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Grundlegende Christliche Lehre 

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Das Reich Gottes  Stand:  06.04.2017  Script RL_englisch Skript Roger Liebi deutsch    .mp3→→  W.J.Ouweneel 
A. Remmers   A. Steinmeister Benedikt Peters  Reumermamn  Roger Liebi    Hof Eberhard


A.F.

I. Die Wiedervereinigung von Juda und Israel - Hes. 37,15-23

A. Das Zeichen - Hes. 37,15-17
Und des HERRN Wort geschah zu mir Du /Menschenkind, nimm dir em Holz und
schreibe darauf  »FürJuda und Israel, die sich zu ihm halten,«  Und nimm noch ein
Holz und schreibe darauh »Holz Ephraims, für Josef und das ganze Haus Israel, das
sich zu ihm hält.« " Und fuge eins an das andere, daß es ein Hob werde in deiner Hand.

In V.15
kommt das Wort Gottes zu Hesekiel. Damit wird eine neue Prophetie
angekündigt, die nach V.16 von den zwei Hölzern handelt Er soll ein Holz
nehmen und darauf schreiben: Für Juda und Israel, seine Genossen.

Seine Genossen, die sich zu ihm halten, schließt die Stamme Benjamin
und Simeon mit ein, die als Judas Genossen bezeichnet werden. Dann soll er noch
ein Holz nehmen und darauf schreiben: Holz Ephraims, für Joseph und das ganze
Haus Israel, seine Genossen . Joseph ist der Stammvater,
Ephraim ist der prominenteste Sohn. Das ganze Haus Israel, das sich zu ihm hält,
wörtlich seine Genossen: darin sind die anderen neun Stämme eingeschlossen, die
Genossen Ephraims. Aus diesen beiden Ausdrücken geht eindeuüg hervor, daß die
beiden Hölzer die beiden Häuser Israels repräsentieren: Das Königreich Juda und
das Königreich Israel.  In V.17 geschieht die Vereinigung, daß es ein Holz werde.
Das hebräische Wort für „ein" ist das Wort echad, das eine zusammengesetz-
te Einheit bedeutet.  Mit anderen Worten, die zwei Hölzer werden ein Holz. Es
gibt zwei hebräische Wörter für „eins", das erste bezeichnet etwas absolut
Einzelnes, das andere eine zusammengesetzte Einheit. Hier ist das Wort für eine
zusammengesetzte Einheit verwendet Das ist das gleiche Wort das in  5.Mos. 6,4
für Gott verwendet ist Gott ist Einer. Gott ist nicht 
ein absolut Einzelner, sondern eine zusammengesetzte Einheit Als Hesekiel
die beiden Hölzer vereinigte, wurden sie in seiner Hand zu einer zusammengesetzten
Einheit

B. Die Auslegung - Hes. 37,18-20 "

Wenn nun dein Volk zu dir sprechen wird: Willst du uns nicht zeigen, was du
damit meinst?, " so sprich zu ihnen: So spricht Gott der Herr: Sieh, ich will das
 Holz Josefs, das in der Hand Ephraims ist, nehmen samt den Stämmen Israels, die
sich zu ihm halten, und will sie zu dem Hob Judas tun und ein Holz daraus madien,
und sie sollen eins sein in meiner Hand. Und so solbt du die Hölzer, auf die du
geschrieben hast; in deiner Hand halten vor ihren Augen.

Was Hesekiel tun sollte gemäß Vers 15-17, hatte den Zweck, daß die Leute zu
fragen anfangen (V.18). Die symbolische Handlung sollte die Juden veranlassen,
Hesekiel zu fragen: Willst du uns nicht zeigen, was du damit meinst? In V.19 soll
Hesekiel antworten, die beiden Königreiche Juda und Israel sollen eins sein in
meiner Hand. Es ist dabei wichtig, daß „meine Hand" die Hand Gottes bedeutet

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Es ist Gott, der das zustande bringt, und Gott wird Juda und Israel vereinigen, so
daß sie wieder zu einem Volk werden. Hesekiei soll die beiden Hölzer vor den
Augen der Leute in der Hand halten, wenn er ihnen die Bedeutung der symboli
schen Handlung erklärt (V.20). Die beiden Hölzer sind zwei Hölzer geblieben. Sie
sind nicht durch ein Wunder zu einem Holz vereint worden. Sie sind Seite an
Seite zusammengehalten in Heskiels Hand, so daß die Leute die Trennungslinie
nicht sehen können. Letzten Endes wird die Trennung Israels verschwinden.
Gottes Hand wird die Trennung verschwinden lassen.


C. Die Anwendung - Hes. 37,21-23 "

und sollst zu Ihnen sagen; So sprcht  Gott der Herr: Siehe, ich will die Israeliten
herausholen aus den Heiden, wohin sie gezogen sind, und will sie von überall her
sammeln und wieder in ihr Land bringen  und will ein einziges Volk aus ihnen
machen im Land auf den Bergen Israels, und sie sollen allesamt einen König haben
Und sollen nicht mehr zwei Völker sein und nicht mehr geteilt in zwei Königreiche.
Und sie sollen sich nicht mehr unrein machen mit ihren Götzen und Greuelbildem
und   allen ihren Sünden. Ich will sie retten von allen ihren Abwegen, auf denen sie
gesundigt haben, und will sie reinigen, tmd sie sollen mein Volk sein, und ich will
ihr  Gott sein.

Die Anwendung des Zeichens und der Auslegung ist für das Volk Israel be-
stimmt In V.21 ist von der Sammlung die Rede, und es werden zwei Gedanken
dargelegt. Der erste Gedanke ist die Sammlung des jüdischen Volkes aus allen
Nationen, wohin Gott sie vertrieben und zerstreut hat Der zweite Gedanke ist der
von der Wiederherstellung: Er wird ihnen ihr Land wiederherstellen. Er wird sie
wieder sammeln, und zwar in das Land Israel.
V.22 betont die Vereinigung: und will ein einziges Volk aus ihnen machen im
Land. Von dieser Einheit des Volkes handelt auch l.Chr. 17,21. Sie werden eine
Nation sein in dem Land, namlich auf den Bergen Israels, also dem zentralen
Bergland Israels. Außerdem werden sie nur einen König haben. Seit nach Salomo
das Königreich geteilt wurde, gab es jeweils zwei Könige in dem geteilten Volk.
Aber in der endzeitlichen Wiederherstellung wird es nur einen König über sie alle
gebem Dieser eine König wird David sein. Außerdem werden sie nach Sach. 14,9
 nur einen Gott haben, und das wird jesus Christus selbst sein. Schließlich wird es
ein imteilbares Königreich sein: Sie sollen nicht mehr zwei Völker sein und nicht
mehr geteilt in zwei Königreiche. Sie werden ein einziges Kötügreich sein, unter
einem Gott unter einem König. Das lehrt auch Jer. 3,17-18.

In V.23 verheißt Gott eine zukünftige Reinigung. Von drei Dingen sollen sie
nicht mehr verunreinigt werden: von Götzen. Greuelbildem und
Sünden  Statt dessen sollen sie durch Erlösung charakterisiert
sein. Das zeigz sich in zweierlei Weise: erstens Ich will sie retten von allen ihren
Abwegen, auf denen sie gesündigt haben, zweitens und will sie reinigen. das
Das Ergbnist ist: soie sollen meien Volk sein, und ich will ihr Gott sein.





Die Wiederherstellung des Thrones Davids - Hes. 37,24-25

 Und mein Knecht David soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und
sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun.
Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gege
ben habe, in dem cuie Viter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder
sollen darin wohnen für immer, und mein Knedtt David soll für immer ihr Fürst
sein.

Vier Punkte werden hier aufgezeigt. Der erste Punkt: David wird König und
Hirte sein (V.24a). Er wird als König und als Knecht bezeichnet. Von Gott aus
gesehen wird David ein Knecht sein, der unter Gottes Herrschaft regiert Von Isra
el aus gesehen wird David ihr König sein. Im Tausendjährigen Reich wird Jesus
als König über die ganze Welt herrschen. Es wird im Tausendjährigen Reich ein
Regierungssystem aus zwei Herrschaftsbereichen geben: einerseits die Heidenvöl-
ker, über die mit Christus zusammen die Heiligen der Gemeinde regieren sollen,
und andererseits die Juden, über die mit Jesus zusammen David als König über
Israel herrschen wird. Von Israel aus gesehen wird David ihr König sein. Außer
dem wird David dann die Stellung eines Hirten ihnehaben. Als Hirte wird er Israel
 führen und weiden.

Der zweite Punkt
ist der Gehorsam Israels (V.24b). Unter Davids Leitung, unter
ihm als Hirten, wird Israel in Gottes Rechten wandeln und seine Gebote halten.

Der dritte Punkt
hat mit dem Landbesitz zu tun (V.25a). Dabei sind zwei Ge-
danken festgehalten. Erstens: Gott ist es, der sie wieder in das Land einsetzt, und
zweitens: Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer.
Das hebräische Wort „für immer" bedeutet nicht "in Ewigkeit", sondern „für ein
Zeitalter". Mit anderen Worten: Wenn sie dann einmal wieder in ilir Land ge-
bracht sind, werden sie es für das ganze 2^italter des messianischen Königreichs
besitzen. Zu keinem Zeitpunkt im Tausendjährigen Reich werden sie ihr Land
verlieren oder wieder daraus zerstreut werden. Sie werden am Beginn des König
reichs in das Land gebracht und werden dort das ganze Königreich über bleiben.

Der vierte Punkt ist eine weitere Position Davids, nämlich die eines Fürsten
(V.25b}. Vorher war er als König bezeiclmet worden, jetzt wird er Fürst genannt.
Aus Israels Sicht ist er ihr König. Aus der Sicht des Messias wird er ein Fürst sein,
weil er geringere Macht hat als der König, der Messias. Er wird ihr Fürst sein für
immer, aber auch hier bedeutet das hebräische Wort wieder „für ein Zeilalter". Mit
anderen Worten: David wird diese Position das ganze messianische Königreich
über innehaben. Er wird keinesfalls aus dieser Position abgesetzt.

III. Der Tempel im Tausendjährigen Reich - Hes. 37,26-28
Und ich  will mit Ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund
mit ihnen sein. Und ich will sie erhalten und mehren, und mein Heiligtum soll unter
ihnen sein für immer. " Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie
sollen mein Volk sein,  damit auch die Heiden erfähmt, daS ich der HERR bin,
der Israel heilig macht, wenn mein Heiligtum für immer unter ihnen sein wird.

Erstens erfahren wir die Grundlage für den neuen Tempel. Das ist der Neue
Bund (V.26al, der Bund des Friedens, der ein ewiger Bund sein soll. Es ist der
selbe neue Bund wie in Jer. 31,31-34, tind dieser ist die Grundlage für das neue
Heiligtum. Gott nennt den Tempel mein Heiligtum, das ist
das hebräische Wort für »meine heilige Stätte". Die Betonung liegt auf der
Heiligkeit des Tempels im Tausendjährigen Reich.

Zweitens wird es ein Anwachsen der Bevölkerung geben.
Drittens wird hier die Beziehung zwischen Gott und Israel geschildert (V.27).
Mein Heili^um wird für immer unter ihnen sein. Mit dem Heiligtum ist »meine
gegenwärtige Wohnung» oder »meine Schechina-Henlichkeit" gemeint. Der neue
Tempel, der im messianischen Königreich gebaut wird, soll auch der Wohnsitz der
Schechina-Herriichkeit Gottes sein. Die Scheclüna-Henlichkeit Gottes soll wie ein
 Baldachin über Israel sein (Jes. 4,5-6). Das Ergebnis für Israel ist; Ich will ihr Gott
sein, und sie sollen mein Volk sein (V.27).
Viertens wird das Ergebnis für die Heidenvölker dargelegt: damit auch die
Heiden erfahren, daß idi der HERR bin, der Israel heilig macht. Wann?
Wenn mein Heili^um für immer unier ihnen sein wird, also für das ganze Zeitalter. Die
Vision von den zwei Hölzern schließt mit der Verheißung, daß Gott Seinen Tempel,
Sein Tabernakel, Sein Heiligtum, Seinen Wohnsitz mitten unter den Kindern Israel
errichten wird. Später, in den Kapiteln 40-48, schildert Hesekiel ausführlich den
Tempel, den Gott im messianischen Königreich errichten wird.

Verzeichnis der zitierten Bibeistellen
5.Mose 6,4 1  Jesaja  4,5-6 Hesekiel 40 - 48
 1. Chronika 17.21 Jeremia 3.17-18 Jeremia 31.31-34  Sacharaj 14.9