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Hallo Hans Peter,
 
ich denke folgender idea-Artikel + mein Kommentar (wurde so auf wallsreet-online von mir gepostet) dazu, könnte vielleicht für Dich von Interesse sein.
 
Ein "Gottesdienststörer" sitzt im Gefängnis


Einer der beiden notorischen Gottesdienststörer aus Berlin hat seine Freiheitsstrafe angetreten. Hinter dem 29jährigen Christian Arnhold schlossen sich am Mittwoch die Tore der Berliner Justizvollzugsanstalt Heiligensee. Er wird, wie eine Mitarbeiterin idea auf Anfrage bestätigte, seine fünfmonatige Freiheitsstrafe im offenen Vollzug verbüßen. Arnhold hat mit seinem 45jährigen Gefährten Andreas Roy rund 50 Veranstaltungen, vornehmlich Gottesdienste, gestört. Das Mainzer Landgericht hat beide zu jeweils fünf Monaten Haft verurteilt. Roy hat Revision eingelegt und befindet sich daher weiter auf freiem Fuß. Die beiden sorgten zuletzt Anfang Oktober für Aufsehen. In Anwesenheit von Bundespräsident Köhler und Bundeskanzler Schröder warf Arnhold beim ökumenischen Gottesdienst zum Nationalfeiertag im Erfurter Dom Flugblätter und unterbrach die Predigt des Thüringer Landesbischofs Christoph Kähler mit Rufen wie „Tut Buße“. Roy brüllte Bibelverse bei der live aus Berlin übertragenen ZDF-Show „Wetten daß“. Nach ihrer Ansicht sind alle Kirchen und Freikirchen vom Glauben abgeirrt.


So stellt die religiöse Mainstream-Nachrichtenagentur idea den Sachverhalt dar.
Christian Arnold war am letztjährigen Reformationstag bei einer TV-Übertragung (sollte ein Gottesdienst sein) zu sehen.
Ich dachte mir zuerst, was ist denn das für eine Showeinlage, als er zur Buße aufrief.
Er wurde dabei auf recht unsanfte Weise von der Bühne entfernt. Natürlich wurde damals mit keiner Silbe auf seinen Protest eingegangen.
Wie meinte er doch? " Die evang. luth. Kirche ist zu einer Synagoge des Satans geworden" .

Wir brauchen mehr Protestanten ( im besten Sinne des Wortes) von deren Sorte.

Viva Christian Arnhold

Viva Andreas Roy

Lieber Gruß

Hans

P.S. wie gesagt, vielleicht kannst Du diese Kurzinformation gebrauchen. Christian Arnhold und  Andreas Roy hätten ein wenig Beachtung verdient.
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15.10.04

Hallo,

ich denke nicht, dass das die Art ist wie das "Evangelium" verkündet werden
sollte. Schließlich finde ich in der Bibel kein Beispiel, dass ein Apostel oder
Jesus damals in ein Theater etc gegangen wären und "Brot-und Spiele-Veranstalltungen" gestört hätten.
Und es ist doch kein Geheimnis, dass sämtliche xy-Landeskirchen schon
längst dem Baal dienen - weshalb die Aufregung ? Eine falsche Staats-
Religion gab es schon immer. Die Kranken bedürfen des Arztes nicht
die Gesunden. Die Menschen, die für das Evangelium noch offen sind,
finden sich sicherlich nicht in "Wetten Dass" oder in Gottesdiensten. Ich
denke, es sind die armen und verlorenen auf den Straßen und nicht die
Ego-Götter, die Jesus erreichen wollte.

Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen.
26 Seht doch eure Berufung an, ihr Brüder! Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige,
nicht viele Vornehme; 27 sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt, um die Weisen zuschanden zu machen,
und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen; 28 und das Unedle der
Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, und das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist,
29 damit sich vor ihm kein Fleisch rühme.

1. Kor. 1,

soli Deo gloria
Grüße
Michael/de

 
Liebe Geschwister,
die Akteure der Gottesdienststörung haben eine eigene Website https://www.jesus-der-christus.de/ .
Ich wollte mich eigentlich informieren, ob es sich möglicherweise um echte Kinder Gottes handelt
 oder um religiöse Spinner, die benutzt werden um den Namen des Herrn Jesus öffentlich in den Dreck zu ziehen.
 
Ich habe zwar nicht alles gelesen, aber Sätze wie "ERST DURCH DIE BIBLISCHE TAUFE, FOLGEND
 AUS DEM GLAUBENSGEHORSAM, WIRD MAN GERETTET!", sind klare Irrlehre.
Ich würde daher in keinerlei Weise die "Verkündigung" dieser Leute für gut heißen.
 
Zudem erkennt man als Christ die Obrigkeit (Röm 13) an. Das bedeutet natürlich, dass staatlich definierte Straftaten im Dienste des Evangeliums völlig ausgeschlossen sind. Die Gottesdienst-Störer arbeiten jedoch mit Hausfriedensbruch und (wohl) auch mit Körperverletzungen (Widerstand bei Festnahmen).

Meine (persönliche) Meinung lautet: es handelt sich nicht um eine vom Geist Gottes gewirkte Aktion
wiedergeborener Christen.
 
Einige Aussagen, die sie treffen sind jedoch nicht falsch: Warnung vor Ökumene, Sünde etc. - was
nützt das jedoch, wenn die Taufe als Rettung verkündigt wird. Das Heil liegt vielmehr allein in Jesus Christus.
 
Ob die Akteure echte Geschwister im Herrn sind, kann ich nicht beurteilen - vor deren Vorgehen
würde ich ernstlich warnen.
 
Ob hinter den Störern eine Gemeinde steht konnte ich nicht ermitteln - es scheint sich jedoch um eine
Einzelaktion zu handeln. Wenn ich - bevor ich Christ wurde - von solchen Aktionen erfahren hätte,
wäre mein Gedanke: "Wenn man als bibeltreuer Christ mit Hausfriedensbruch und Körperverletzung
 arbeiten muss, dann werd' ich sicher keiner von denen"
Ich denke daher, dass diese Aktionen mit beitragen, dass Bild bibeltreuer Versammlungen/Christen
in der Öffentlichkeit lächerlich und ekelhaft zu machen - daher sind m.E. diese Aktionen ein Schaden
 für das Evangelium.
 
Peter

 

 

Hallo Peter,   16.10.04

so einfach mit der staatlichen Obrigkeit kann man es sich nicht machen.
Ein Staat kann Gesetze nach Belieben und nach Volkeswunsch erlassen.
So auch Antidiskriminierungs-Gesetze wie in Kanada oder Schweden ...
Hier muss man Gott klar mehr gehorchen als den Menschen.

Zitat:
Ich habe zwar nicht alles gelesen, aber Sätze wie "ERST DURCH DIE BIBLISCHE TAUFE,
FOLGEND AUS DEM GLAUBENSGEHORSAM, WIRD MAN GERETTET!", sind klare Irrlehre.
Ich würde daher in keinerlei Weise die "Verkündigung" dieser Leute für gut heißen. Zitat Ende

Du urteilst sehr schnell über Menschen und machst es wie die Sektierer, indem Du Zitate einfach
aus dem Zusammenhang nimmst. Zudem halte
ich diese Aussage als keine Irrlehre. Wer nichts tut, der begeht auch keine Fehler, es ist immer
einfacher vermeintliche Fehler zu finden als selbst etwas zu unternehmen.

Übrigens halte ich die Webseite als sehr gelungen.

Ich frage mich, was tun wir überhaupt konkretes für unseren Herrn außer
sonntags privat und abgeschirmt von allem Menschen Lieder zu singen. Es waren im AT
 die Propheten, die dem Volk gesagt haben, wie schlecht das Volk ist. Dafür wurden sie
schlimm verfolgt und getötet. Es ist wohl doch so, dass die meisten Christen im Geiste
schon zu fett geworden sind, als das sie überhaupt etwas für ihren vermeintlichen Herrn tun würden.

soli Deo gloria
Grüße
Michael/de
 

Hallo Michael / de

Mit der Obrigkeit und dem Gehorsam gegenüber dem HERRN sind wir uns einig.

Wobei ich noch folgendes anmerken möchte.
Nicht wer getauft ist, ist gerettet, die Taufe bringt keine Rettung, sondern der Glaube, bzw.
das man den HERRN angenommen hat uns sein Kind ist.
Man ist nicht sein Kind, weil man getauft wurde, oder weil man gehorsam (gewesen) ist,
sondern man ist sein Kind weil man sein Kind ist und darum
ist man auch gerettet!


<<Du urteilst sehr schnell über Menschen<<

1) Beurteilen soll man, verurteilen hingegen nicht! Ein beurteilen ist zur eigenen Sicherheit,
ein Verurteilen ist jemandem das Heil absprechen!
Er hat ja geschrieben: <<Ob die Akteure echte Geschwister im Herrn sind, kann ich nicht beurteilen<<
2) Hat er nicht über Menschen geurteilt, sondern er hat die Lehre begutachtet! Das ist ein
Unterschied!
3) Klar sollte man das Ganze nicht aus dem Zusammenhang reissen:-)

<<Ich frage mich, was tun wir überhaupt konkretes für unseren Herrn außer sonntags privat
und abgeschirmt von allem Menschen Lieder zu singen. Es waren im AT die Propheten,
die dem Volk gesagt haben, wie schlecht das Volk ist. <<

Ja das ist eine gute Frage, die darf und muss sicherlich immer wieder gestellt werden.
Nur, daraus lässt sich ein Handeln oder eine Denkweise wie die des "Störens" nicht rechtfertigen.
Auch Propheten störten doch keine Veranstaltungen... Zudem hatten denke ich die
Propheten eine wichtige und autorisierte Aufgabe, haben wir diese auch in diesem
Masse und auf dieses Weise? Der Vergleich mit dem AT
und Heute ist einerseits immer schwierig (da wir auch keine Juden sind und nicht
 mehr im AT leben), auf der anderen Seite auch nicht immer angebracht.

Gruss
Michael / CH

16.10.04