Frage2288

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Sollte man sich als Christ oder Christin vom Herz oder vom Verstand leiten lassen?

 Silvia.ch

Liebe Silvia

wenn wir uns allein durch das Wort Gottes leiten lassen, dann kannst Du Dein Herz und Deine von Gott geschenkten Verstand wirklich brauchen. Wer nicht  allein das Wort Gottes durch den Heiligen Geist als Führer hat, der wird über kurz durch das Herz :X Verstand irregeleitet.

In IHM
Hans Peter

Hallo 

Bei meiner Frage 2288 Herz? Verstand ? habe ich einen Satz nicht verstanden.

Wer nicht allein das Wort Gottes durch den heiligen Geist als Führer hat, der wird über kurz durch das Herz :X Verstand irregeleitet.

Der erste Teilsatz verstehe ich nicht. Kann mir das jemand beantworten?

Was bedeutet über kurz durch das Herz :X Verstand irregeleitet? Das X verstehe ich nicht und über kurz verstehe ich nicht.

S.Keller

 

Liebe Silvia

Ich schreibe den Satz

 "Wer nicht allein das Wort Gottes durch den heiligen Geist als Führer hat, der wird über kurz  lang durch das Herz :X Verstand irregeleitet.
"

 nun verständlicher,- ich habe anstatt der üblichen Wende: "kurz oder lang" - nur andeuten wollen, dass es eben schnell geht...  (kurz)

Zu:  (x:)
Damit meine ich jeweils, dass wenn jemand in den Begriffspaaren  wie "Herz und Verstand" sich bewegt, unweigerlich  innerlich verkümmert, weil das reine Selbstbeschäftigung ist. Wir brauchen Führung. Der Führer spricht unseren Verstand und das Herz an. So leitete Er uns. Unser Verstand und das Herz kann uns also nie führen, das wäre die Abfall vom lebendigen Gott dem guten Hirten und Aufseher.  Das Wort Gottes ist das Licht und die Leuchte.

in IHM
Hans Peter
 

 
 
19.06.05
 
Liebe Silvia
 
Vielleicht meintest du diesen Vers?
 
Spr 3,5 Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand.
 
Dieser Vers wird oft in dem Sinne gebraucht, man muß nicht alles verstehen, was man sagt, so z.B. beim "Zungenreden"
Hauptsache es kommt aus dem Herzen, aus dem Geist.
 
Aber im Textzusammenhang sieht man deutlich wie das gemeint ist.
Man soll die Gebote, z. B. die 10 Gebote, von den Steinstafeln auf die Herzenstafeln kopieren.
So daß diese ein Fundament bilden in uns.
 
Joh 6,63 Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts.
Die Worte, welche ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;
 
So hat Jesus nur verständlich geredet und dies war Geist und Leben.
So war Jesus Christus voll Geistes, indem er in ganz normaler Landessprache redete.
 
Dass durch irgendwelche Einflüsse unsere Gedanken manchmal verwirrt werden können, das heißt, wir unsicher sind
indem was wir tun oder denken sollen, sprich dass wir durch Irreführung unserer momentanen Gedanken
zu einer falschen Handlungsweise genötigt werden (was erst oft hernach bewußt wird), so sollen wir uns nicht auf unseren Verstand
verlassen, sondern auf das was wir Sicher wissen - sein verständliches Wort - 
 
 
Spr 3,1 Mein Sohn, vergiß nicht meine Belehrung, und dein Herz bewahre meine Gebote.
Spr 3,2 Denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden werden sie dir mehren. -
Spr 3,3 Güte und Wahrheit mögen dich nicht verlassen; binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens;
Spr 3,4 so wirst du Gunst finden und gute Einsicht in den Augen Gottes und der Menschen. -
Spr 3,5 Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand.
Spr 3,6 Erkenne ihn auf allen deinen Wegen, und er wird gerade machen {O. ebnen} deine Pfade. -
Spr 3,7 Sei nicht weise in deinen Augen, fürchte Jehova und weiche vom Bösen:
 
Gottes Segen
 
Kurt R.

 

Es gibt in vielen geistlichen Strömungen, die sich christlich nennen, es aber nicht sind (zu nennen ist u.a. jene der Theosophie), jene Ausprägung des "auf's Herz hören". Diese Irrlehrer glauben und verkünden, es gebe in uns einen 'göttlichen Funken', der uns leiten könne. Mittels diesen Funken sei u.a. das Phänomen des sogenannten 'inneren Wortes' zustande gekommen. Ein Funken der Göttlichkeit Jesu spreche entsprechend in unseren Herzen zu uns - laut, vernehmbar und personell einnehmend. Dies ist eine große Verirrung und eine große Versuchung. Daraus sind unsagbare Verirrungen entstanden, die in angeblichen 'Jesus-Worten' wiederzufinden sind und auch die dämonisierte kath. Marienfrömmigkeit begünstigt haben.

 

Röm 7,18 (alles wiedergegebenen Worte aus rev. Elb.)

"Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten nicht."

 

Phil 2,13

"Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu <seinem> Wohlgefallen"

 

Gerade in den Volkskirchen finden schon lange unsagbare Entwicklungen statt. Es gibt offizielle Kirchenlehre (die bereits zu genüge irrt) und es gibt Alltagspraxis, der es gelungen ist, widerchristlichstes selbst mit der bereits verdorbensten Lehre zu vereinbaren, ohne in Zweifel zu geraten. Bereits diese klaffen unsäglich auseinander. In unzähligen Gemeinden werden z.B. Meditations- und Yoga-Kurse angeboten, die allgemeine Angleichung der Religionen nimmt immer mehr zu. Auch ist eine seltsame Entwicklung zu beobachten, dass Irrlehren wie die Allversöhnung unterschwellig weite Verbreitung gefunden haben. Buddhistische Lehrsätze sind allgegenwärtig - selbst bei Christen. So wird in vielen Gemeinschaften mehr meditiert als gebetet. Selbst die größten Verfechter wissenschaftlicher Aufklärung sind unterschwellig Anhänger von Lehren der wiederholenden Wiedergeburt in unterschiedlichen Leben oder karmischer Ausprägungen usw. Sogar in Therapien bei weltlich 'anerkannten Psychologen' verschafft sich z.B. zunehmend esoterisches Gedankengut Raum. Probleme, die man habe, seien mithin 'karmisch' usw.. Dies wird umformuliert - aber der Grund ist auch dort stets erkennbar. Also auch jene, die sich selber als höchst rational bezeichnen, erliegen einer unglaublichen Irrationalität, die sie selber nicht reflektieren und freilich auch abstreiten, so sie damit konfrontiert werden

 

Nun muss der Mensch erkennen, dass er von Grund auf nichts gutes hat. Und er kann dem Herrn auch nichts gutes bringen. Weder des Menschen Verstand noch sein Herz können ihn führen noch etwas gutes hervorbringen. Den Herrn in diesen zu vermuten, kommt einer Selbstanbetung gleich, die freilich spitzfindig verhüllt ist. Schlussendlich gerät der Mensch immer an die Klippe, an die ihn unser Herr führt:

 

Mt 16,25

"Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden."

 

Mt 19,17

"Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich über das Gute? Einer ist der Gute. Wenn du aber ins Leben hineinkommen willst, so halte die Gebote!"

 

Röm 6,8

"Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, daß wir auch mit ihm leben werden..."

 

Es gibt unzählige Möglichkeiten der 'Selbst'-Bewahrung. Aber der Herr hat eine Bedingung gestellt: Wir müssen um seinetwillen ersterben. Da ist weder Herz noch Verstand - sondern da ist dann die Führung durch den Herrn und die Umformung des Herzens und des Verstandes, die von seinem Wort geleitet wird und in Gnade die Wiedergeburt erlangt, eine neue Schöpfung wird (2 Kor 5,17).

Aber wir wollen gerne den einen Schritt vor dem anderen tun - und das ist ein großer Fehler, der in der gesamten Christenheit zu unsäglichen Einflüssen Satans geführt hat. Theologie, Frömmigkeit und Alltag der Volkskirchen sind bestimmt und gelenkt von jenen, die nicht in Christus erstorben und wiedergeboren sind. Diese stellen ihr Herz und ihren Verstand in den Dienst einer Kraft, die mit Christus wenig zu tun hat - denn sie halten nicht seine Gebote! Sie fehlen an der Schrift und ersetzen (s. besonders kath. Kirche) das Wort des Herrn durch eigene Lehre. Da sind Rationalisten (jene, die dem Verstand folgen wollen) und Emotionalisten (jene, die dem Herz Vorrang geben) von betroffen.

 

Wir leben in der Zeit, wo die Schafe der Herde zerstreut lebt (Mt 26,31). Aber die Schafe hören auf die Stimme des Herrn (Joh 10,1 ), die uns im Evangelium des gekreuzigten und verherrlichten Herrn geschenkt worden ist. Bei allem Widerstreben des Selbst, ist dies doch der rechte Weg zu unserem Heiland und schließlich in und durch unseren Seelenhirten. Dies ist die Grundlage, auf der der Herr wirkt. Das eine nicht ohne das andere.

 

Zur Verherrlichung unseres Herrn, Jesus Christus.

Holger

 

Lieber Kurt R.
Danke für Deine Antwort, gerade der untere Abschnitt hat mir sehr geholfen, viele vermeintliche Ungereimtheiten haben sich nach Suchen nach dem Willen Gottes -durch Gebet und Bibellesen und Gemeinschaft mit Geschwistern- aufgelöst.
PS: Schätze findet man ja (normalerweise) auch nicht, indem man spazieren geht, sondern danach gräbt.
IN Jesus,
christian t./at