auf die Reformation berufen, wird mir immer schleierhafter,  wir sind in der Endzeit. Wenn ein Christ sich auf die Grundsätze der Reformation oder der Reformatoren zurückbewegt, dann ist das kein Fall sondern qualifizierter Abfall. Da gibt es kaum mehr eine Rettung, siehe die Anwendung aus Hebräer 6.  

in IHM
Hans Peter

 

Lieber Ulrich

Ich nehme die Aussage natürlich liebend gerne zurück, wenn Du "Entwarnung gibst"  und hoffe, dass

Martin Vedder seine Aussagen anhand des Wortes überprüft

und sagt, dass man zum Worte Gottes zum Herrn Jesus Christus

zurückkehren muss.

 In der Reformationszeit gab es viele Falschlehren oder Irrlehren. Taufe die errettet + Abendmahl, das die Sünden vergibt usw.

Hier in der Ostschweiz (Zürich und Umgebung) wurden die Täufer wegen der Tauflehre derart verfolgt,  ( "Dutzende wurden ersäuft, hunderte eingelocht, tausende vertrieben, wohnten in den Höhlen"), dass man kaum ein sehnen zurück zur "Reformation" bekommt, oder man ist ein totaler Ignorant.

 Die wahre "Reformation" war eher bei den Täufern.

Das was Zwingli gemacht hat,  erinnert mich mehr an "Revolution".

 Liebe Grüsse

 In IHM 
Martin Kolb

 

Lieber Martin Kolb  26.05.06

es ist mir auch aufgefallen, dass Brüder, die von und in Biografien leben, letztendlich dermassen herumgeschüttelt werden in ihrem Glaubensleben, dass sie am Morgen islamische Calvinisten sind und am Abend dumpfe Allversöhner. (Geistesverwirrungen). Dazwischen erholen sie sich bei Tolkien, Pink, MacArthur, Panin, Watchman Nee und Witness Lee und holen Dampf bei C.S. Lewis.
Meistens sind sie menschlich gesehen hochintelligent, eifrig, kennen fast jede Bibelstelle, haben aber im Prinzip und für sie unmerklich, jede Ehrfurcht vor der Heiligkeit Gottes verloren und machen aus dem ewigen Gott den Calvinisten-Gott = Vorbestimmungs-Schurken. Am Abend sind sie dann über ihre Hirngespinste derart verzweifelt, dass ihnen insgeheim Allversöhner- Gedanken eingegeben werden, die ein Gottesbild haben, das aus dem griechischen heidnischen Dämonen stammt.  Die Devise für uns alle ist:  ==> Zurück zur Schrift, Busse tun über unheilige Gedanken, trennen von böser Lehre und leben in Anbetung und Danksagung.

in IHM
Hans Peter

30.05.06

Inzwischen hatte ich einen Austausch mit Martin Vedder. Die Gedanken, die er mir mitgeteilt hat, entsprechen den Erwartungen, die ich schon in meinem vorherigen Beitrag zu diesem Thema genannt habe.

 

Martin hat einen ausdrücklich Hinweis darauf gegeben das er gesagt hat, das man zu den Grundsätzen der Reformation zurückkehren muss und nicht von der PRAXIS der Reformation die Rede war. In dem Vortrag ging es ihm um die 4 SOLA:

  • allein Jesus Christus

  • allein die Schrift

  • allein aus Gnade

  • allein aus Glauben

Der von ihm gehaltenen Vortrag liegt auch schriftlich vor. Ich denke einmal irgendwo im Umfeld des Maleachikreises. Wer unbedingt möchte wird ihn sicherlich bekommen können.

 Zu dem Thema calvinistische Gedankengänge zur Auserwählung schreibt Martin: "Auch Spurgeon war ein großer Verfechter dieser Idee, und wenn ich mich selbst nicht dazu zähle, möchte ich doch im Urteil über die Verfechter dieser Lehre eher zurückhaltend sein."

Zu dem Thema Ältestenschaft hat Martin sich nicht geäußert. Wir hatten ihn allerdings Anfang des Jahres einmal eingeladen und er hat uns dabei über drei Stunden seine Gedanken zu diesem Thema erläutert. Im Übrigen gibt es für solche, die sich weitergehend mit diesem Thema beschäftigen möchten den Hinweis von mir, dass Martin Vedder zu diesem Thema auch Vorträge gehalten hat, die aufgezeichnet wurden. Seine Haltung oder Meinung aus dem einen Satz in dem Eröffnungsposting abzuleiten ist sicherlich unredlich.

 Persönlich bin ich davon überzeugt, dass wir bei dem Thema Ältestenschaft überhaupt nicht den Fehler machen dürfen von herrschenden Führern in den Versammlungen auszugehen. Ich denke, dass das Thema ähnlich kompliziert ist wie das Thema Taufe. Natürlich ist ein Taufsakrament völlig unbiblisch. Aber nicht jeder der kleine Kinder tauft,  betrachtet die Taufe als Sakrament. Die letzten Briefe des Apostel Paulus beschäftigen sich alle mit dem Thema Älteste und Verhalten in der Versammlung. Diejenigen, die davon ausgehen, dass es heute keine benannten Ältesten mehr gibt, gehen auch alle von einem immer weiter fortschreitenden Verfall in der Christenheit aus. Ich sage hier überhaupt nicht das diese Verfallstheorie falsch ist, sie ist nur die Grundlage dafür, dass man sagt es gibt keine benannten Ältesten mehr.

 Tatsache ist natürlich, dass wir mit dem Instrument Brüderstunde (da fehlt mir in viel größerem Maße eine biblische Legitimation) hunderte von örtlichen Versammlungen vor die Wand gefahren haben. Die Probleme in der Versammlungen resultieren nach meiner Überzeugung daraus, dass keine Ältestendienste getan werden. Weil keine Ältestendienste getan werden, darum können die Versammlungen auch gar nicht erkennen, wer Ältester ist. Das liegt überhaupt nicht an fehlender demokratischer Wahllegitimation sondern an der Tatsache, dass sich ganze Generationen bequem zurückgelegt haben und  gar nicht begehrt haben Ältestendienste zu tun.

 Zum Schluß seiner Ausführungen sagte uns Martin Anfang des Jahres: "Wenn ihr an Hand biblischer Kriterien feststellt, dass ihr keine Ältesten habt, dann kehrt reumütig zum Prinzip der Brüderstunde zurück und wartet auf die Hilfe des Herrn. Vielleicht müsst ihr viele Jahre warten."

 Mir ist bei diesen Überlegungen, bei denen Martin uns geholfen hat, deutlich geworden, dass wir als Brüder etwas tun müssen. Ja der Herr fordert uns zur Tat auf. Wir können nicht einfach die Verantwortung, die der HERR uns gegeben hat in einem demütigen Gebet an IHN zurückdelegieren.

 Wenn in einer Versammlung Ältestendienste getan werden, wenn die Versammlung dann eindeutig die erkennt, die Älteste sind, die Bibel hat da einen gewaltig langen Katalog dafür, dann kann ich nur sagen, dass diese Versammlung funktioniert. Wir funktionieren in vielen Fällen nicht, wir haben natürlich auch keine Ältesten.

 

Es wäre sicherlich falsch Älteste zu benennen, damit Ältestendienste getan werden! Ich bin ganz sicher, dass das biblische Prinzip genau anders herum ist! Demokratische Wahlen sind sicherlich ebenfalls völlig unbiblisch! Wenn eine Gemeinde/Versammlung alles menschliche ablehnt und dennoch zu dem Punkt kommt, dass sie sagen kann wer die Ältesten unter ihnen sind, dann kann ich darüber nicht den Kübel der Entmachtung des HERRN auskippen. Dann muss ich mich tatsächlich fragen ob und wo wir den falsch liegen. Wenn ich natürlich sofort Abfall und Ketzerei schreie, dann liefere ich mir zuallererst selbst ein Argument überhaupt nicht zu prüfen wo wir denn bekennen müssen und Veränderung zulassen müssen.

 In meiner Heimatversammlung gibt es keine benannten Ältesten. In der Heimatgemeinde von Martin Vedder gibt es benannte Älteste. Ich werde, so der HERR will, am 15.10.2006 in der Heimatversammlung von Martin Vedder sein.

 herzliche Grüße

 Ulrich   30.05.06

 

  Lieber Ulrich  30.05.06

Ich danke Dir für die Abklärung und Deine Gedanken dazu. Ich denke nicht, dass das Eröffnungsposting, das ich ja zu dem Artikel von Skambraks verfasst habe, unredlich war, nicht einmal fragend sondern besorgt. Was Martin Vedder nämlich mit dem einen veröffentlichten Satz (TOPIC)  ja  zum Ausdruck bringt, ist, dass die Brüder nicht mehr auf dem Grundsatz

  • allein Jesus Christus

  • allein die Schrift

  • allein aus Gnade

  • allein aus Glauben

seien und das kann er ja wohl nicht im Ernst so meinen. Mindestens darf, muss, kann  ich das so Deiner Antwort schlussfolgernd entnehmen.  Darum bleibt natürlich meine  Befürchtung bestehen, dass im zunehmenden Abfall in dem wir leben, einzelne zurück zur Denkweise Luthers kommen, die keine Ahnung?? haben, was Herr Luther wirklich gedacht und beabsichtigt hat. Er war ein Juden und Christenverfolger und das passt natürlich in die Endzeitsabsichten Satans.  Und nie vergessen:  Herr Luther hat den Koran in deutschen Sprache auf den Markt gebracht!!!

 Nun bleibt ja weiter auch abzuklären, ob der Maleachi-Kreis auch noch auf den Dämonenaustreibungskunststücke von Kremer zurückverfällt. Redliche, provokativ- besorgte Frage von mir. Meistens ist alles viel schlimmer,  als ich denke...

 Interessant ist ja auch wieder mal zu überlegen, was "Reformation" meint. Es drückt aus, dass diese Herren nicht zurück zur Schrift gingen,  sondern sich formieren  wollten an den  Schriften des Lebemannes Augustin und seinem neuheidnischen Gedankengut.  Immer auch interessant zu forschen,  woher der Ausdruck "Protestanten" wirklich kommt. Auf zu finden...

Noch 2 Grundsätze der Reformation:

1)  Neues Leben durch das Taufwasser und den Speichel des Priesters, verbunden mit etwas Salz in dem Mund des Säuglings.
1)  Sündenvergebung durch das Trinken des Abendmahlweines.. 

in IHM
Hans Peter

 

Hallo Ulrich  30.05.06

<<Diejenigen, die davon ausgehen, dass es heute keine benannten Ältesten mehr gibt, gehen auch alle von einem immer weiter fortschreitenden Verfall in der Christenheit aus. <<

Nein, von mir kann ich das nicht sagen, ich sehe nicht zwingend einen Zusammenhang...

<<Die Probleme in der Versammlungen resultieren nach meiner Überzeugung daraus, dass keine Ältestendienste getan werden. <<

Richtig. Dienste tun, nicht Ämter innehaben.

<<Weil keine Ältestendienste getan werden, darum können die Versammlungen auch gar nicht erkennen, wer Ältester ist. <<

Richtig. Ältester im Sinne von sich verhält wie einer...

<< Wenn eine Gemeinde/Versammlung alles menschliche ablehnt und dennoch zu dem Punkt kommt, dass sie sagen kann wer die Ältesten unter ihnen sind, dann kann ich darüber nicht den Kübel der Entmachtung des HERRN auskippen. <<

Auch ich hätte damit keine Probleme. Wenn gesagt würde: "Dieser verhält (Charakter) sich wie ein Ältester und macht einen Ältestendienst". Kein Problem, wenn aber das Amt auf eine Person übergeht, wie bei einer Papstwahl, dann ist das falsch. Denn das Amt können nur Apostel vergeben.

<< In meiner Heimatversammlung gibt es keine benannten Ältesten. In der Heimatgemeinde von Martin Vedder gibt es benannte Älteste.<<

Eben, genau das ist das Problem, wer benennt die Ältesten? Wer gibt ihnen dieses Amt?

Gruss
Michael / CH
 
Lieber Michael/CH

Wenn Brüder den Ältesten - Dienst tun, muss man sie nicht wählen, sondern erkennen, also solche,  die da dienen, das sagt das Wort!
  Dazu müssen aber die Geschwister  "wach" sein!
 Wenn die Brüder den Dienst nicht tun, dann nützt auch das Wählen von Ältesten nichts, ausser, das habe ich in einer Nachbarversammlung gesehen, kaum sind sie gewählt, schon hat der Hochmut schon gefällt. Der Apostel hat nicht von neuen Aposteln/ Ältesten geschrieben, sondern von falschen und verderblichen...

in IHM
Hans Peter

Lieber Hans Peter, 30.05.06

 ich kann durchaus verstehen, wenn man besorgt ist. Natürlich kommt man immer wieder an den Punkt, wo man meint es geht alles einem finalen Abfall entgegen. Wenn wir in die Versammlungen hineinschauen, dann finden häufig biblisch notwendige Handlungen aus völlig falsch verstandener Rücksichtnahme nicht statt. Auf der anderen Seite werden dann solche, die so wie du warnen, sehr schnell als Schmäher bezeichnet, mit Hilfe von 1. Kor. 5 dann als Schmäher bezeichnet und zum Ausschluß vorgeschlagen. Das ist dann besonders delikat, weil natürlich keiner eine wirklich fundierte und unumstößlichen Definition für schähen hat. An der Stelle möchte man dann vielleicht mit gar nichts mehr etwas zu tun haben und einfach abtauchen.

 Auch mit deiner Erwiderung kommen wir nicht so wirklich weiter. Das lesen jetzt viele Geschwister, die u.a. die Betrachtung von Medema über den Römerbrief im Bücherschrank haben. Da werden zu Beginn die Kämpfe von Augustinus und Luther beschrieben. Jetzt kommst du, mit deinen sicherlich nicht falschen, aber völlig unbekannten Vorwürfen. Luther habe den Koran in deutscher Sprache auf den Markt gebracht und Augustinus sei ein Lebemann gewesen.

 Du weist, dass von mir die Vermutung stammt, die ich aber nicht belegen kann, dass das Gottesbild von Augustinus dem Olymp entstammt, denn nur dort findet sich in der Mythologie eine Ansammlung von "Götterhalunken" wie sie in etwa dem Gottesbild von Augustinus entspricht. Im Ernst, wer kennt denn das Gottesbild von Augustinus? Natürlich nimmt Dave Hunt in "What Love Is This" auch das Gottesbild von Augustinus auseinander, aber wer hat denn das Buch wirklich gelesen?

 Mir ist bekannt, dass Martin Vedder sehr gut Französisch spricht. Wie es um seine Englischkenntnisse bestellt ist kann ich nicht sagen. Tatsache ist doch einfach, dass wir momentan von einer Welle überrollt werden, die aus dem Anglo-Amerikanischen-Raum kommt. Du hast natürlich den unschätzbaren Vorteil, dass Karl Barth, der diese Welle in den USA zum rollen brachte ein Schweizer war. Ich habe den Namen völlig wertfrei vor knapp 15 Jahren gehört. Erst als ich die Behauptung von Günther Vogel hörte, Karl Barth habe die bis dahin recht gut dastehenden Evangelikalen in den USA aufs falsche Gleis gesetzt, fing ich an mich für ihn und seine "wunderschönen" "Römerbriefe" zu interessieren.

 Hans Peter, setzt du nicht bei vielen Brüdern viel zu viel voraus? Wissen die wirklich was du ihnen unterstellst? Du sagst du hast Luther und Calvin gelesen. OK. Mir persönlich hat Luther und der "freie Wille" gereicht. Von Luther lese ich nichts mehr und von Calvin habe ich nie etwas gelesen! Ich habe auch gar nicht die Absicht. Jetzt könnte allerdings der "unwahrscheinliche Fall" eintreten, dass jemand ebenfalls nichts von Calvin gelesen hat! Er hat auch nicht die sonstige Literatur gelesen, die ich gelesen habe. Er hat auch überhaupt nicht verstanden, dass das Geformte nie zu dem Former sprechen kann! Dann liest er Aussagen von dir! Ihr kommt nie zusammen! 

Es gibt wahrscheinlich unheimlich viele Gläubige, die wir mit der HPW- Holzhammermethode nur verschrecken. Dann gehen sie tatsächlich in die Irre. Überlege einmal, da geht jemand mit einem Arthur Pink zu MV. Er erhält eine Antwort die ihm sagt der kann Arthur Pink nicht empfehlen, unter anderem deswegen, weil das Leben von Arthur Pink zeigt, dass Arthur Pink nicht gemeinde- und nicht gemeinschaftsfähig ist. Dann bekommt dieser Jemand eine differenzierte Meinungsäußerung zu John MacArthur und John Piper, letztendlich bekommt Jemand noch eine liebevolle und sanft zurechtweisende Antwort auf Fragen zu Äußerungen von Benedikt Peters und Wolfgang Bühne. Was macht der dann?

 

Dir ist sicherlich bekannt, dass BP und WB gar keinen Hehl aus ihrer Sympathie zu der Erwählung zur Errettung vor Grundlegung der Welt machen! Wenn du behauptest dass sie das lehren, dann sagen die einfach: "Stimmt!" Ende der Durchsage!

 

Ich habe Leute erlebt, die sagten frei und offen das sie Charismatiker seien. Das musste ich überhaupt nicht beweisen. Charismatiker halten sich für die einzig geistgeleiteten Menschen. Calvinisten betrachten den Ausdruck gar nicht als Schimpfwort, sie betrachten sich einfach als die einzigen, die Auserwählung verstanden haben.

 

Wenn es hier wirklich das Anliegen ist Charismatiker und Calvinisten von dem falschen Ansatz ihres Handelns zu überzeugen und zu eine Bekenntnis zu leiten, dann geht das einfach nicht, indem man ihnen in Bausch und Bogen die Errettung abspricht. Für einen Charismatiker sind du und ich einfach solche, die nie die Geistestaufe erhalten haben und für einen Calvinisten sind du und ich einfach Leute, die nie die Auserwählung verstanden haben.

 

In unseren Äußerungen muss mehr zum Ausdruck kommen, dass Gott die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.

 

herzliche Grüße

 

Ulrich    

 

Erst Luthers Intervention zugunsten der Befürworter vermochte den Rat der Stadt (Basel)  dazu zu bewegen, die Veröffentlichung der Koranausgabe zu erlauben. Die Nachfrage nach dem stattlichen Band war so groß, dass schon sieben Jahre später eine zweite Auflage notwenig wurde.

https:///fragenab2000/frage2347.htm

Lieber Ulrich mit Gottes Hilfe werde ich nicht abtauchen.

 

Lieber HP

<<Wenn Brüder den Ältesten - Dienst tun, muss man sie nicht wählen, sondern erkennen, also solche,  die da dienen, das sagt das Wort!<<

Sag ich ja :-) !

Gruss
Michael / CH
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