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 D E R R E I G E N  V O N  "M A C H A N A I M"

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
    (Hohelied 6 , 13 )
1)   Die Bedeutung des Ausdruckes "Reigen" in der Schrift:


XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX)CXXXX

1) a) Der 'Reigen* ist in der Schrift immer der Ausdruck überstr^- .
mender Freude.
Wir finden ihn im Blick auf die erfahrene Erlösung (2«M.15,
20), die Errettung aus der Hand der Feinde (Ri.11,34 + l.S^fh.
21,11 + 29,5) oder auch hincichtlicfi der erschlossenen Quelle
der Segnung (Ps.87,7).
Er ist nicht nur der Ausdruck einer persönlichen oder gemeljn*.
Samen Freude, sondern dient auch in besonderer weise zuf Ver
herrlichung Gottes (PS.149,3 150,4).
b) Im Rythmus des Reigens zeigt sich die .völlige Widmung der , -
Seele/n Gott gegenüber. Gleich dem Webopfer, welches vor Jehova
gehoben und gewoben wurde und auf die vorbildlibhen ;
Vollkommenheiten der Person und der Darbringung des Herrn '
hinweist, sollte sich auch der Gläubige in völliger Hingabe
seiner Person -seinem Gött gegenüber als ein lebendiges,
heiliges, Gott wohlgefälliges Schlachtopfer erweisen'und i'p. ' •
dieser dem Opfer vorausgehenden Darstellung Gott in'vb'^rrünftir
ger weise dienen. '
c) In Bezug auf Jsrael ist dieser Ausdruck 'frohlockender FC8U-.
de* zum gegenwärtigen Zeitpunkt unterbrochen .und eine noch
zukünftig zu erfüllende Weissagung (Jer.31,4,13 - siehe auch
Hos.2,14-15...). - Die gegenwärtige Gnadenzeit hat indessen r
ohne Unterbruch - damit 'begonnen* (LuK.15,25).
d) Wie oft mag indessen, sowohl ehedem als auch heute diese
Freude am Herrn infolge der Untreue der Seinigen nicht nur •
verstummt, sondern auch in. Trauer verwandelt worden seih ; (Klagel.5,15).- . ' • Vr?-.
Einen solchen Zustand vermag als Antwort auf die gebotene,;"^ •
Busse bezw. die Wehklage nur Gott allein zu ändern und
Wehklage in Freude zu verwandeln (P6,30,I1 - siehe auch'-PÄ.. .•
53:,7-12). .
II.), Die Bedeutung von "Machanaim" in der Schrift:
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
Dieser Ortsname v;ird einschl. dem Hohelied in der Schrift bei.sechs
verschiedenen Begebenheiten genannt.
V *
Der Ort selbst liegt geographisch zwischen dem See Genezareth und.
dem Toten Meer ostwärts des Jordan am Ufer des Jabbok*und ^am. Füsse ■
des Gebirges Gilead im ehemaligen Land der Nachkommen Lots, der .
.Kinder Ammon und hernach des Stammes Gad. •• •
• Ii , '
i) a) Diesen Ortsitarnen hatte einst der Patriarch Jakob. der Väter •
JsraclSj,weriig später nach seiner Begegnung und geriohtllchen.
Auseinandersetzung mit Laban gegeben. 'Engel Gottes* warfen.^,
ihm nach der erwähnten Begegnuhg mit Laban als gött^llch.e Vor
boten und Wegbereiter zur Erfüllung seiner Ratschlüsse in dön
Weg getreten. Jakob gab alsdann jenem Orte nach dieser geheim
nisvollen Zusammenkiunft den Namen 'Machanaim', indem er
furchtbewegt sagte: 'Dies ist das Heerlager Gottes' '
32,1-2).
b) Jakob meinte mit dieser Bezeichnung 'Heerlager oder Doppel- .
lager' älso nicht die Zusammenkunft mit Laban und dsn Engeln.

 

2
plÖ Oie Auoeinandcpbetzung mit Laban war eine Solche zwiaphen;
Fleisch und Ulut, inderr. Jakob darin die verv/andtschaftlichen
ßeziGhunoen dorn f-leisci. nach abgebrochen hatte. Zweifellos '
wünschte er auch in Zul«unft keine glückliche Übereinstimmung
mit der religib&en v.'clt Labane, die derselbe ihm unter
'Begleitung mit Freude, Geeüngen, Tamburinen und Laute* ange—
priesen hatte (1 .M.31 ,:>7). fJein, Jakob meinte damit die untrUglichc
Geg(Miviart der Macht Gottes, welche sich ihm, im Be.—
grifl} dat Land der Vcrhelssung zu betreten, als dem •umher
irrenden Aramäer« (D.M.26,5 - siehe 1.M.31,20,24) offenbarte.
Diese 'Goten Gottes' belehrten ihn zweifellos darüber, dass -
er es fortan niclii: mit den Ansprüchen und Feindschaften von.
Fleisch und lilut, vQdor mit Laban, noch mit Esau, noch mit '
den Kanaanitorn, noch mit 5.ich selbst, sondern mit Gott
selbst und ecinon Regierungswegen zu tun hatte. Und fürwahr,
dieser Gott war trotz aller Sichtung berei'^ Jakob und seinem
Hause in GnarJ*^ und Barmherzigkeit zu begegnen und aus dem
• Fersenhalter und Ararnäor' einen 'Jsrael* und »Anbeter' bezw.
aus dem »geringen Häuflein' eine 'grosee und starke und.zahl
reiche Hation' zu machen (5.M.7,6-8),
Insofern gibt dieses 'Dcppollager' der Gegenwart der. Macht
Gottes und seiner Verbindung mit dem 'Hause Jakobs' ÄusdruckV
c) Die griechische Übersetzung der LXX spricht indessen nicht
von eiricm ' Doppc 1 ager ' , sondern dem Ausspruch Jakobs gemäss
nur von einem 'Heerlager' (parembol^), dem gleichen Awsdrvck
wie cpiiter in l.M.3r',10-, codass wir darunter auch ganz-einf.
ach das 'Gott—mi t—t-nc' bczw. das 'Gott—für—uns' verstehen
können. , 1
d) Und dieser Zusage der machtvollen Hilfe Gottes durch die
'Gev/altigen an Kraft und Täter Seines Wortes und Wohlgefal--
^ • ^03,20-21) folgt alsbald die unmittelbare und.'ppr—• '
sönliche Begegnung Gottes mit Jakob an der. Furt des Jabbok' •
bozw. zu Pniel, wo schliesslich, ehe Jakob dem Esau entgegen—
zieht, aus einem Jakob ein 'Jsrael' wird (1.M.32).
• % c) Geistlich betrachtet erfolgten also diese Begegnungen zu
Machariaim und Pniel 'angesichts* des westv/ärts liegenden Jbrdan
bczw. dos Landes der Verheissung. Der Jordan - ein.Bild
des 'Mit-Christc-Gestorben-und Begrabenseins* war noch zu •
überschreiten. Der Kampf des Fleisches wider den Geist und»-
des Geistes v;ider das Fleisch kennzeichneten die inneren Vor
gange im Leben dieses Jakob, der in jenen Tagen in immer tie
fere Herzensübungen kommer. sollte. Erst die Überquerung dos
Jordan (1 10) bezw. das Weilen zu 'Bethel' (1 .M.35,1-5),
Gtättcn, welche mit dem späteren, so bedeutungsvollen 'Gilgal*
im Zusammenhang stehen, erbrachten eine grundlegende Änderung
des Herzenszustandos, Löbens und Wandels Jakob/Jsraels, des
sen XSeschichte* nunmehr "Joseph" als gesegneten Gegenstand
seiner Liebe und seines Glaubens und aller seiner Erwartung
werden sollte {l.n.37,1,2,..,).
*Machanaim' ist also zweifellos eine Stätte-der göttlichen*
Sichtung und Regierunocivege, ai>er auch seines Beistandes,
wenn auch zurächst nur in mittelbarer Begegnung - sei es in
Bezug auf Jakcb, tein Maus oder den Überrest dieses Volkes:'
"Von hincen und von vorn hast Du mich eingeengt und auf mich
gelegt Deine Hand!" (Ps. 139,l-l'z, besonders Vers 5).
I
2) a) Dieses Gebiet ostwärts des Jordan sollte später von 'Gad* und
dem halben St.imm Manasse und Rüben bewohnt werden (Jcs.l3, .
26,30). Und damit ".urcie 'Machanain* zugleich zur "'Priersfcr—•
Stadt" für 'Gad' erklärt (Jos.ai,38), W.Q Solche, die'eoneT : '
kein Erbteil in Jsrael hatten, weil Jehov'a ihr Erbteil war,;

 

 

 

fi
%■ '. zugleich in der Mitte der Kinder jarael die Rechte/Jehövas ^k;
^ H"«* Qeinös Haueee vertraten und dem Volke 'djamitVdie1:it©^>>^^^^^^
b) LViesöG Gebiet der 7t 2/2 Stämme war urcprUnglich kein .TeiT. '
dos Abraham vorheiesenon, ewigen ßecitztums, auch wennee ;
cpUtor bei dor Xnbesitznahmo des Landee als 'Erbteil* hinzu
gefügt und Moee Vor ceinern Abscheiden auf dem Gipfel d'ea -•'
Nebo/Pisga (was Gilead anbetrifft) von Jehova gezeigt worden ';; ,
war (4.M.34,13-15 + ö.M.34,1-4). . ... ." V
Anläeellch der zweiten Bundesschlieseung Gottes mit Abraham-''^
wird Abraham nur das 'Land seiner Fremdlingschaft*, nSm.ii'chty
•das ganze Land Kanaan' zum Besitztum verheissen /
Der erste Bund mit Abraham von 1.M.15 war ausschlieeslich e^irt
Bund mit der 'F erson'. Abrahams; die dort genannten Grenzen .0rfansen
die gesamte leibliche Nachkommunschaft des Patriarchen,
Der zweite Bund der Beschneidung von 1.M.17 (zugleich der, fBund)
von welchem dor Hebräer-Brief redet) steht indessen in Verlpin,7.
dung mit dorn speziellen Garnen Abrahams: 'Jsaak - Jseael - . •
Christum* - und hier war die eigentliche Ostgrenze dieses /> Ty-
Jsrael gegebenen Landes das 'Jordantal* (4.M«21 + 5.M.GK * '
Diese Bemerkungen möchten die Aufmerksamkeit auf die Tatsache'
lenken, dass 'Machanaim* ausserhalb des Landes der Verheissu'ng/
und zugleich eine Zufluchtsstätte für einen unter dem ürtbi;!^ >'
des Todes stehenden Überrest ist» * ■
>-* 3) a) Alsdann finür.t sich dieses 'Machanaim* in besonderer iveise^im,
Leben des Königs David und zwar zunächst in.den Jahren nach
der Niederlage Jsraels und dem Tode Sauls» Der'Heeroberste . <
Sauls, Abner, machte dort den Gohn Sauls, "Jsboseth", zum Gegen-
König des wahrsn Gesalbten Jehovas^ 'David* (2..Sam.2,8,12,29) •
b) Vielch eine so lange anhaltende und übende Einflussnahme auf r
das, Leben und die Regierung Davids bezw« dc's ganzen Volkes.
A) a) Daselbst weilt dann auch nach der Flucht vor Äbsalom dier ent
thronte David und fand dort einen gesegneten Zufluchtsort und.,
über Bitten und Verstehen den Beistand Gottes. Nachdem .er,eich
in völliger Unterworfung unter die starke Hand Gottee, eowdhl
als Familienoberhaupt als auch als König seines Volke's, gede-.
mütigt hatte und darin neue Kraft gewann, verliess er<den/'. .
Joriiankreis auf den dringenden Rat seiner Freunde setzte Ubbr*
und gelangte nach Machanaim. Dort schlu^y er sein Neerlage^* .
auf, überwand die Ermattung der vor ifim liegenden Stunden (iod
Tage, um von dort aus durch die ihm treu Gebliebenen'.eelnd\.'v :
Rechte auf Jerusalem, Land und Volk, geltend zu machen (2.Sam4'
17,24,27-29). t /
.b) Dort wandte sich dem von der politischen Welt verworfenen und
der "religiösen Welt als Sohn Belials verfluchten David (2.Sam.
16,5-8) die gütige und aufrichtende Fürsorge Jehovas zu, indem
selbst dor Ki-nig dos zuvor von David gedemUtigten ammonitischen
'Rabba' (im Quellgebici des Jabbok liegend) und der Oheim
Mephiboseths 'Makir von Lodobar aus dem Gesc-hlechte 'Sauls*
den Raben des Baches Krith vergleichbar - göttliche Werkzeuge ,
v/urdon, um David neu zu stärken. Neben vielen Anderen, aber. .wa.r
es besonders 'ßarr.illai', welcher als Bewohner des Lan'des dem '»
David in persönlicher Treue und rührender Hingabe mit seiner/.
reichen Habe diente (2.Sam.l7,2y-29 + 19,31-40). % '
c) Von Machanaim aus leitete also David den Widerstand gegen dpu
•Emporkömmling und Verführer* Absalom ein (2.Sam.l8,*l.;.) und;
empfängt schliessliCh vor den Toren Machanaims die Nachric,ht
über die vollkommene Niederlage seiner Widersacher (18,24,.r.)i
Absalom wird hier zum Vorbilde 'des Menschen der Günde*, " *
•des Sohnes des Verderbens' - dem falschen Propheten und '>»
Antichristen.

 

 

9t ' ' -1 j , ^ d) Von dort aue erfolgte dann auch die Verbindunfl6au;fnahm© .iu
den SlUmmon Jaraols und zu Juda/Jorusalem und von Machana4m''V
aus begibt sich sohliesslich der Ktnig und sein Qefolge
zurücK über den Jordan und zieht in Jerusalem ein! . .
e) Wie wurde ihm in der Tat diese Stätte M, zu einer aussar- i
ordentlichen Prüfung und Erfahrung der Treue Gottes und der^|>V
die sich von einem Abealom und Ahitophel nicht täuschen
Hessen und wie wurde nach alledem die wehklage. Davids in ^
Freude verwandelt (siehe f-ö,30,ll, aber auch Ps.3 + 55). '
Seine Seele wurde im Frieden aus dem Kampfe wider ihn erlöst.
f) Wenn nun auch für David persönlich dieser Sieg wegen des To-,
des AbsalOms zur Trajjer wurde, denn bei David Uberwiegen die
Empfindungen der nberschwenglichkeit der Gnade, bei Salome
dagegen der unerbittliche Geist der Gerechtigkeit (beide '
zugleich sind aber in 'einer' Person die Darstellung der
unterschiodliehen, aufeinander folgenden Haushaltungen),
so wird der zukünftige Sieg des wahren David doch alsbald
die Uberströmcnde Freude und Segnung einführen. (Siehe >auch
das Klagelied Davids über den Tod öauls/Jonathans; 2.Sam.l,17-
• ,27) 5) a) Die Treue und der Beistand Gottes sind Indessen bereit, an ,
David und seinem Hause eine ewige Güte - in Verbindung mit
den Dingen dieser Erde zu erweisen. . •
b) So ist es nicht gerade zufällig, dass hernach 'Salomo mit v
seinem Hause' je einen Monat im Jahre von dem Fürsten'und , S
Aufseher 'Achinadab aus' Machanaim* versorgt und bedient ' Ü
wird (1 .Köri.1,7-14).
• • ' * ^
III.) Gedanken über den "Reigen von Machanaim" im Hohelied: , .
XXXXXXXXXXXKXXXXXXXKXXXXXXXXXXXXXXXXK^XXXXXXXXXXXXXXX
Das Zuvor Gesagte ffndet nun im Hohelied, sowohl bezüglich des-
Ortes als auch des Reiger.s, seine endzeitliche,besondere Aus-
.prägung und Erfüllung, wobei fast ausschliesslich 'der Mund voll '
Lachens' und 'die Zunge voll Jubels* eiiier Freude Ausdruck geben.,,
welche bis in die Iorpe gehört und nicht alsbald unterbrochen :
werden wird (Ps. 126,2-3 + Psalmen 148-150).
•• * .%•
1) a) Au-s einer derart mit der Sichtung Jakobs und Drangsal DaVids -.
vergleichbaren Not heraus wird auch zukünftig der Überrest ;
Jsraels geboren und errettet werden.-In diesem wird der' . ' •
'wahre Messias* Gestalt gewinnen und als Gegenstand ihrer,
auF.schlicssl ichcn Erwartung alsdann ihre Herzen beleben und ^
die Häupter angesichti. der sich nahenden Erlösung erheben .
lassen. Die Erfüllung dieser Erwartung wird neben vielen
Vertieissungen der Propheten auch 'in besonderer Weise', im v
Hohelied 6,10-13 gesehen.
b) Zumeist ist bei den Weissagungen der grossen und kleinen Pro-V.
pheten die apokalyptische Seite und dio Offenbarung, der
Herrlichkeit der Person Christi im Vordergrund, woraus sich'
alsdann dio niTinnigfachen, gesegneten Resultate der Niederwer
fung der Macht Satans bezw. der offiziellen Aufnahme der ReV
gierung des Gohnes des Menschen einstellen.
c) v/enn nun auch im Hohelied die •'Furchtbarkeit der Bannerscha
ren' in dem fraglichen Abschnitt der Endentscheidung zweimal
erwähnt ist (6,4,10), so spricht in dieser '.Afelssagung doch .
die grundsätzliche .Kennzeichnung 'liebender Hingabe und Ef- '
wa'^tung der sich Liebenden', wobei der Geist Gottes in.dctr..
vorliegenden Setrachtung das Hauptaugenmerk nicht so sehr.auf
die Person des mächtigen Befreiers, sondern auf die Person
und Darstellung Seiner Begleiterin - angetan mit Seiner Herr
lichkeit - richtet.

 

 

2) Im ührigun spricht borxit nur üae N.T. i*>o'Uolich der Wiederkunft
clee 'Sohnee dou . enKchon* 7um Gericht, bc. w. /ur Aufrichtung Sei
ne» nolchee auch von Guincr Hculoitung, lo £.B«:
a) Im Judaebrieji' wird durch den propheii cchen Geist eine Weis-'
aagung des Henootj w tcclcrgegober:
'Siehe, der Herr iut gekommen i »mitten Seiner (oder: 'mit
'Seinen') heiligen Taucende... (Jud.l4, eiehe auch
'1.Thesö.3,13);
b) der Herr eelbot spricht von der Begleitung der.'Engel* und
'von grosöGr Macht und Herrlichkeit' (Mt.25,31 + MK.13,26);
c) GcmK&n der Offeribaruriy folgen Ihm nach der Hochzeit des Laitr". .
mos 'himmlische Kriegchecn? auf wcis^sep Pferden, angetan m-it
weieeor, reiner Leinwand', worin auch analog die Kleidung d^r
Graut beschrieben wurde (Offbg.19,n,14);
d) in Rbmer 8 lesen v;ir, cla&s die Schopfuno um der Sünde des MeO'
sehen willen .den Nichtigkeit, der Knechtschaft des Verderbnis*
ses unterworfen worden ist und dass sie iiit sehnsüchtlgeni H'arren
und grossen Schmerzen auf ihre Befreiung und auf die Offenbaruricj
der 'böhnc Oottos' wartet, um alsdann gleich ihnen
din Freiheit der Herrlichkeit der 'Kinder Gottes' zu erfahren
3) Im Hohelied sehen -wir nun 'Jsrael* als eine 'gewisse, zweite
Frucht Seiner Goschclpfc' (Jak.1,18) in diese'irdische Befreiung
und irdische Herrlichkeit eintreten. Hier wird nicht die Seite
der Heimsuchung in den der machtvollen Wiederkunft Christi voraus
gehenden Gerichte (obwohl diese in Kap.ö,6-7 berührt werden)
ifh Vordergrund der Dinge gesehen, sondern die Tatsache, »dass ;
dieser Überrest der himmlischen B.raut des LaAimes als dessen 'Be
gleiterin begegnet, welche den unausforschli.chen Reichtum der
Gnade und Liebe Gottes selbst erfahren hat .
Dieser harrende Überrest gleicht hier gcwissermassen jenem .
Täufor, welcher hoch erfreut war, die Stimme des Bräutigams; zu '
hören, dessen Freude erfüllt war) Den zu sehen, v-^elcher die d,amals
noch 'verborgen^' Braut besass (Joh.3,29) . •
4) Und nun noch einige Vorbemerkungen über die prophetische Eedeutung^
diuces Teilbereiches des Hoholledes:
a) Wir können in Kap.6,4-ö die Hochzeit des Lammes und zwar inr
mitten aller Gäste die öffentliche Vorstellung der alle Ande
ren überragenden Schönheit und Hoheit der Braut sehen.
Dieses freilich ur^tcr dem besonderen Aspekt der den wahren
Gläubigen aus Jsrael gegebenen Verheissurigen, d.h. mit Christu
ve'rbMnden an dc&sen üffenbarwerdung hinieden in Herrlichkeit
und in der Inbesitznahme mit Ihm in Gczug auf Sein irdisches
Erbteil teilzunehmen. Obwohl die hernach in Kraft getretenen
Ratschlüsse über die iliterben und Miteinverleibten.und Mit—
teilhaben der Verhel&sung in Christo zur /'öit des Hoheliedes
unb&lv.innt waren, sieht das Auge des Glaubens in dieser Darstslltng
der Braut nicht nur die Gläubigen aus den Juden,'sonf
dem auch auß den Nationen.
Wenn auch Paulus mehr dii. himiifli cchen Verbindunger. im Blick
feld hat, so betrat er doch da und dort und so auch in Römer
denUodi2n der Offenbarung Christi mit den Seinigen upd dlep"..
in Übereinstimmurig mit dem Charakter der Petrusbriefe und'd.er
Offenbarung hinsichtlich der Offenbarung von Macht und Her'rkeit
auf dieser dann wiederhergestellten Erde.
b) Deshalb wird in Kap.6,10 die geheimnisvolle Frage gestellt;
'Wer ist sie, die da hcrvcrgiänzt *? ^

 

 

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'} iHi- ^ fiö rricht uia irdioche üraut, jene findet sich ifj^det»
Fraoo vor. Kap.8,5, sondern es ist »Die Braut, das Weih* des
Lammes', welche in Soinor üeglej tunö mit Herrlichkeit und
Macht bekleidet - den himmlischen Gchauplat?. verläset, deren '
nur für Ihn bestimmte Schönheit in der Hingabe der Voreini-'
gung alsdann in Kap.7,1-10 gesehen vvlrd,
Insofern im Kap.6,10-13 eine Vorwegnahme kommender Dinge,,
eine Einschaltung, indem die öffentliche Darstellung der •
Herrlichkeit der Braut anlässlich der Hochzeit droben ihre
Fortsetzung in der Irdischen Darstcllun g ihrer Herrlichkeit
findet•
c) Dabs es eine Vorivegnahnie ist und mit dem vorrangigen Gedanken
der öffentlichen Offenbarwerdung der Herrlichkeit der Brau.t»
drobon und hinieden in Verbindung steht, zeigt sich auch
schliessend in der Begründung in Kap.6,IX, nämlich warum ßR:
nun mit Seiner Braut in die Mitte des Volkes zurUckgekehrt.
war* .-. ,
I •• -• , Er war zuvor - zur vürgerückten Jahreszeit - (d.h. nach der,'
^ihbringung der V/eizencrnte, d.h. der Aufnahme der versamml«
in die Herrlichkeit = siehe 3.M.23) - bereits im Geiste .in. '•
der Mitte seines Volkes, um die Reife der späten Früchte 'zu*
besehen.
* V Es ist deshalb zu beachten, dass dieser Rückblick der Verse-
Kap,0,11-12 im Gegensatz zur Gegenwartsform der Verse*-10 4- 13
in der Vergangenheitsförm steht, wodurch sich eine-ei« zeit
liche Zusammengehörigkeit der jeweils genannten Verse und,
Ereignisse ergibt. n "
• \ • Das heisst, in der Begründung des Kommens in Macht war Er.rin ;!
jenem Rückblick in den Nussgarten hinabgegangen, um die Fi^atfe
der .Festlegung der Ernte zu prüfen, - In Kap.7,11-12 getit die
Veranlassung zu dieser Überprüfung von der* irdischen Braut
aus, v/eJchc Ihn bittet, dass Er doch mit ihr käme, um den Zu—
.stand der Dinge zu besehen, wir haben somit in dem Lotz'ter.en
und den dann dort folgenden Dingen eine wunderbare Ergänzung
der Aussagen von Kap.6,11 und deren eigentliche Fortsetzudg«
d) Anlässlich dieses Besehens der Dinge im Tale hinieden. .setzte *
sich seine Seele dabei im Geiste - obwohl die Zeit dafür n*oc.h
nicht ganz gekommen Vi^ar und doch in Übereinstimmung mit dei»,/
Begehren Seines Herzens - auf den Prachtwagen Seines williget
Volkes. Dieses, um gewisscrmasson von diesem Volke Im Triumph-
Zuge und Hosianna-Rufen als der Geliebte und mächtige Befreier
begleitet und auf dem Wege willkommen geheissen zu werden
(6,12).
. d) Was nun Kap.6,13 anbetrifft, so ist hier - nach der vorang.pr
gahljenen Vorbereitung - in VJiederaufnähme der Aussagen von
Vers 10 "dio Stunde des willigen Volkes" gekommen. Der Herr
kann sich in den Prachtwagon Seines willigen Volkes setzen
und im Giegcszuge dessen Huldigungen entgegennehmen*.. ... >
Aber nicht nur ER, zu Seiner Rechten weilt die himmlische '
Braut und teilt mit IHM Himmelsglanz und Herrscherstab
(Matth.19,28). Ihr gilt der 4-fache Zuruf dieses willigen
Volkes "umzukehren", damit sie nochmals auch ihre Schönheit
und Herrlichkeit bewundern und'damit zugleich den Br.äutigam.
ehren könnten, denn das V^eib ist des Mannes Herrlichkeit und '
Seine Schönheit wird in dem Weibe gesehen (1.Kor.11,3-10),
e) Abgesehen von der Verherrlichung Gottes und Seiner Ratschlüs
se (Römer 11,29-36) kann man dabei von einer 4-faehen Verherr
lichung anlässlich Seir.er Ankunft mit den Seinen gemäss den -
verschiedenen Schriftaussagcn sprechen:

 

• ' V- ;
* KR wird an JencM Tage verherrlicht in Bcinon Heiilgen, .
weil 5.io IHN ale Seine llerrlichKeit begleiten (2.These.
1,10) j •
* ER wird in ällnn dunen, dlo geglaubt haben, bewundert,' "
weil de mw persönlich und gomein&am verherrlichen
(2.The6e. 1,10); .
^ ER wird durch den Überrost Soineo VolKes gepriesen,
welches nach nnr WehKlagc IHM huldigen wird (Mt.23,39);
Von ciesem Überrest wird auch die zu Seiner Rechten
wcilunde, hiraiT»lische Braut verherrlicht und dadurch ER"',
selbst geehrt (Nobel.6,10,13).
•Eine fünfte Verherrlichung durch die Engel Seiner Macht' "
kann mit dur Wiedergabo von Mebr.1,Vers 6(abgeaehen davon,
daso auch Cott, clor Vater, IHM verherrlichen wird und •
davon, dacs sich vor IHM jedes Knie beugen muse:
Hebr.1,8-9 bozw. Ps.22,27-20 H Phil.2,0-11) doutlich- ge
macht werden:
"Wenn Er aber den Erstgeborenen iviodorum in den Erdkreis'
"öinfUhrt, spricht E'R; "UND ALLE ENGEL GOTTES SOLLEN IHN
"ANBETEN!"
f) Dur hier' erstmals, aber zwci-mal genannte Name '^ulamith* =
die weibliche Form clec Hamens 'Salome' der Friedliche
, cpricht an diccer Stelle nicht nur von dem Eineoein beider •.
Porsonen, der Einheit ihrer Gesinnung, sondern auch der Ein--
mütigkeit im Handeln (6,13a). V
0) Ist es wohl der Hoilige Geist oder auch die Stimme des Könige,
welche an das Volk, den Überrest, die Frage richten: *
"Was mögot ihr an der Sulamith sehen?'". (6,13b)
Dioso indirekt ausgesprochene Frage dürfte kaum der Sulamirh
selbst zugecprochen werden können. Diese Frage will und -Kann*
nicht in Demut von ihrer Person ablenken wollen; sie weist . ^
vielmehr auf die Aussorcrdentlichkeit der nachfolgenden Ant
wort hin.
h) Diese göttliche Antwort - oder auch die tiefe Empfindung des'
Überrestes und der irdischen Braut - folpt auf dem Fusse;
"WIE DER REIGEN VON MACHAHAIM!" .(6,13c)
Dieser spontane, bewundernde Ausruf Ist der Inbegriff der
völligen Wendung bishorigor Umstände, der Freude und Segnung
an diesem ereJgnisvollön Wendepunkt der Dinge durch die machty*'
V '^Äzwischenkunft des göttlichen Befreiers und der Kundge bung der Liebe!
Und hierzu noch «inige bemerkenswerte Ausblicke und Schluss-
Folgerungcn, obgleich die Fülle der Mitteilungen der Schriften
nicht annähernd zum Ausdruck gebracht werden können:
5) a) Mach dunkler Nacht, der grosRon Drangsal Jakobs, wird zukünftis
jene Morgenrcte aufglänzen, schön wie der Mond, rein wie die
Mond als ein Bild der Verriammlunö» indem er ihr'
gleich alles Licht, v/ciches or.in dunkler Nacht verbreitet,..''
vom Glanz der Lionnc - Christum - erhalten hat) und' furchtbar
wie Bannerocharen. .yo tritt die Auscrwählte des Königs aus ihrer
bi.shcrigen Verborgenheit und der Schmach auch ihrer Ver
werfung durch die Wöit in deren Mitte.
Solche aus der 'Synagoge des Satans' werden sezwunoen ««rden '
jLuTTLi«ehbAe ^®u^«p' Vl |i:i'mim'l'.^®B'r'a2uutw epefrekne nvnoern imhürses eFnü e(sOef fubngd. 3d,e9e) H.errn

 

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k •ß'vvi, V
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,^) Dieso von Ihm Celiebtan werden alsdann als 'Gerecht®''
Reiche ihres Vaters 'wlo die Sonne leuchton' (Mta3,430W''I vV?'"':
c) Diese Braut, das Wd'ib doc LainmeB, wird auch alo das aueeriesshe
Qofass der GnadOi als dlo Eine vor Allen, oeoonwärtig ,Beiii» . i
ivenn ganz Jsrael Xnach jenem Gericht dor Lebendigen) yoo'dan'ae^
Merzen aufjauchzt, weil Jehova, der Gott Joraela, der-'^ettendi}'
.. seiner Mitte weilt und sich seincreeits auch über Sein'
. 'il^^ißches Volk mit Vilonnc erfreuen und schweigend oder in Seiner
-iv Liebe zu ihm ruhend an dienern Anblick sättigen wird' (2Vph'i3;> •'
. 14-17) • .
6) a) Es iet der gleiche Zeitpunkt, zu welchem alsdann der 'Stab' i?'.
, Seiner Macht', der Ma^iht des Messlao und Menscheneohnee, aus '
Zion v/eithin sichtbar ausgoctreckt ist und ER inmitten Seinor-
, Feinde herrscht. f.!"' -
. '' . Ale Folge davon kommen 'mit dem Morgenrot' die Ansprache des
•'* .*^r falschen Königs, dee Anti-Christon, und er selbst zu einem'' '"
•'•V • : ' .. plötzlichen Ende und gänzlichen Vernichtung (Hos.10,9-15 + * >
Offbg.10,20). ..
' . ■! b). Aus Zion, der Schönheit Vollendung, ist Gott hervorgestrahit'f
'* • ' ■ (Ps.öo,?!) und dac Volk Jchovas ist am Tago Seiner Macht voller
Willigkeit; in heiliger Pracht, aus dom Schosse der Morgenröte,
wird IHM der 'T^u Seiner,Jugend♦ kommen (Po.110,3); das Licht
dieser Na^tion wird v;io die Morgonröto hervorbrechen und ihre
Heilung wird eilendo cproscen (Jeo.r/G,n.,), .
7) 0.) Zu Jener Zeit wird Jnhova der Gott aller Güochlechter''jfiraels.L;
, sein und die Gecamthuit dor dem 'Schwerte Entronnenen'■ wird*
als 'Sein Volk' genug Ursache haben als die 'Jungfrau .jsrael '
' * V ' i(ms ie'hReo igJecnre mdoiar T3a1n,1z-e1n4d)en1 ' Saieu swzuezrdieehne nd e-r d»oernin eB räSaumtieg^a rt6i;b oinnt,gi'edä^ör'n' .
.IHM.dient und er wird dem Herrn als 'ein. Geschlecht*, zuoerechi^.'
net worden (Ps.22,30-31), Singend und den Reigen tanzend. wen-.V
den sie alsdann sagen: "Alle meine Quellen sind' in DIRl"
(PS.87,7). Sie werden den König und die Königin in ihrer -Sch.öiV^
r heit von Angesicht zu Angoüicht sehen (Jos.33,17 +'Ps.45 + V.\
■ Hohel.3,11). J'.T
b) 'Machanaim' «» "zwei Dannerscharen" oder "das Heerlager .Gottes^' '
. als die Vereinigung der himmlischen mit der irdisch^en- »Macht *
auf'dieser Erde« Welch ein Bogen dss Friedens, welcher." den
Himmel mit dor Erde, dio Erde mit dem Himmel verbindet. ' " ■
*' H o) Der 'Reigen von Machanaim' und die wahre Hochzeit., von'.Wila'&io.<r
gekommen und an der Stätte einstiger furchtgeb'ietender .Ereig«^;
nissQ und doch so unfassbar gnädig erfahrener Rettungen wird *-•
sich die Herrlichkeit Christi und die Herrlichkeit der Vor- .
■ Sammlung in der Herrlichkeit Gottes, dargestellt in der au&v
dem Himmel von Gott horniedergekommenen Heiligen Stadt, *
Jerusalem, 'über* dorn Berge Zion niederlassen (Je6.4i2**6 t • V
., " Offbg.21,9-14) und dieser Erde ein überströmendes Mas© an • .
P^ieden und Freude geben - sov/eit hier jenes .begrenzte Zeit-,/, :•
'* • -alter in Frage kommt, * '
8) Sind dies alle© nicht Segnungen und Herrlichkeiten, weiche .Vhbute*'
schon in noch erhabenerem und unwandelbaren Masse der •Himmlischen
Braut und Versammlung* durch das Zeugnis der Schriften und des
Heiligen Geistes mitteißt des Glaubens zu eigen sind, um.dann in ?
den kommenden Zeitaltern den überschwenglichen Reichtum Seiner .
Gnade in Güte in Christd-Jesu gegen uns zu erfahren (Eph;2,4-7)*>' •
VMGiche Eollten wir dann gegenwärtig sein und mit ^welcher -^nbrunst
die Ankunft des Herrn erwarten und begehren! (Offbg.22,16-17,^0-21)
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