Frage2327

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Kann der Teufel Gedanken lesen?

clemens

Lieber Clemens,

zu deiner Frage möchte ich mich kurz halten. Nach meinem Wissen, spricht die Bibel nirgends davon, dass der Teufel Gedanken lesen könnte.

Wenn jemand unsere Gedanken kennt, dann Gott. Und auch von Jesus dem Gesalbten heisst es, dass er die Gedanken der Menschen kennt. Ich wähle drei Stellen aus, um dies zu untermauern.

Ps. 94, 11:

"Der HERR kennt die Gedanken des Menschen, daß sie ein Hauch sind."

In Psalm 139, 23 bittet der Beter: 

"Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken!"

Mk. 2, 8:

"Und sogleich erkannte Jesus in seinem Geist, dass sie so bei sich überlegten, und sprach zu ihnen: Was überlegt ihr dies in euren Herzen?"

Ich hoffe, dies hilft ein Stück weiter.

Mit lieben Grüssen

Max B.

Lieber Clemens.  05.07.05

Gedanken "lesen" kann der Teufel sicher nicht.

Aber er kann Gedanken beeinflussen. An mir liegt es, ob ich diese Gedanken a als solche erkenne und b ob ich ihnen nachgebe.

Das Nachgeben ist meine willentliche Entscheidung.
Viele Grüsse Berndt

 

hi berndt,

Woher willst du wissen dass er es nicht kann ? Biblisch kann das Gedankenlesen nicht ausgeschlossen werden - somit muss man damit rechnen, dass er es vielleicht doch kann

Im Buch aus dem CLV-Verlag über Maria wird geschrieben, dass die Marien- Erscheinungen genau das taten was der Mann sich in Gedanken vorstellte z.B. ...

Marias Botschaft an die Welt war das Buch

Die Stelle : Einige fielen in Trance während einer Marienerscheinung und die Erscheinung tat genau das was der in Trance gefallene sich in Gedanken vorstellte (oder so ähnlich, ist jetzt nur aus meiner Erinnerung heraus)

Dies würde dafür sprechen dass Gedanken zumindest teilweise, wenn man sich den Dämonen bewusst/unbewusst öffnet, gelesen werden können, also in einigen Fällen

Chris

Also, ich frage mich gerade, was so wichtig am Wissen ist, ob Satan unsere Gedanken lesen kann?!? Die hlg. Schrift macht keine eindeutige Aussage dazu. Und das wohl nicht ohne Grund - das grundlegendere ist davon fern. 

Satan weiß sehr wohl, was den Menschen zur Sünde versuchen kann. Und darin weiß er wiederum alle Wege - da scheint es bald egal, ob er es kann oder nicht.

Aber diese Frage verdeckt ungemein wichtige Züge unseres Lebens in der Konfrontation mit Satan: Was müssten wir vor dem Fürsten der Lüge verheimlichen? Müssen wir was vor ihm verbergen? Müssen wir geheime Pläne schmieden oder uns vor ihm verstecken?

Unser Leben ist nicht auf Geheimnisse angelegt. Es stehe im Lichte Jesu Christi - und in ihm allein stehen wir sicher. Aber in diesem Licht wird auch alles offenbar und muss alles offenbar werden. In Jesus sind wir aber Überwinder, weil Er für uns ein für alle mal überwunden hat. Welche Geheimnisse müssen wir also wahren, dass wir fürchten, dass er sie erraten, lesen oder sogar offenbaren kann, sie für sich verwenden kann? Ganz im Gegenteil.

Wir sind mannigfaltigen Versuchungen überantwortet. Aber welchen geistlichen Stand haben wir? Stehen wir gewiss in Jesus Christus, dem Herrn?

Was wollen wir Satan denn verheimlichen? Unsere verborgene Sünde, dass er sie sich zunutze machen kann? Oder wollen wir Gott etwas verheimlichen? Sind wir nicht sogar aufgefordert, alle  Sünde, alles Geheime dem Herrn zu bekennen, dass er uns aus ihr erlöst? Oder wollen wir nur nicht, dass Satan unsere Sünde ausnutzt, die wir nicht bereit sind, ans Licht Gottes zu tragen?

Ich höre und lese so viel von 'Okkultismus', dem 'Verborgenen', dem Heimlichen. Und ich lese so viel von 'Taktiken' gegen Satan und seine Vorgehensweise. Da wird geplant, spekuliert und taktiert, gekämpft und Kampf gesucht. Aber ist das unser Weg? Soll nicht alles am Ende offenbar werden - oder müssen wir so heimlich durch die Welt gehen?! Und welchen Kampf suchen diese Streiter? Jenen Kampf, den der Herr ein für alle mal gewonnen hat?

Allezeit gebe mir der Herr die Kraft, ihn zu bekennen - offen und wahr; denn:

Lk 12, 8
 Ich sage euch aber : Jeder, der irgend mich vor den Menschen bekennen wird, den wird auch der Sohn des Menschen vor den Engeln Gottes bekennen ;
 

Ist dies nicht die wahre Macht Gottes: dass Er die Seinen bewahrt?! Jesus ist der Stärkere. Und das ist die Bedingung, die viele nicht wagen, weil sie den letzten Schritt nicht wagen:

Mt 16, 25
 Denn wer irgend sein Leben {Das griech. Wort bezeichnet beides: "Leben" und "Seele"; vergl. V. 26} erretten will , wird es verlieren ; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden .
 

Gebe uns Gott, der Herr, dass wir nicht einen Winkelzug Satans darin erliegen, dass wir Sorge um unsere Rettung über das Wort des Herrn stellen und seine Weisung.
Gebe uns Gott, dass wir uns nicht klüger anstellen wollen als es uns Jesus anrät.
Gebe uns Gott, dass wir uns nicht Gedanken und Sorgen machen, die unser sündiges Leben bewahren sollen - während wir doch alles Jesus übergeben sollen und dieser Welt ersterben sollen.
Gebe uns Gott, dass wir nicht Wege suchen, die uns vor den Zugriffen Satans schützen sollen, während wir nicht die Pforte zum Leben aufrichtig beschreiten wollen.
Gebe uns Gott, dass wir nicht taktieren wie es Satan tut, sondern uns dem Herrn überantworten - und das ein für alle mal!

Satan hat sein Recht an uns verloren, wenn das Heil des ewigen Gottes auf uns liegt. Satan hat sein Recht an uns verloren, wenn wir uns dem Sohn, Jesus Christus, überantwortet haben.

Aber:

Mk 14, 38
 Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung kommet; der Geist zwar ist willig, das Fleisch aber schwach.

1Kor 10, 13
 Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß {O. damit} ihr sie ertragen könnt .
 

Das ist die eine Zuversicht, die wir haben dürfen. Die andere ist aber:

 

Off 22,20
 Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. {Eig. schnell, eilends} - Amen; komm, Herr Jesus!

Die Gnade des Herrn Jesu Christi sei mit allen Heiligen! Amen.
 

Im Herrn, Jesus Christus!

Holger

Hallo Chris

<<Biblisch kann das Gedankenlesen nicht ausgeschlossen werden<<

Und wie belegst du das?

Gruss

Michael / CH

 

Hallo Michael, ich kann es nicht belegen und du kannst es nicht widerlegen

 

Deshalb sage ich : Es kann nicht ausgeschlossen werden dass unsere Gedanken gelesen werden können von den bösen Geistern ebenso wie es nicht ausgeschlossen werden kann dass unsere Gedanken nicht gelesen werden können

 

Genaues weiss man eben nicht.

Chris

 

Hallo Chris 

Du schreibst:

Dies würde dafür sprechen dass Gedanken zumindest teilweise, wenn man sich den Dämonen bewusst/unbewusst öffnet, gelesen werden können, also in einigen Fällen Das Hauptwort sehe ich hier in " bewusst/unbewusst öffnen".

In einem Trancezustand begebe ich mich in der Regel freiwillig.

Und damit habe ich mich "geöffnet".

Und in dieser Situation bin ich "wie ein offenes Tor".

Der Teufel kann meine Gedanken manipulieren, unter bestimmten Voraussetzungen. Er kennt auch meine menschlichen Schwachstellen. Er wird sie auch ausnutzen, sofern ich keine geistliche Gegenwehr besitze. Aber um meine Gedanken lesen zu können, müsste er allmächtig sein. Und das ist er nicht. Er hat seine Grenzen.

Der Herr Jesus war damals ein Mensch wie wir. Er wurde vom Teufel versucht, das wissen wir. Aber der Teufel konnte nicht Seine Gedanken lesen, sonst würde Er vom Ausgang Jesu wissen. Das wusste er aber nicht.

Gruss v. Berndt

 

Wer mit erfahrenen, spiritistischen Medien mal Bekanntschaft machen musste, wird bestätigen können, dass viele dieser Unheilbringer durchaus die Gabe haben, bei Menschen deren Gedanken zu lesen. Wenn diese Mitläufer der Hölle bereits diese Fähigkeit haben können, dann wird ihr Meister diese vermutlich in voller Ausprägung besitzen.

Kurioserweise gibt es das Phänomen, das wiedergeborene ChristInnen betrifft: Spiritisten und/oder okkulte Heiler haben keinen Zugriff auf diese Geschwister, so sie in enger Verbindung mit dem Herrn stehen und allein bei Ihm ihre Zuflucht suchen. Die Bücher und Artikel von Kurt E. Koch zeugen sehr ausschweifend von dieser Erfahrung (https://www.horst-koch.de/).  Spiritistische Heiler, die sich über diesen Tatbestand bewußt sind, reagieren äußerst allergisch gegenüber wiedergeborenen Christen.

Bei all den Berichten -egal ob durch Dr. Koch oder durch eine Vielzahl anderer Geschwister- sollte man sich aber nicht dazu herablassen, dem Teufel die 'Ehre zu geben'. Man bekommt gerade vermehrt von charismatischer und auch evangelikaler Seite immer öfter von 'Feldzügen' gegen den Satan zu hören. Da maßen sich Menschen unglaubliches an. Da wird einerseits Angst und Schrecken verbreitet, andererseits wird der Satan auf 'Teufel komm raus' ausgetrieben. Ich bezweifele bei vielen Berichten, dass dies echte Konfrontationen sind. Wohl eher sind es wilde Shows, die gläubige Geschwister durchaus verschrecken können und dazu verleiten können, den Blick von Jesus zu wenden. Wer dann dahinter steckt, das mag jeder selber beurteilen. Aber allein bei Jesus und in Jesus sind wir geborgen. Das muss uns klar sein. Uns hat das alles nicht zu interessieren. Unsere Sorge sei ganz Ihm überantwortet. Wer Abenteuer sucht, wird darin u.U. umkommen. Und das ist kein lapidarer Satz - dies hat ewige Konsequenz. Darüber sind sich viele nicht im klaren. Der lebendige Gott streitet für uns. Und diesen sollen wir mit aller Kraft, mit ganzer Seele, mit allem, was wir sind, lieben. Wer aber Sorge hat, dass ihm der Teufel 'auf die Schliche' kommen könnte, dem rate ich (und auch mir selber), stets die Nähe Jesu zu suchen, Ihm zu offenbaren, was uns Sorge macht, Ihm zu übergeben, was wir nicht offen gelegt wissen wollen oder wir Sorge haben, dass es der Satan gebrauchen könnte. Dieser hat kein Recht mehr an die Kinder Gottes. Wir sind mit dem Blut Jesu teuer erkauft worden. Und Jesus hat uns zugesagt Mt 18, 14: "Also ist es nicht der Wille eures Vaters, der in den Himmeln ist, daß eines dieser Kleinen verloren gehe."

In Jesus Christus - Holger

 7.07.5

Liebe Freunde,

Engel können grundsätzlich keine Gedanken lesen. Viele Anweisungen, die wir im Neuen Testament, bezogen auf unseren Gottesdienst haben, wären völlig überflüssig, wenn Engel Gedanken lesen könnten. Engel sehen in die Gemeinde hinein und versuchen dort die wunderbare Weisheit Gottes zu verstehen. Wenn nun die Engel Gedanken lesen könnten, dann würde den Frauen eine demütige Grundhaltung auferlegt und nicht das Tragen einer Kopfbedeckung. Gott sieht das Herz an, er kennt unsere Gedanken von Ferne, die Engel sehen nur eine Kopfbedeckung oder keine. Tatsächlich ehrt eine Schwester Gott vor den Engeln, wenn sie in der entsprechenden Situation ihr Haupt bedeckt, wenn sie es nicht tut entehrt sie Gott vor den Engeln, dass geschieht völlig unanhängig von ihren Gedanken und Überlegungen, rein durch die Tat.

Wenn wir aufgefordert werden in unsere Kammer zu gehen, die Tür zu schließen und dann zu beten, dann zeigt das, dass wir im Verborgenen laut zu Gott beten sollen. Warum denn? Weil wir Gott dann anerkennen und die Engel es hören können. Grundsätzlich kennt darum die Bibel auch nicht das "geräuschlose" Gebet. Daniel wäre vor den Löwengrube bewahrt worden, wenn er als Kompromiss einfach meditiert hätte. Gott wäre dann aber vor den Engeln nicht geehrt worden. Auch heute kennen wir aus der Bibel weder das meditative noch das kontemplative Gebet. Den Weg des Einschleichens dieser Techniken kenne ich zwar nicht, aber sie haben schon stark befremdlichen Charakter, wenn man sie an Hand der Schrift untersucht. Gott wird durch sie nicht vor den Engeln geehrt.

Grundsätzlich gilt das, was ich zu den Engeln gesagt habe auch für den Teufel und seine Engel. Es gibt nur Menschen, die sich bewusst oder auch unbewusst dämonischen Mächten öffnen. Dann geschehen tatsächlich Dinge, die so aussehen, als ob der Teufel Gedanken Lesen könnte, tatsächlich haben dann aber die Dämonen besitzt von dem Menschen und seiner Gedankenwelt genommen. Die Dämonen zeigen ihm dann, was sie kurz darauf oder auch einige Zeit später tun wollen. Es ist überhaupt nicht so, dass diese Menschen eine eigene Gedankenleistung vollbringen, die die Dämonen lesen können.

Nirgendwo in der Schrift wird uns mitgeteilt, dass der Teufel durch seinen Sündenfall plötzlich zusätzliche Fähigkeiten bekommen hätte.

herzliche Grüße

Ulrich

Ulrich schrieb: 8.07.05

"Engel können grundsätzlich keine Gedanken lesen. Viele Anweisungen, die wir im Neuen Testament, bezogen auf unseren Gottesdienst haben, wären völlig überflüssig, wenn Engel Gedanken lesen könnten. Engel sehen in die Gemeinde hinein und versuchen dort die wunderbare Weisheit Gottes zu verstehen."

 

Die hlg. Schrift bestätigt diese Aussagen in keiner Weise. Wir wissen nichts über diese Fähigkeiten der Engel - und noch weniger über die Möglichkeiten Satans. Spekulationen dieser Art lassen sich aber in vielfältiger Weise u.a. in der spiritistischen Theosophie wiederfinden, die in unterschiedlichen Ausprägungen ihres Gedankengutes in viele Gemeinden eingedrungen ist und dort Verwirrung stiftet. Vor allem die letzteren -dass die Engel beim Blick in die Gemeinde hinein die wunderbare Weisheit Gottes verstehen lernten, quasi von den Kindern Gottes lernten- ist in gewisser Weise ein arger Übergriff, der zu viel Verwirrung und Hochmut führt.

Die Engel stehen vor Gottes Angesicht, haben den Sohn bewahrt und gestärkt - sie stehen in engster Verbindung mit dem Herrn. Freilich sagt 1Kor 6, 3:"Wisset ihr nicht, daß wir Engel richten werden?" Aber welcher Mensch will sich über die Weisung des Herrn anmaßen, sich dieses Recht in dieser Zeit zuzusprechen. Ich rate zu höchster Vorsicht in diesen Dingen. Unsere Ausrichtung gehört dem Herrn allein - keinen zukünftigen Dingen, die geschehen werden, wenn die Gemeinde Christi ihre Umwandlung und Verherrlichung erfahren haben wird, keinen Spekulationen.

 

Und dies gilt auch in Dingen in der Konfrontation mit Satan. Ein sehr gutes Zeugnis bietet uns Jud 1, 9: "Michael aber, der Erzengel, als er, mit dem Teufel streitend, Wortwechsel hatte um den Leib Moses', wagte nicht ein lästerndes Urteil über ihn zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte dich!"

 

Ein mir bekannter, sehr erfahrener Bruder und Jünger Jesu hatte mehrfach bereits schwere Konfrontationen mit dunklen Mächten und von ihnen abhängigen Menschen zu bestehen. Er konnte die Erfahrung bestätigen, dass nicht wiedergeborene, sich nicht vollständig Jesus überantwortete Menschen, die Erfahrung machen müssen, dass z.B. Medien, die von Dämonen beherrscht werden, geheimes Wissen dieser Menschen offenbaren können - auch geheimste Gedanken offen legen können. Nicht nur Dr. Koch bestätigt diese Erfahrung in seiner langjährigen Erfahrung. Sie gehört zum Erfahrungsschatz aller Brüder, die bereits direkte Konfrontationen durchleben mussten.

Zum Erfahrungsschatz gehört aber auch, dass der wiedergeborene Christ massivste Anfechtungen erleben kann, aber darin nicht fallen muss. Die Erfahrungen sind dabei sehr vielfältig, und man sollte sich nicht zu Spekulationen und übermäßigen Interpretationen verführen lassen. Es ist zudem auch unwichtig, ob Satan 'Informationen über den Menschen sammeln' kann. Der Christ steht vor dem Angesicht Gottes und ist durch das Blut unseres Herrn, Jesus, ein für alle mal gereinigt. Dabei sind wir frei von Werken der Gerechtigkeit - nicht aber vor der Verantwortung des Lebens, das uns Gott durch Jesus schenkt.

In 'der Welt' grassiert ja gerade u.a. die bald schon neurotische Angst, ein 'gläserner Mensch' zu werden. Eine Angstneurose sondergleichen. Der Staat (oder sonstige Dritte) könnte diese oder jene Informationen über einen haben usw. und missbrauchen. Was hat aber der Mensch zu verbergen? Was hat er zu befürchten, wenn er recht lebt? Und zuletzt: was sucht er in dieser Welt Bewahrung? Er fürchtet in Wahrheit die Konfrontation mit seiner Sünde, die er verbergen möchte, und deren Folgen... - vor weltlichen Institutionen, vor seinen Mitmenschen, am Ende vor Gott, den er flieht, selbst wenn ihm das nicht mehr bewusst sein mag. Schnell wird es zur Verstiegenheit, wenn Menschen dann noch übersinnliche Dimensionen dazubemühen, vor der der Mensch nicht 'entblättert' dastehen will. Diese müssen sich zuletzt vor allem mit der einen Tatsache abfinden: Gott ist ein lebendiger Gott - er ist der gegenwärtige Gott und nichts ist seinen Augen verborgen. Dies schafft eine neue Perspektive auf unser Leben. Denn wir haben nicht Satan zu fürchten. Wir haben Gott zu fürchten, der ein gerechter Gott ist!, ein Gott, der aber voll Erbarmung und Sorge ist für alle Menschen, die sich zu Ihm wenden und in Ihm von ihrem alten Leben ablassen. Dies mag ein möglicher Ansatz für die Lösung der gestellten Frage sein. Die Antworten können und sollten stets christuszentriert.

 

Zum Abschluss noch das eine: Persönliche Meinungen sind eine Sache, vor der auch wiedergeborene ChristInnen nicht befreit sind. Schnell setzt man sich wie Petrus im Galaterbrief ins Unrecht. Grade Bemühungen, Gesetzesgerechtigkeiten aufzustellen, die das Opfer unseres Herrn schmälern, sind eine große Gefahr. Jüngst sind viele Tendenzen auch bei den Heiligen unseres Herrn zu beobachten, wo Regeln über Geschwister aufgestellt werden, Bedingungen und Forderungen, um Anerkennung vor Gott, dem Herrn, zu finden oder vor der Gemeinde. Ich zitiere eine hart anmutende Textpassage und erinnere daran: wir stehen unter der Gnade des Herrn Jesus Christus - diese allein errettet uns. Hier ist auch ein 'Wiedergeborener' - und er war 'dem Urteil verfallen':

 

Gal 2, 11

Als aber Kephas nach Antiochien kam , widerstand ich ihm ins Angesicht , weil er dem Urteil verfallen war.

 

Was ein Wort über diesen Menschen, der Jesus doch nahe stand und seine Auferstehung und Himmelfahrt miterleben durfte. Was ein Mut, den Paulus aufgebracht hat. Wir wollen dem Satan keine Angriffsfläche bieten, die nicht nötig ist, sondern uns ganz dem Herrn, Jesus, überantworten. Darin ist Klarheit und Sicherheit!

 

In IHM

Holger

Lieber Holger  8.07.05

ich denke Ulrich dachte an

Eph 3,9 und alle zu erleuchten, welches die Verwaltung des Geheimnisses sei, das von den Zeitaltern {O. von Ewigkeit} her verborgen war in Gott, der alle Dinge geschaffen hat; Eph 3,10 auf daß jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung kundgetan werde die gar mannigfaltige Weisheit Gottes,

oder aber auch die in diesem Zusammenhang bemerkenswerte Stelle in:

1Petr 1,12 welchen es geoffenbart wurde, daß sie nicht für sich selbst, sondern für euch die Dinge bedienten, die euch jetzt verkündigt worden sind durch die, welche euch das Evangelium gepredigt haben durch {W. in, d.h. in der Kraft des} den vom Himmel gesandten Heiligen Geist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren.

Ich bin auch froh, dass Du eine etwas dezidierte Sicht zur Arbeit von Dr. K.  Koch hast. Ich habe so ziemlich alles zusammengelesen was man so von ihm kaufen kann. Es ist ein sehr durchzogenes Bild, was ich dabei erhalten habe. Selber hat er Zeit  seines Lebens  z.B.:  bei der Terrorsekte Kwa Sizabantu (Erlo Stegen) ja alle Augen zugedrückt, oder wurden ihm die Augen gehalten?

Liebe Grüsse
Hans Peter


Hallo Holger,

durch deine Antwort ist mir einmal wieder bewusst geworden, dass man in diesem Forum keine "schnelle" Antwort geben kann. Durch die Ergänzungen von Hans Peter hast du jetzt auch biblische Belege für meine Aussagen bekommen. Die fehlen mir allerdings für Aussagen die du gemacht hast.

"Die Engel stehen vor Gottes Angesicht, haben den Sohn bewahrt und gestärkt."

Das dem Herrn nach ringendem Kampf ein Engel erschien der ihn stärkte, das finde ich in der Schrift.(Lukas 22,43) Wo aber finden wir, dass die Engel den HERRN bewahrten?

Das die Engel in der engsten Verbindung zu Gott stehen, dass bedarf ebenfalls einer Erklärung. Nach meinem Schriftverständnis sind Engel Diener (Hebr 2) wir aber sind Kinder und Erben (Rö 8,17). Die Aussage mit der engsten Verbindung ist aus meiner Sicht biblisch ebenfalls nicht haltbar, es sei denn, du belegst deine Aussage.

"Unsere Ausrichtung gehört dem Herrn allein - keinen zukünftigen Dingen, die geschehen werden, wenn die Gemeinde Christi ihre Umwandlung und Verherrlichung erfahren haben wird, keinen Spekulationen."

Du wirst uns sicher verraten, wie man eine Ausrichtung zum Herrn allein hin haben kann und gleichzeitig nicht auf zukünftige Dinge hin ausgerichtet sein kann! Selbst die Schöpfung in der wir leben ist auf zukünftige Dinge hin ausgerichtet, nämlich auf die Offenbarung der Söhne Gottes, sie wartet sehnsüchtig darauf (Rö. 8)Mit den Aussagen nach dem Gedankenstrich, nimmst du erst einmal das Rühmen der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes weg (Rö. 5). Dann machst du weiter deutlich, dass Paulus eine falsche Ausrichtung in seinem Leben hatte, denn er streckte sich nach vorn aus nach droben (Phil 3,14) Paulus war mit dem Kampfpreis beschäftigt, den gibt es aber für jeden Menschen erst in der Zukunft, also nach deinem Gedankenstrich.

Gleichzeitig mit Paulus hast du natürlich auch noch Petrus mit deiner Aussage erwischt. Petrus hat auch eine falsche Ausrichtung, denn Petrus bezeichnet sich als Teilhaber der Herrlichkeit, die geoffenbart werden soll (1. Petr. 5,1) Da sagt doch Petrus tatsächlich, dass er auf zukünftige Dinge ausgerichtet ist.

Was Judas 1,9 als Kommentar zu meinen Ausführungen soll, dass ist mir bisher verborgen geblieben.

"Ein mir bekannter, sehr erfahrener Bruder und Jünger Jesu hatte mehrfach bereits schwere Konfrontationen mit dunklen Mächten und von ihnen abhängigen Menschen zu bestehen. Er konnte die Erfahrung bestätigen, dass nicht wiedergeborene, sich nicht vollständig Jesus überantwortete Menschen, die Erfahrung machen müssen, dass z.B. Medien, die von Dämonen beherrscht werden, geheimes Wissen dieser Menschen offenbaren können - auch geheimste Gedanken offen legen können."

Das ist natürlich das schlagendste aller Argumente. Die Erfahrung von Leute, die sich mit den Dämonen eingelassen haben! Und dann noch als Beleg gegen eindeutige Aussagen der Schrift. Ich mache hier nicht den Vorwurf das du die Stellen nicht kanntest, die Hans Peter angeführt hat. Aber okkulte, spiritistische Erfahrungen als Argument gegen biblische Aussagen?

Alles was du danach schreibst, dass kann ich überhaupt nicht mehr in den Zusammenhang des Themas bringen. Je öfter ich es lese, desto mehr habe ich den Eindruck, dass du einfach einen Anlass gesucht hast über dämonische Erfahrungen zu berichten, denn man kann aus deinem Beitrag durchaus herauslesen, dass nicht nur der dir bekannte Bruder und Dr. Koch, sondern wahrscheinlich auch du selbst diese Erfahrung gemacht hast. Er gibt kein biblisches MUSS solche Erfahrungen oder Konfrontationen zu erleben.

"Die Antworten können und sollten stets christuszentriert." (sein ?)

Was hat diese Aussage mit dem Thema zu tun?

Außer deiner Aussage, das meine Ausführungen durch die Heilige Schrift nicht gedeckt werden - und diese Aussage ist definitiv falsch - hast du offensichtlich nur einen Bogen gesucht um deine Ideen zu veröffentlichen. Mach das doch in Zukunft einfach ohne Bezug zu biblisch fundierten Aussagen anderer.

Ulrich   

9.07.05

Allein zur Erläuterung und zum Abschluss, Meinungsstreitereien sind mir fern.

 

(Ulrich schreibt:)

"Außer deiner Aussage, das meine Ausführungen durch die Heilige Schrift nicht gedeckt werden - und diese Aussage ist definitiv falsch - hast du offensichtlich nur einen Bogen gesucht um deine Ideen zu veröffentlichen. Mach das doch in Zukunft einfach ohne Bezug zu biblisch fundierten Aussagen anderer."

 

Du solltest Dich nicht irgend welchen Unterstellungen bedienen. Dies besitzt weder Anstand noch Redlichkeit in diesen Dingen.

 

Ich habe an keiner Stelle die Aussagen der hlg. Schrift in Abrede gestellt. Aber ich ziehe in Zweifel, dass sich Menschen, auch Jünger des Herrn, über ihren gegenwärtigen Stand erheben dürfen, da sie noch auf Erden wandeln und allerlei Schwäche mit sich tragen. Diese auf Grund einer Vorhersage und Ankündigung Jesus beiseite zu räumen, wie wir dereinst sein werden, ist eigentlich eine katholische Erkrankung. In diesem Kirchenhaus behauptet man ebenfalls in Lehrfragen 'unfehlbar' zu sein. Wir wissen alle, dass dies nicht so ist. Deswegen gab ich das Beispiel des Kephas an - und habe mich darin mit eingeschlossen (Gal. 2,11). Die Versuchung, zukünftiges in die Gegenwart zu zerren, ist eine tiefe Zerrüttung. Das offensichtlichste Mahnmahl stellt dann auch in diesem Sinne die sich selbst bezeugende 'Heilige, katholische Kirche' dar. Soll man dem nacheifern? Wohl kaum.

 

Eph 3,9 und 1Petr 1,12 sind wundervolle Beispiele und Offenbarungen, was für eine unsagbare Herrlichkeit auf der einen Herde des gekreuzigten, wiederauferstandenen und verherrlichten Herrn, Jesus Christ, liegt. Dies ist so unglaublich und unfassbar, dass selbst die Engel darin von der unendlichen Tiefe der Weisheit Gottes lernen. Ich bezweifle aber, dass es hier um die Glieder der Gemeinde in ihrem jetzigen Zustand geht. Es geht um die Offenbarung und um die Errettung der gefallenen Menschen - den von der Welt losgekauften Kindern Gottes. Eine wunderbare Verkündigung der kommenden Zeit und der Gegenwart ist ja bereits gegen:

 

1Jo 3, 2

"Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, {O. geoffenbart worden} was wir sein werden; wir wissen, daß, wenn es offenbar werden wird, {O. wenn er geoffenbart werden wird} wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist."

 

Hier ist sowohl Verheißung als auch schon Vollendung zu finden. Aber auch der Apostel Paulus wusste sich noch als Sünder und konnte sich allein des Kreuzes Jesu rühmen (Gal. 6,14). Dies ist vielen Gliedern in der Gemeinde heute fremd geworden. Die Tiefe, die Unerhörtheit des Opfers Jesu scheint vielen nur noch wenig bewusst zu sein, die Abgründigkeit des eigenen Lebens ebenfalls, die der absoluten Erlösung durch den Herrn bedarf.

 

Aber klare Worte. Mich widert ein Satz wie dieser an: "Nach meinem Schriftverständnis sind Engel Diener (Hebr 2) wir aber sind Kinder und Erben (Rö 8,17)."

 

Menschen sind schnell mit Hierarchien unterwegs. Und wenn nicht unter den Brüdern - dann eben anders. Da wird der eine zum Schemel des anderen degradiert in solchen Aussagen; ob dies so ist oder nicht, ist noch einmal eine andere Sache - aber die Missverständnisse solcher Sätze zeitigen unglaubliche Folgen.

Schnell lässt sich nun über die Schrift streiten, denn auch Petrus und Paulus (z.B. 2Petr 1, 1) wissen sich als Knechte, sogar als Sklaven und Apostel des Herrn und des Evangeliums des Herrn Jesus.

 

Oder 1Tim 4, 6: "Wenn du dieses den Brüdern vorstellst , so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein..."

 

Nur kleinste Beispiele, die schnell in Streitigkeiten ausarten können, die unsinnig sind. Wir müssen vorsichtig sein, wenn wir uns hoch und andere herabsetzen - vor allem die Engel Gottes oder uns selbst.

 

Nun wissen wir nicht viel über mögliche Hierarchien der Engel - zumindest nicht durch das offenbarte Wort, und alles andere zählt für mich nicht. Wir können aber auch aus dem Offenbarungsschatz der hlg. Schrift davon ausgehen, dass es unterschiedliche Dienste der Engel gibt, vermutlich auch Hierarchien. Es sind vor allem ungefallene Wesen, die uns an Macht und Stärke in dieser Zeit überlegen sind - und beim Herrn sind (2Petr 2, 11).

 

Eine eindeutige Szene auch hier (und viele andere; die jeder auch in seinen elktr. Bibeln leicht finden kann):

 

Offb 22, 8

"Und ich, Johannes, bin der, welcher diese Dinge hörte und sah; und als ich hörte und sah, fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir diese Dinge zeigte . 9 Und er spricht zu mir: Siehe zu, tue es nicht. Ich bin dein Mitknecht {O. Mitsklave} und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an."

 

Diesem Wort stehen viele Worte gegenüber, die die Besonderheit der Kindschaft Gottes belegen. Diese schließen sich einander nicht aus. Zentral bleibt immer die Gnade durch den Herrn. Rechte und Vorrangstellungen sollten wir nicht versucht sein, aus diesen für uns persönlich ableiten zu wollen.

 

Über die gefallenen Wesen (2Kor 12, 7), die Engel Satans, muss an dieser Stelle jetzt ebenfalls nichts ausgeführt werden.

 

Nun müsste man weit ausholen, um eine differenzierte Darstellung zu liefern. Dazu ist das nicht der Ort an dieser Stelle. Aber ich verwehre mich vor der Gemeinde des Herrn vor Überheblichkeiten, die von Zukünftigem auf die Gegenwart zurückgreifen; schnell setzt man sich doch auf einen Ehrenplatz, der einem nicht gebührt. Dies endet oftmals in Versuchen, sich über die Wirklichkeit der eigenen Existenz zu überheben, die alleine dem Herrn anvertraut sein sollte und schließlich bleibt.

 

"Die Aussage mit der engsten Verbindung ist aus meiner Sicht biblisch ebenfalls nicht haltbar, es sei denn, du belegst deine Aussage." (Ulrich)

 

Nur eine von vielen Stellen in der Bibel, die uns Auskunft gibt:

 

Lk 1, 19

"Und der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, zu dir zu reden und dir diese gute Botschaft zu verkündigen."

Offb 22, 16

"Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch diese Dinge zu bezeugen in den Versammlungen."

Apg 12, 11

"Und als Petrus zu sich selbst kam, sprach er: Nun weiß ich in Wahrheit, daß der Herr seinen Engel gesandt und mich gerettet hat aus der Hand des Herodes und aller Erwartung des Volkes der Juden."

Mt 18, 1

"Sehet zu, daß ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet; denn ich sage euch, daß ihre Engel in den Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters schauen, der in den Himmeln ist.

 

Der Herr lebt in engster Gemeinschaft mit den Engeln. Sie dienen ihm, und sie sind ihm unterworfen (Petr 3, 22). Aber Jesus ist der Verherrlichte und er ist der Sohn (Heb 1, 5), der über allem erhoben ist. Was wir als Einzelne in der Gemeinde sein werden oder bereits sind, wird sich erst noch zeigen. Aber wenn es uns ums 'Herrschen' oder Ränge geht - nun, was ist das für ein Stand, wo uns der Herr gelehrt hat in Mt 20, 26: "Unter euch soll es nicht also sein ; sondern wer irgend unter euch groß werden will , soll euer Diener sein...".

 

Haben wir dies zur Vollendung gebracht, dass wir von uns sagen dürften, wir seien 'mehr' denn die Engel Gottes? Am Ende der Zeiten werden viele 'Herr, Herr' rufen. Aber nur wenige werden den Willen des Herrn erfüllt haben.

 

Mt 7,22

"Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt, und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben, und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?13 Und er wird sagen: Ich sage euch , ich kenne euch nicht , wo ihr her seid ; weichet von mir , alle ihr Übeltäter ! und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!"

 

Dergleichen Aussagen sollten zur Vorsicht mahnen und allein zum Herrn treiben. Denn der Herr wird in Herrlichkeit kommen - und mit den Engeln des Vaters:

 

Mt 16, 27

"Denn der Sohn des Menschen wird {O. steht im Begriff zu; so auch Kap. 17,12+22} kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Tun."

 

Nun haben wir zwei Zeitabläufe zu vergegenwärtigen: Die Engel schauen den Vater bereits (Mt 18,1), wir werden Ihn aber erst noch schauen (1Jo 3, 2). Und dennoch ist die Vollendung bereits gegenwärtig und wirksam (Joh 14, 9).

 

 

(Ulrich schreibt:)

Das dem Herrn nach ringendem Kampf ein Engel erschien der ihn stärkte, das finde ich in der Schrift. (Lukas 22,43) Wo aber finden wir, dass die Engel den HERRN bewahrten?

 

Die Schrift zeugt davon, wie Engel den Joseph mahnen, mit dem geborenen Kind, Jesus, nach Ägypten zu ziehen. Wenn das nicht Bewahrung im besten Sinne ist...

 

(Ulrich schreibt:)

"Dann machst du weiter deutlich, dass Paulus eine falsche Ausrichtung in seinem Leben hatte, denn er streckte sich nach vorn aus nach droben (Phil 3,14) Paulus war mit dem Kampfpreis beschäftigt, den gibt es aber für jeden Menschen erst in der Zukunft, also nach deinem Gedankenstrich."

 

Paulus hatte ein Bewusstsein, das vielen anscheinend heute fehlt. Er wusste um die Herrlichkeiten des Kommenden und um die Herrlichkeit der Erfüllung in der Gegenwart - er wusste aber auch um seine eigene Erbärmlichkeit, um seine Sündhaftigkeit, weshalb er sich nur des Kreuzes Jesu rühmte. Hier jetzt einzelne Bibelstellen anzuführen, führte wohl zu weit: Jeder Satz seiner Briefe ist davon durchdrungen.

 

Über Petrus muss man wenig nur sagen: Gal. 2,11 führe ich an, weil diese Stelle belegt, dass auch die Auserwählten des Herrn irren können und " dem Urteil verfallen" können (ebd.). Petrus hat sich korrigiert. Sonst habe ich nichts geschrieben, geschweige denn angedeutet. Unterstellungen sind unredlich.

 

(Ulrich schreibt:)

Was Judas 1,9 als Kommentar zu meinen Ausführungen soll, dass ist mir bisher verborgen geblieben.

 

Jud 1, 9: "Michael aber, der Erzengel, als er, mit dem Teufel streitend, Wortwechsel hatte um den Leib Moses', wagte nicht ein lästerndes Urteil über ihn zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte dich!"

 

Damit sollte klar, dass die Engel alles Urteil dem Herrn überlassen. Es steht im Zusammenhang mit der Konfrontation mit Satan. Wir haben kein Urteil zu füllen, sondern uns an den Herrn zu wenden. Das ist 'christuszentriert'. Er ist unser Ansprechpartner, nicht Satan. Er ist der rechte Richter - nicht wir. Es mag freilich Menschen geben, die es bei ihren 'Teufelsaustreibungen' anders vor sich her tragen. Was und wie jemand auch immer handelt: ich mahne zur größten Vorsicht - und zur ausschließlichen Verbindung mit dem Herrn, Jesus Christus. Manch Überheblicher ist bereits gefallen in seinen Versuchen, dem Satan die Pranken zu zeigen. Engel sind nicht so hochmütig. Den Kindern Gottes steht es anders ebenfalls nicht sehr gut.

 

(Ulrich schreibt:)

"Das ist natürlich das schlagendste aller Argumente. Die Erfahrung von Leute, die sich mit den Dämonen eingelassen haben! Und dann noch als Beleg gegen eindeutige Aussagen der Schrift. Ich mache hier nicht den Vorwurf das du die Stellen nicht kanntest, die Hans Peter angeführt hat. Aber okkulte, spiritistische Erfahrungen als Argument gegen biblische Aussagen?"

 

Ich setze in keiner Weise 'okkulte Erfahrungen' gegen biblische Aussagen! Das ist eine Unterstellung, die wenig redlich ist. Aber ich weiß von Erfahrungen, die von biblisch begründeten Jüngern unseres Herrn gemacht worden sind. Diese widerlegen in keiner Weise die bibl. Offenbarung, ergänzen sie auch nicht - aber sie finden Bestätigung. Es gibt unzählige übersteigerte, falsche 'Dämonenaustreiber'. Davon hören wir immer wieder. Aber dies sie ferne. Erfahrungen mit dunklen Mächten soll niemand suchen. Einige kommen aber nicht umhin, sie zu machen - ob mittelbar oder unmittelbar. Der Herr führt einigen Brüdern Menschen zu, die in schweren Gebundenheiten stecken. Eine Konfrontation ist dann nur im Herrn zu bestehen. Andere kommen aus schweren Gebundenheiten zum Herrn und haben leidvolle Erfahrungen machen müssen. Diese Berichte sind auch in der hlg. Schrift zu finden - und zwar unzählige. Jesus gibt uns Vollmacht, nicht Verzagen zu müssen. Ganz im Gegenteil. Aber wir sollten da auch nicht zu Verstiegenheiten neigen. Der Herr ist das Maß all unseres Handelns.

 

(Ulrich schreibt:)

" Je öfter ich es lese, desto mehr habe ich den Eindruck, dass du einfach einen Anlass gesucht hast über dämonische Erfahrungen zu berichten, denn man kann aus deinem Beitrag durchaus herauslesen, dass nicht nur der dir bekannte Bruder und Dr. Koch, sondern wahrscheinlich auch du selbst diese Erfahrung gemacht hast. Er gibt kein biblisches MUSS solche Erfahrungen oder Konfrontationen zu erleben."

 

Wo habe ich das denn geschrieben? Warum neigst Du zu Unterstellungen? Es gibt nicht nur kein 'Muss', sondern auch kein 'Soll' für solche Erfahrungen - ganz im Gegenteil sogar. Nichts weist einen Jünger des Herrn aus als seinen Glauben allein - und sein Zeugnis: Jesus ist der Herr! Der erste Johannesbrief gibt da wundervolle Gedanken zu (1Jo 5, 11, Jo 4, 15 usw.) Die Liebe zum Herrn ist letztlich die einzige Zierde, die einen Bruder oder eine Schwester schmückt (1. Kor 13), der Glaube errettet uns - kein Zungenreden, keine Vollmacht im Wort, keine Prophetie, keine Macht über Dämonen und Geister oder sonst was.

Aber es ist nun mal so, dass diese Erfahrungen gemacht werden. Und wenn jemand hier anfragt, ob der Satan Gedanken lesen könne, dann gehören die Erfahrungen, die redliche Brüder gemacht haben, genau hier hin. Diese Erfahrungen bestätigen das Wort der Schrift oder müssen kritisch hinterfragt werden, wenn sie nicht mit dem Wort übereinstimmen. Eigene Erfahrungen habe ich nicht angedeutet und gehen mir in diesem Sinne auch ab. Ich suche sie nicht und will sie nicht suchen. Ich werfe mich auf den Herrn allein. Was Er einem aber in der Zukunft zur Aufgabe überantworten wird, das ist in Seinen Händen.

Ich weiß aber, dass die Betreuung gerade von Gebundenen eine schwere Aufgabe ist, die niemand suchen kann und soll. Unsere Berufung ist allein das eine Gebot (Mt. 2,37): "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstande". {O. Gemüt; 5. Mose 6,5} 38 Dieses ist das große und erste Gebot. 39 Das zweite aber, ihm gleiche, ist: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". {3. Mose 19,18} 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten."

 

Ulrich schreibt:

"Außer deiner Aussage, das meine Ausführungen durch die Heilige Schrift nicht gedeckt werden - und diese Aussage ist definitiv falsch - hast du offensichtlich nur einen Bogen gesucht um deine Ideen zu veröffentlichen. Mach das doch in Zukunft einfach ohne Bezug zu biblisch fundierten Aussagen anderer."

 

Noch einmal dazu: Deine Unterstellung ist maßlos, unterstellend und unredlich - und bleibt unkommentiert von meiner Seite.

 

In Ihm

Holger

09.07.05

Holger, dass, was du machst ist gemeingefährlich! Du redest dauernd am Thema vorbei um dann letztendlich keinen biblischen Beleg dafür zu bringen, dass der Teufel Gedanken lesen kann! Du bringst lediglich "Erfahrungswerte" und willst damit belegen, dass der Teufel mehr kann als die Engel.

 

Du grüßt in IHM! Ich habe keine Ahnung wen du da meinst. Denn den Segen in den himmlischen Örtern kannst du ja kaum genießen, das geht ja nach deinen Ausführungen gar nicht! "Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christo," (Eph. 1,3)

 

Nicht nur gegen diese Stelle, sondern gegen viele anderen Stellen stellst du dich mit deinen Aussagen! Du sagst: Ein Christ lebt auf der Erde und von dort weg darf er sich nicht erheben. Was war denn mit Paulus, als er in den dritten Himmel entrückt war? (2. Kor.12,2) meinst du er hätte das nur geträumt?

 

Im 1. Jo. wird an keiner Stelle behauptet, dass wir nicht wissen was wir sein werden. Es wird nur gesagt das es noch nicht sichtbar geworden ist. Es steht da überhaupt nicht, dass wir die zukünftigen Dinge nicht genießen sollen. Im 1. Kapitel sagt Johannes eindeutig, dass seine Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohne Jesus Christus ist. Was meinst du denn wo das stattfindet? Hebr. 10,19 teilt uns mit "da wir nun, Brüder, Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum durch das Blut Jesu, auf dem neuen und lebendigen Wege, welchen er uns eingeweiht hat durch den Vorhang hin, das ist sein Fleisch" Hebräer 9 sagt uns das wir dem lebendigen Gott dienen sollen, meinst du wirklich hier auf der Erde? Ist nach deiner Überzeugung das Heiligtum auf der Erde?

 

Wenn dich Sätze anwidern, dann sagt das überhaupt nichts. Ich kenne Menschen, die ekeln sich, wenn sie von den Opfern in 3. Mose lesen. Du müsstest schon belegen, dass die Hierarchien, die ich aufstelle unbiblisch sind. Ich will in allem der Bibel folgen, aber in keiner einzigen Sache einem Menschen. Darum kann ich dir auch nicht folgen.

 

Nach deiner Engeltheorie wäre dann auch die Liederstrophe "die Engel sind erhoben zum dienen und zu loben, doch Söhne sind sie nicht. Er wählte seine Kinder nur aus der Mitt der Sünder, für sie floss Jesu Blut" zu verwerfen, obwohl es nichts anderes als die Lehre von Hebr. 2 wiedergibt.

 

Wieso zeigen Stellen in denen Engel einen göttlichen Auftrag ausführen, dass diese in der engsten Beziehung zu Gott stehen? Das sind einfach wirre Gedanken. Meine Diener (meine Angestellten) tun was ich ihnen sage, aber es gibt Menschen zu denen ich eine wesentlich engere Beziehung habe. Nur weil mein Angestellter tut was ich sage, kann man nicht herleiten, dass er die engste Beziehung zu mir hat. Für mein Kind würde ich viel mehr geben als für meinen Angestellten, auch wenn mein Kind öfter ungehorsam ist als mein Angestellter. Gott hat nichts unternommen um gefallene Engel zu retten!

 

Deine Theologie ähnelt sehr stark deinem Abschlußsatz. Du schreibst dort "Deine Unterstellungen ist maßlos, unterstellend und unredlich - und bleibt unkommentiert von meiner Seite" Das wird in Zukunft ein Klassiker! Du teilst mir mit, das meine Aussagen maßlos, unterstellend und unredlich sind. So weit so gut (oder auch nicht?). Bis zu dem Punkt drückt dein Kommentar zu meinen Unterstellungen deine Gefühle aus. Dann sagst du meine Unterstellungen bleiben von deiner Seite aus unkommentiert.

 

 Ich lerne daraus, das bei dir drei Adjektive noch kein Kommentar sind!

 

Deine Theologie ist genauso verwirrend und sie ist gefährlich für unmündige, weil die Widersprüche nicht so einfach zu erkennen sind, wie deine eigenartige Definition eines Kommentars. Deine Theologie hört sich sehr demütig und untertänig an, ist aber nichts anderes als ein verkürztes Evangelium. Du bringst ein anderes Evangelium als die Bibel. Du nimmst den Gläubigen den Zutritt zum Thron der Gnade. Du willst uns den Sühnmittel in Römer 3,25 rauben und durch ein Sühnemittel ersetzen. Du schneidest die Gläubigen von der Gnade ab, denn diese können sie nur im Heiligtum bei dem Herrn Jesus bekommen.

 

Du sagst das Paulus seine eigene Verdorbenheit und Sündhaftigkeit kannte, verschweigst aber gleichzeitig das uns von Paulus nach seiner Bekehrung keine einzige Sünde mehr berichtet wird, obwohl wir sehr viel aus seinem Leben erfahren. Woher hatte Paulus die Kraft, und woher bekomme ich diese Kraft zu einem Gott ehrenden Leben?

 

Auf ein für mich befremdliches Phänomen in deinen Beiträgen will ich abschließend noch hinweisen. In 1. Kor. 12 lernen wir, das niemand HERR JESUS sagen kann, außer in der Kraft des Heiligen Geistes (Vers 3). Dieser Begriff kommt in den letzten 4,5 DIN A4 Seiten die du geschrieben hast nicht vor. Schon bei deinen anderen Beiträgen ist mir dieser Punkt aufgefallen. In der letzten mail schreibst du einmal "Herrn, Jesus Christ".

 

Was du schreibst sind eigene Gedanken, die sich fromm anhören, die aber eine irdische Ausrichtung haben und die Menschen von dem Herrn Jesus wegführen. Du behauptest wir sollten christuszentrisch sein, predigst aber Terrazentrik.

 

Ulrich

    

 

Lieber Ulrich,   10.07.05

was immer Du aus meinen Zeilen raus liest, ist nicht das, was in ihnen steht und mit ihnen gesagt worden ist. Meine Warnung geht ganz klar dahin: sich nicht allzu sicher zu fühlen, indem man sich auf Prophezeiungen der hlg. Schrift ausruht, während das eigene Leben noch häufig unsichere Schritte geht. Gerade Paulus warnt diesbezüglich vor falscher Selbstsicherheit. Am Ende wissen gerade auch Christen, dass sie reichlich wenig von der Herrlichkeit Gottes wissen - und dennoch auf diese zubereitet werden durch die Gnade des Herrn, Jesus Christus.

Kann der Satan Gedanken lesen, dies war die Ausgangsfrage. Du behauptetest, nein. Es finden sich derlei Belege aber nicht in der hlg. Schrift - weder für noch dagegen. Erfahrungen von ehrbaren Brüdern und Schwestern belegen, dass die Möglichkeit besteht, dass er das kann. Medien können es - und das sind nicht alles Gaukler und Scharlatane oder Zufallstreffer. Mit dieser möglichen Realität gebe ich in keiner Weise Satan die Ehre. Ich habe ganz eindeutig geschrieben, dass unser Ort bei Jesus zu finden ist, wir uns mit dergleichen nicht einlassen sollen. Du weißt alleine, was Dich ärgert.

Theologie, bibl. Wahrheiten, Glaubensgrundsätze lassen sich hier sicherlich nur verkürzt darstellen. Aber selbst diese verkürzten Erläuterungen rechtfertigen Deine Verleumdungen nicht. Es ist schade, dass Du nicht verstehst, aber auch nicht in der Lage bist, auf Erläuterungen in redlicher Form einzugehen oder entsprechend anzufragen. Statt dessen vergreifst Du Dich im Ton. Spreche ich Dir den Geist ab? Mir quasi das Leben in Christus abzusprechen, dies tust Du allerdings; nun, darauf hab ich nicht viel zu sagen: was kannst Du wissen, dass Du Lehrer und Richter sein möchtest. Aber wer über sich selber Zeugnis ausstellt, ist weit weg vom Zeugnis, dass ihm der Vater ausstellt - oder wie Du selbst Dich selbst rühment schreibst: "... und woher bekomme ich diese Kraft zu einem Gott ehrenden Leben?"   Eigenzeugnis ist selten ein gutes Zeugnis.

Nun, ich kann tatsächlich um Deiner Seele willen nur hoffen, dass Du ein Gott ehrendes Leben führst, wenn es denn der Fall ist, wie Du von Dir selber bezeugst; wo ich doch Gott dieses Zeugnis überlassen möchte - über eines jeden Leben, auch über das meine. Das, was Du hier aber gerade an Verleumdung von Dir gibst, dient wenig zur Ehre Gottes.

Mein Herr ist Jesus Christus, der Sohn Gottes, gezeugt vom Geist Gottes, der Sohn der Maria - gekreuzigt, auferstanden und verherrlicht. Durch ihn ist alles gemacht, und Er ist das Wort des lebendigen Gottes. Durch sein Blut empfangen wird die Vergebung der Sünde und die Kindschaft Gottes. Er ist alleiniger Heilland und Erlöser. Das ist mein Zeugnis. Ich gebe nicht vor -wie Du-, ein Gott ehrendes Leben zu führen. Ich bekenne mich eindeutig als Sünder und der Erlösung durch den Herrn Jesus bedürftig (1Jo 1, 10). Ich rühme mich nicht meiner Person oder eines selbst bezeugten 'Gott ehrenden Lebens' - ich rühme mich allein des Kreuzes Jesu Christi, das mir und allen, die danach trachten, zur Erlösung aufgerichtet worden ist.

1Kor 1, 31

"... auf daß, wie geschrieben steht: "Wer sich rühmt , der rühme sich des Herrn ".

2Kor 11, 30

"Wenn es gerühmt sein muß , so will ich mich dessen rühmen , was meine Schwachheit betrifft."

Du rühmst Dich Deiner Selbst, Dein eigen bezeugtes Gott ehrendes Leben. Dies sei Dir belassen. Da Du 1. Kor 12 anführst sei Dir aber mit Sicherheit gesagt - ich bekenne den Herrn Jesus als meinen Herrn; den Lebendigen, von den Toten Auferstandenen, zum Himmel erhöhten Sohn Gottes - dem Wort Gottes. Aber auch dies sei Dir gesagt: ich habe schon antichristlichste Menschen dies voller Selbstruhm sagen hören und war erstaunt darüber. Aber auch darüber werde ich kein Urteil fällen - denn alles Richten ist allein Gottes Sache!

 

In IHM, dem Herrn Jesus!

Holger

 

Danke Holger!

du zitierst eine Frage (freundlicherweise incl. Fragezeichen) und behandelst sie dann wie eine Aussage. Das reicht!

Ulrich

Hallo Clemens,

nein, der Teufel kann keine menschlichen Gedanken lesen. Ein biblischer Beweis dafür ist die Begebenheit aus 2.Könige 10,18 - 28, als Jehu, der damalige König von Israel, den Baal aus Israel vertilgte:

"Und Jehu versammelte das ganze Volk und sprach zu ihnen: Ahab hat dem Baal wenig gedient, Jehu will ihm viel dienen! So beruft nun alle Propheten Baals, alle seine Knechte und alle seine Priester zu mir, so daß niemand fehlt; denn ich habe dem Baal ein großes Schlachtopfer zu bringen. Wen man vermissen wird, der soll nicht leben! Aber Jehu tat es aus List, um die Diener Baals auszurotten.

Und Jehu sprach: Heiligt dem Baal ein Fest! Und sie ließen ein solches ausrufen. Jehu sandte auch [Boten] in ganz Israel umher. Da kamen alle Diener Baals, so daß niemand übrigblieb, der nicht gekommen wäre. Und sie kamen in den Baalstempel, so daß der Baalstempel voll wurde, von einem Ende bis zum anderen. Da sprach er zu dem Aufseher über die Kleiderkammer: Bringe Kleider heraus für alle Diener Baals! Und er brachte ihnen Kleider heraus.

Und Jehu ging mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, in das Haus Baals und sprach zu den Dienern Baals: Forscht nach und achtet darauf, daß hier unter euch nicht etwa jemand von den Dienern des HERRN sei, sondern ausschließlich Diener des Baal! Und sie gingen hinein, um Schlachtopfer und Brandopfer darzubringen.

Jehu aber hatte sich draußen 80 Mann bestellt und sprach: Wenn jemand einen von diesen Männern entkommen läßt, die ich in eure Hand gebe, so soll sein Leben für dessen Leben haften!

Als man nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu den Läufern und den Offizieren: Geht hinein und erschlagt sie, so dass niemand davonkommt!

Und sie erschlugen sie mit der Schärfe des Schwertes. Und die Läufer und Offiziere warfen sie hinaus und gingen in den innersten Raum des Baalstempels, und sie brachten die Bildsäulen des Baalstempels heraus und verbrannten sie, und sie rissen die Gedenksteine des Baal nieder. Sie zerstörten auch den Baalstempel und machten Aborte daraus, [die sind dort] bis zu diesem Tag.

So vertilgte Jehu den Baal aus Israel" (2. Könige 10,18-28).

Gruß

Marc

 Zitat : Jehu aber hatte sich draußen 80 Mann bestellt und sprach: Wenn jemand einen von diesen Männern entkommen läßt, die ich in eure Hand gebe, so soll sein Leben für dessen Leben haften!  

-> Spätestens ab hier hätte Satan auch ohne Gedankenlesen durch mithören des Gesprochenen die Gefahr erkennen und seine/Baals Diener warnen können, aber offensichtlich durfte Satan seine Diener nicht warnen, denn es wurde laut ausgesprochen

 -> Dies ist für kein Beweis für Nichtgedankenlesenkönnens

 Chris

Es stellen sich zumindest mehrere Fragen und eröffnen sich weitere Aspekte:

 

  1. Gegen Gottes Beschluss ist alles Vermögen Satans sinnlos und unwirksam - Gott ist die eine Majestät, und keine mögliche Fähigkeit Satans kann diese Entschlüsse durchkreuzen. Gott hat die Priester Baals in Jehus Hand gelegt - damit war ihr Schicksal so oder so besiegelt.

     
  2. Waren die anwesenden Baalspriester Scharlatane, deren Verlust Satan in keiner Weise schmerzte? Auch heute in den breiten esoterischen Bewegungen, jenen vermeintlich modernen Baalsdiensten, gibt es eine Menge Teufelsanbeter, Satansjünger oder was man sich für antichristliche Gottheiten auch aussuchen mag (buddhistisch/hinduistische Anlehnungen usw.). Ihnen gehen zumeist aber besondere Fähigkeiten völlig ab. Nicht wenige sind schlichtweg Phantasten, die viel von sich halten und auch viel vorgeben, aber keine wirklich 'übersinnlichen' Fähigkeiten haben. Dergleichen waren im Westen fast schon selten geworden, wenngleich sie wieder im Zunehmen sind durch endzeitliche Vorgänge, die sich vor allem durch die Unbedarftheit der Menschen innerhalb der Esoterik kristallisieren und eine ungeheure Neubelebung finden. Besondern die Schweiz ragt wohl in Mitteleuropa besonders diesbezüglich raus und weist einen ungeheuer großen Anteil an z.B. 'Geistheilern' aus, deren verderbte Fähigkeiten 'Wirkungen' zeigen - Wirkungen mit vielfach unterschätzten Nebenwirkungen: dem Verlust des Heils.

 

  1. Die Erfahrung vieler Seelsorgenden belegt etwas differenzierter, dass z.B. Medien keinen Zugriff auf wiedergeborene ChristInnen haben, Pendler verlieren ihre Fähigkeiten usw. Es kann somit sein -so man die o.g. Stelle doch heranziehen wollte-, dass die Pläne des Jehu genau deswegen den Baalspriestern verhüllt waren: Jehu war im Herrn - und eben deswegen geschützt; sein Vorhaben war somit nicht erkennbar und nicht enthüllt worden. Späterhin war es zudem zu spät für die Baalspriester zu fliehen. Die Anweisung Jehus an seine Kämpfer muss nicht bedeuten, dass die Priesterschaft da noch hätten fliehen können - sie waren umstellt. Keiner kann heute mehr sagen, ob es nicht bereits eine wilde Panik gab, die aber keine Ausflüchte mehr fand, während Jehu seine letzten Instruktionen weitergab.

    Insofern belegt 2.Könige 10,18 - 28 nichts für oder wider eine mögliche Fähigkeit Satans und seiner Anhänger. Dafür wird aber die Treue Jehus gegenüber dem Herrn belegt. Und diese ist wunderbar, wenn man bedenkt, wie verseucht das Volk Israels zu der Zeit durch den Baalskult wohl war. Jehu geht sehr listig vor, und das war auch nötig, um jene zu schonen, die "Dienern des HERRN" waren - und jene nicht entkommen zu lassen, die den Heiligen Israels gespottet haben.

 

Für mich ist 2.Könige 10,18 auch eine Mahnung an die heutige Generation: kehrt um zum Herrn, der voller Erbarmung ist gegen jene, die Erbarmung suchen und Buße tun über ihr Leben, das tief in Sünde begraben ist. Christus ist gekommen und für die Gottlosen gestorben (Röm 5, 6). Er hat denen das Heil geschenkt, die fern vom Heil waren. Gott hat in Jesus, dem Herrn, die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht (1Kor 1, 20). Aber er ist gerecht zu jenen, die nicht von ihrem leblosen Leben umkehren wollen - die das Angebot, das ihnen Jesus voller Geduld und voller Liebe macht, nicht annehmen wollen. Insofern ist Jehu ein wundervolles, aber auch unerbittliches Bild für das Endgericht: jene, die in Jesus Errettung gefunden haben, die 'Diener des Herrn' sind, entkommen dem Gericht - jene aber, die sich nicht der Liebe Gottes im Herrn Jesus Christus zuwenden, erleiden das Gericht, das sie sich selber bereitet haben durch all ihre Sünde, ihre Verführung, durch ihren Götzendienst, durch ihre Gewalt, durch ihre Reuelosigkeit. Heutiger 'Baalsdienst' mag durch ein billiges Kleid zivilisierter, moderner Tünche verdeckt sein - die Inhalte sind die gleichen, die Folgen ebenfalls.

 

Ich hoffe im Herrn Jesus, dass noch viele die Stimme des Herrn Jesus hören mögen - und ihr folgen und Errettung finden. Ich hoffe im Herrn, dass gerade den Verführten die Verführung offenbar wird, bevor die Zeit abgelaufen sein wird - das alle Tünche offenbar wird und Menschen den Mut finden, sich ganz auf Jesus zu werfen. Aber ich weiß auch Mt 7, 14: "Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden."

 

Ich weise noch einmal darauf hin, dass diese Frage, ob Satan jetzt Gedanken lesen kann oder nicht, wohl unerheblich ist. Gott hätte durch sein Wort dazu Stellung bezogen, wenn es wichtig wäre. Allein wichtig ist aber Buße und Neuwerdung im Herrn Jesus. In Ihm liegt eh unser Leben offen. Aber in Ihm ist auch Rettung. In Ihm verliert Satan alle Anrechte auf uns - weil wir Kinder des einen Gottes Israels geworden sind, Kinder des lebendigen Gottes im Herrn Jesus Christus. Wäre mehr als das wichtig, hätte uns der Herr dazu sicherlich Auskunft gegeben in Seinem Wort. Alles wichtig ist aber im Evangelium zu finden - das genügt.

 

Im Herrn, Jesus Christus.

Holger

 

Hallo Chris,  11.07.05

Deinen Einwand kann ich nachvollziehen, möchte aber nur kurz darauf eingehen.

Um den Plan Jehus von vorneherein zu durchschauen, hätte Satan die Gedanken Jehus kennen müssen. Da er diese aber nicht kannte, musste er schließlich zunächst durch Jehus Verhalten und Äußerungen annehmen, dass Jehu tatsächlich dem Baal mehr dienen wollte, als Ahab (2. Könige 10,18). Jehu tat alles um es so aussehen zu lassen, als entsprächen seine Taten seinen Gedanken (2. Könige 10,20-23)

In den Versen 2.Könige 10,23 und 24 wird meines Erachtens eines sehr deutlich. Hier geht es um Anbetung, die nur Gott alleine zusteht, die sich aber der Satan zutiefst ersehnt, weil er Gott gleich sein will. Die Äußerung Jehus aus 2. Könige 10,18, dem Baal mehr dienen zu wollen als Ahab und zunächst sein Verhalten, muss also wie ein Schlüsselreiz auf Satan gewirkt haben, denn Satans gesamte Mannschaft war damit beschäftigt entsprechende Vorbereitungen für diese Anbetung zu treffen und diese letztendlich auch durchzuführen...mit anderen Worten: Satan war abgelenkt. Es war nun egal, ob Jehu die 80 Mann, die er sich draussen bestellt hatte, hörbar unterwies, denn erst nach Vollendung des Brandopfers (Vers25), sendete Jehu die Läufer und Offiziere in den Baalstempel um die Baalsdiener zu erschlagen und zu diesem Zeitpunkt war es für einen Rückzug der Baalsdiener bereits zu spät.

Ein Beweis dafür, dass Satan nicht allmächtig ist.Letztendlich wird u.a.

deutlich, dass Satan nicht nur nicht Gedanken von Menschen "lesen" kann und das er nicht allmächtig ist.

Ein weiterer Beweis, dass Satan die Gedanken von Menschen nicht "lesen" kann ist die Situation im Kampf David gegen Goliath (1. Samuel 17). Der Philister war sehr gut ausgerüstet / bewaffnet (1.Samuel 17,5-7; 17,45) und hatte sogar noch einen Schildträger vor sich her laufen (1. Samuel 17,6; 17,41).

Wenn der Philister nun die Absicht Davids gekannt hätte, ihn mit einem Stein aus seiner Steinschleuder zu töten, hätte der Philister (der ein Kriegsmann von Jugend auf war (1.Samuel 17,33), dann nicht seinen Schildträger so positioniert, dass ihn der Stein nicht an seiner Stirn hätte treffen können?

Gruß

Marc

 

Liebe Forumteilnehmer,

 

vor mir liegen 11 Seiten, die ich gestern Abend mit dem Textmarker bearbeitet habe. Ich bin nach dem "Ampelprinzip" vorgegangen. Rot -Gelb - Grün! Die Farbe Rot dominiert die Seiten eindeutig. Es sind ausschließlich Beiträge zu 2327 die ich da bearbeitet habe. Unmöglich kann zu allen Punkten ein Statement abgegeben werden! Ich will aber auf ein paar dominante Aspekte eingehen.

 

Ausrichtung eines Gläubigen

 

Wir haben in den letzten Tage mindestens zweimal den Hinweis bekommen "Unsere Ausrichtung gehört dem Herrn allein - keinen zukünftigen Dingen, die geschehen werden, wenn die Gemeinde Christi ihre Umwandlung und Verherrlichung erfahren haben wird, keinen Spekulationen."

  1. Auf den Herrn ausgerichtet zu sein, und zwar auf ihn allein, ist völlig biblisch!

  2. Offensichtlich müssen wir aber alle zukünftigen Dinge erst einmal zur Seite schieben?

Die Bibel sagt dazu: ""Wenn wir allein in diesem Leben auf Christum Hoffnung haben, so sind wir die elendesten  von allen Menschen." 1. Kor. 15,19

 

Wir werden im weiteren noch sehen, dass die Argumentation wenig konkret ist. Hier wird der Gläubige mit beiden Beinen auf die Erde gestellt, ohne das ihm gesagt wird, dass es die zukünftigen Dinge nicht gibt (was die falsche Lehre viel leichter erkenntlich machen würde), er soll sich nur nicht mit zukünftigen Dinge beschäftigen. Solches Vorgehen bildet die Grundlage für eine völlig neue Theologie. Man kann dann überall alle möglichen Anleihen machen, und kommt im Endeffekt bei einer Positivökumene heraus. Wir werden sehen welche Anleihen uns in den letzten Tagen vorgestellt wurden.

 

Erfahrungstheologie

 

"Ein mir bekannter, sehr erfahrener Bruder und Jünger Jesu hatte mehrfach bereits schwere Konfrontationen mit dunklen Mächten und von ihnen abhängigen Menschen zu bestehen. Er konnte die Erfahrung bestätigen, dass nicht wiedergeborene, sich vollständig Jesus überantwortete Menschen, die Erfahrung machen müssen, dass z.B. Medien, die von Dämonen beherrscht werden, geheimes Wissen dieser Menschen offenbaren können - auch geheimste Gedanken offen legen können. Nicht nur Dr. Koch bestätigt diese Erfahrungen in seiner langjährigen Erfahrung. Sie gehört zum Erfahrungsschatz aller Brüder, die bereits direkte Konfrontationen durchleben mussten."

 

Das "Brüder" solche Konfrontationen durchleben mussten haben wir ebenfalls mehrfach gelesen. Der Einwand, dass ein solches MUSS nicht biblisch begründbar ist, wurde dann mit der Behauptung das man so etwas auch nicht gesagt habe weggetan.

 

Es kann keine längere oder schwere Konfrontation zwischen finsteren Mächten und "sehr erfahrenen Brüdern und Jüngern Jesu" geben. Jakobus 4,7 sagt uns "Unterwerfet euch nun Gott. Widersteht dem Teufel, und er wird von euch fliehen." Wie soll es bei einer schriftgemäßen Haltung und Stellung überhaupt zu diesen schweren Konfrontationen kommen? Das was oben behauptet wird kann nur zu Stande kommen, wenn jemand gerade nicht als "sehr erfahrener Bruder und Jünger Jesu" wandelt. Der Schutz des Herrn Jesus für solche die sich Gott unterworfen haben ist, das der auf Golgatha besiegte Feind flieht. An keiner Stelle der Schrift wird einem Kind Gottes versprochen, dass es den Sieg des Herrn Jesus über den Teufel wiederholen kann. Es wird nur versprochen, dass der Teufel flieht wenn wir, in einer unterwürfigen Haltung unter Gott, dem Teufel widerstehen. Die Konfrontationen sind unbiblisch!  

 

Hier wird Erfahrungstheologie gepredigt. Konsequenter Weise folgt dann wieder mehr als eine halbe Seite philosophische Exkursion über neurotische Ängste und vieles mehr, was den Gottlosen in dieser Zeit so beschäftigt, ohne das für die Aussagen überhaupt ein biblischer Beleg gebracht wird.

 

Hier werden schwärmerische, charismatische Praktiken propagiert, ohne das der Autor dies als solches zu erkennen gibt. Entweder ist ihm selbst nicht bewusst was er da unterstützt, oder er ist unaufrichtig. Irgendwie bereitet er die "Gläubigen" aber auf den charismatischen Befreiungskampf vor. Dazu hat er natürlich keine biblischen Belege, Da helfen nur "erfahrene" Brüder und Schwestern weiter. 

 

Leugnung biblischer Grundwahrheiten

 

Die Aussage aus Eph. 3,10-12 "auf dass jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung kundgetan werde die gar mannigfaltige Weisheit Gottes, nach dem ewigen Vorsatz, den er gefaßt hat in Christo Jesu, unserem Herrn; in welchem wir die Freimütigkeit haben und den Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn." wird dann so umgedeutet, als ob die Engel "quasi von den Kindern Gottes lernten - ist in gewisser Weise ein arger Übergriff, der zu viel Verwirrung und Hochmut führt." Die biblischen Aussagen findet man dann angeblich in der "spiritistischen Theosophie" wieder.

 

Es wird glatt behauptet, biblische Aussagen kämen von Dämonen. Der Grund liegt allerdings in einem sehr selektiven verwenden biblischer Wahrheiten. Es werden Wahrheiten aus der Bibel genommen und dann den Dämonen zugeschrieben! Es fehlen wirklich die Worte um den Vorgang in seiner ganzen Perversität zu beschreiben.

 

Auf ziemlich subtile Art wird der Mensch dann von einem verantwortlichen Geschöpf zu einem Spielball Satans. In diesem Punkt haben wir Anleihen bei der reformierten Theologie und dem TULIP- Prinzip, sowie aufs neue in charismatischen Kreisen. Denn wenn ich mir die Engel zu nutze machen möchte, dann müssen diese Wesen selbstverständlich per Definition näher bei Gott sein als ich selbst, sonst würde ich falsch handeln. Die Vermischung von reformierter Theologie mit charismatischen Anleihen kann man momentan in einige Mega-Churches beobachten. Indem man Engelsmächte nutzen möchte lässt man sich dabei mit Dämonen ein. Es gibt keine Engel zwischen Gott - dem Herrn Jesus - und den Gläubigen. 

 

Es wird im Weiteren behauptet: "Satan weiß sehr wohl, was den Menschen zur Sünde versuchen kann." Das Satan das weiß steht außer Frage, er muss nur in das Gesetz schauen. Denn wenn Gesetz kommt lebt die Sünde auf. (Rö. 7,9). Aber Satan ist nicht der Handelnde, sondern der sündigende Mensch. Satan hat natürlich das Ziel den Menschen sündigen zu sehen, aber gerade bei Hiob sehen wir, dass Sünde nicht das Ergebnis der Angriffe Satans sein muss. (Hiob 1,22) Wenn ein Mensch sündigt, dann ist der Mensch verantwortlich und nicht ein gedankenlesender Satan!

 

Inwiefern "Wir sind manigfaltigen Versuchungen überantwortet" überhaupt eine Aussage ist, kann ich nicht verstehen. Persönlich war ich noch nie einer Versuchung überantwortet, aber vielleicht kann mir jemand diese Aussage erklären.

 

Gebe uns Gott - Prinzipien

 

Die "gebe uns Gott Prinzipien" sind entweder unverständlich oder Falschaussagen.

 

"Gebe uns Gott, der Herr, dass wir nicht einem Winkelzug Satans darin erliegen, dass wir Sorge um unsere Rettung über das Wort des Herrn stellen und seine Weisung."

 

Hier haben wir zunächst eine Betonung der Tatsache, dass Gott Herr ist. Hier liegt auch der Schlüssel dafür, dass wir eine Anerkenntnis der Herrschaft des Herrn Jesus erst nach meiner ausdrücklichen Aufforderung erhalten haben, ansonsten aber betont wird, dass Jesus der Sohn der Maria ist. Ich werde darauf später noch eingehen. Wenn wir uns um unsere Rettung sorgen, dann sei dies ein Winkelzug Satans. Hier haben wir wahrscheinlich eine Anleihe von Carnegie "Sorge nicht, lebe nur!", vielleicht aber auch Anleihen bei der "Wohlfühltheologie", wofür die Ausführungen zu 1. Joh. 1,10 sprechen könnten.

 

"Gebe uns Gott, dass wir uns nicht klüger anstellen als es uns Jesus anrät."

 

Der Satz ist für mich einfach eine Worthülse. Ich kann damit nichts anfangen!

 

"Gebe uns Gott, dass wir nicht Wege suchen, die uns vor den Zugriffen Satans schützen sollen, während wir nicht die Pforte zum Leben aufrichtig beschreiten wollen. Auch dieser Satz ist zunächst völlig unverständlich, es sei denn, man unterstellt, dass man die Pforte zum Leben auch unaufrichtig beschreiten kann. Das so etwas nach Meinung des Verfasser tatsächlich gehen könnte, lernen wir erst in seinem Beitrag vom 11.07.2005. Dort lesen wir:  "Besondern die Schweiz ragt wohl in Mitteleuropa besonders diesbezüglich raus und weist einen ungeheuer großen Anteil an z.B. 'Geistheilern' aus, deren verderbte Fähigkeiten 'Wirkungen' zeigen - Wirkungen mit vielfach unterschätzten Nebenwirkungen: dem Verlust des Heils." Also, jemand der Die Pforte zum Leben beschreitet (nach Meinung des Verfassers unaufrichtig) kann verloren gehen.

 

"Gebe uns Gott, dass wir nicht taktieren, wie es Satan tut, sondern uns dem Herrn überantworten - und das ein für alle mal! Wer so denkt, der kann nie die Sicherheit seines Heils genießen, denn ob es tatsächlich ein für alle Mal war, dass wird hier auf der Erde gar nicht sicher festzustellen sein. Hier hat nicht nur jemand, der die "Pforte zum Leben unaufrichtig beschreitet" (wobei ich davon überzeugt bin, dass das gar nicht geht) kein Heil, (wie auch immer der Vorgang aussehen soll?) sondern jemand der sich dem Herrn übergeben hat, hat es eventuell nicht ein für alle Mal getan und damit war die Übergabe nutzlos.

 

Hier haben wir Anleihen bei den Systemen, die nicht sagen können, ob jemand persönlich wohl zu den Geretteten gehört, die aber gerade aus diesem Grund sehr viel dafür tun um dazu zu gehören. Eine gewisse Anleihe bei Werkgerechtigkeitslehrern wird hier deutlich.

 

Jesus Christus als Herrn und ewigen Gott anerkennen

 

Schon der erste Gruß des Verfassers ist "Im Herrn, Jesus Christus!" Jeder frage sich selbst, warum das Komma, und warum das in weiteren Kombinationen immer wieder vorkommt!

 

Das man sein Heil wieder verlieren kann, kommt auch in der Aussage "Wer Abenteuer sucht, wird darin u.U. umkommen. Und das ist kein lapidarer Satz - dies hat ewige Konsequenz." Weiter werden wir von dem Autor wie folgt ermahnt: "Meine Warnung geht ganz klar dahin: sich nicht allzu sicher zu fühlen, indem man sich auf Prophezeiungen der hlg. Schrift ausruht, während das eigene Leben noch häufig unsichere Schritte geht."

 

"Aber nur wenige werden den Willen des Herrn erfüllt haben" das habe ich auch schon von  den Jehovas Zeugen gehört. Wenn ich dann heute morgen noch lerne, "weil wir Kinder des einen Gottes Israels geworden sind" dann haben wir auch an der Stelle wieder eine Anleihe bei dieser Sekte. 

 

Zum Schluß:

Mein Herr ist Jesus Christus, der Sohn Gottes, gezeugt vom Geist Gottes, der Sohn der Maria - gekreuzigt, auferstanden und verherrlicht. Durch ihn ist alles gemacht, und Er ist das Wort des lebendigen Gottes. Durch sein Blut empfangen wird die Vergebung der Sünde und die Kindschaft Gottes. Er ist alleiniger Heilland und Erlöser. Das ist mein Zeugnis. Ich gebe nicht vor -wie Du-, ein Gott ehrendes Leben zu führen. Ich bekenne mich eindeutig als Sünder und der Erlösung durch den Herrn Jesus bedürftig (1Jo 1, 10). Ich rühme mich nicht meiner Person oder eines selbst bezeugten 'Gott ehrenden Lebens' - ich rühme mich allein des Kreuzes Jesu Christi, das mir und allen, die danach trachten, zur Erlösung aufgerichtet worden ist.

Was soll die Erwähnung "Sohn der Maria"? Wieso ist der Herr Jesus das Wort des lebendigen Gottes? Der Herr Jesus ist der lebendige Gott! Im Hebräerbrief wird ein ganzes Kapitel darauf verwandt, um uns zu beweisen, dass der Herr Jesus nicht nur Sohn Gottes nach Psalm 2 "Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt" (Vers 7) ist. Sohn Gottes nach Psalm 2 würde überhaupt noch keine Einmaligkeit oder Einzigartigkeit des Herrn Jesus unterstreichen. Söhne Gottes im Sinn von Psalm 2 sind alle Kinder Gottes, wenn sie den Herrlichkeitsleib erhalten haben. Im Sinne von Psalm 2 ist der Herr Jesus der "Erstgeborne unter vielen Brüdern" "Denn welche er zuvorerkannt hat, die hat er auch zuvorbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern." (Rö. 8,29) Vielleicht ist es für viele überraschend, aber nach der Schrift bedeutet Sohn Gottes (im Sinne von Psalm 2) überhaupt nicht das jemand Gott ist. Auch wenn inzwischen hunderte von Zeilen über uns hereingebrochen sind, der Autor hat an keiner Stelle anerkannt, dass der Herr Jesus der Ewige, der Unwandelbare, dass der Herr Jesus Gott ist.

 

Der Verfasser des Hebräerbriefes (der Heilige Geist) verwendet ein ganzes Kapitel (Hebr. 2) darauf, um uns zu zeigen, dass der Herr Jesus nicht nur Sohn Gottes nach Psalm 2 (davon handelt Hebr. 1), sondern auch Sohn des Menschen nach Psalm 8 ist. Es ist für viele zunächst unverständlich, dass die Einzigartigkeit und die ewige Gottheit des Herrn nicht in seinem Titel "Sohn Gottes" sondern in seinem Titel "Sohn des Menschen" zum Ausdruck kommen. Aber der Sohn des Menschen ist "Herrscher über die Werke deiner Hände; alles hast du unter seine Füße gestellt:" Der Sohn des Menschen ist einzigartig, er ist die höchste Autorität, der Sohn des Menschen ist Gott selbst. Das sehen wir schon in Psalm 102, wenn wir den Schluss von Hebräer 1 lesen, aber endgültig sehen wir das in Hebräer 2. Da gibt es dann überhaupt keinen Zweifel mehr.

 

"Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch ich sage euch: Von nun an werdet ihr den Sohn des Menschen sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen auf den Wolken des Himmels. Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat gelästert; was bedürfen wir noch Zeugen?" (Matt. 26, 64+65) Als der Herr Jesus deutlich macht, dass ER der Sohn des Menschen ist, da flippt der Hohepriester aus. Man kann den Herrn Jesus als alles mögliche bezeichnen, wichtig ist anzuerkennen, dass er der ewige Gott, der Sohn des Menschen ist. 

 

Auch die Anerkennung des Herrn Jesus als ewiger und wahrhaftiger Gott fehlt in den Ausführungen, die wir bisher bekommen haben.

 

Das falsche Verständnis des 1. Johannesbriefes kann man hier vernachlässigen, da sehen tatsächlich sehr viele Christen nicht klar. Eins möchte ich hier noch verdeutlichen: Johannes geht überhaupt nicht davon aus, dass im Leben eines Gläubigen Sünden vorhanden sein müssen. Der Vers: "Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns" bedeutet überhaupt nicht, dass es für einen Gläubigen natürlich wäre, wenn Sünden vorhanden sind. Johannes will uns gerade dazu bringen, dass wir ein sündloses, Gott ehrendes und den Herrn Jesus verherrlichendes Leben sollen. Aber das wäre ein zweites Thema und sicherlich umfangreicher als dieser Beitrag.

 

Schlussbemerkung

 

Ich habe an keiner Stelle behauptet, dass mein Leben Gott ehrt. Diese Beurteilung steht allein dem Herrn Jesus zu. ER beurteilt seine Knechte. Allerdings können die Knechte des HERRN JESUS einander erkennen, weil sie Gemeinschaft miteinander haben. Unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohne Jesus Christus.

 

Wir sind hier auf dieser Erde keine unbeteiligten Marionetten die einem ungewissen Ziel entgegen gehen. "Scharf bezeichnet klar zu sehen ist der Weg den ich zu gehen, weil mein Jesus ging voran." Er möchte, das hier schon unsere Freunde völlig sein soll. Wenn man den von mir kommentierten Ausführungen zu 2327 folgen würde, dann könnte als Ergebnis nur Zweifel, Unsicherheit und Verzagtheit sein. Mit den veröffentlichten Thesen werden Menschen in die Knechtschaft von "erfahrenen und ehrenwerten Brüdern und Schwestern" geführt, aber nicht zu der Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.

 

Ich befehle diese Zeilen dem Herrn an, noch vieles hätte ich zu schreiben, aber ich muss mich jetzt um mein Unternehmen kümmern, denn sonst würden sich Ungläubige beschweren weil ich nicht pünktlich liefere.

 

herzliche Grüße

 

Ulrich

 

P.S. Ich habe sicherlich bei den einzelnen Beiträgen zu 2327 sehr emotional reagiert, weil mir von Anfang an klar war, dass hier ein bunter Blumenstrauß aus allen möglichen Religionen und Philosophien gebracht wurde, aber nicht die Botschaft unseres Herrn Jesus Christus, des wahren Menschen und wahren Gottes. Inzwischen sind die Dinge deutlich geworden, so dass eine sachliche Auseinandersetzung mit den genannten Fakten angebracht war. Dies ist keine Entschuldigung dafür, dass ich emotional reagierte als der Heilsplan und der Heiland verzerrt dargestellt wurden, ganz im Gegenteil, möge der HERR JESUS Christus, der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat, mir diese Gefühle erhalten.

 

 

Ich verwahre mich vor Unterstellungen und Einforderungen von Glaubensbekenntnissen, die ins Uferlose wachsen müssen, weil Nachfragenden immer wieder neues einfällt mag, um Rechtfertigung für sich selber und/oder weitere haltlose Unterstellungen zu finden, die nicht aus dem Segen kommen. Für mich reicht das eine Zeugnis: Jesus ist der Herr!

 

Zu Jesus, dem Herrn, aber noch einmal ganz eindeutig - eines der wichtigsten Zeugnisse der hlg. Schrift, das ich glaube:

Joh 14, 8

Philippus spricht zu ihm : Herr , zeige uns den Vater , und es genügt uns . Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, und wie sagst du: Zeige uns den Vater?

 

Bestrebungen, dass hier Schreibende erst eine eigenwillige Form geistiger Prüfung erfahren müssen, sollten dagegen mit Hans-Peter abgesprochen werden; Tendenzen sind leider in vorangehenden Posts zu finden. Prüfungen sind zulässig, Unterstellungen nicht.

 

Vieles geht leider leider hier jetzt vollkommen am Thema vorbei und ist pharisäisch ohne Gelehrtheit, dafür aber mit nötigender Unterstellung versehen. Muss jeder Schreibende seinen Beitrag mit 'In Jesus, dem lebendigen Gott, der Herr usw. usw. usw. usw. usw' beginnen? Nun, dies scheint bald grundsätzlich Forderung von Menschen zu sein, deren Wahrnehmung der Texte anderer einer Kritik unterstellt werden. Reaktionen sollten weniger verunglimpfend ausfallen. Niemand sollte sich zum Paulus erheben wollen, der dem Kephas seinen Irrtum belegen will, nur weil das Temperament dazu nötigt. Aber Tendenzen Schreibender, heiliger als der Papst zu sein, der ein Glaubensbekenntnis abfordert bei gleichzeitigem Schweigen vor der Hoheit des Geistanerkenners sind doch unverkennbar. Mit Gottes Hoheit hat das nichts mehr zu tun. Der übelste Griff ist eine vermeintliche Unterstellung unter Verwendung des Wortes des Herrn. Solche Bekenntnisse sind arg lückenhaft. Man sollte sich nicht durch das eigene Temperament bemüßigt fühlen, einen Streit um die Wahrheit Gottes vom Zaun zu brechen, versehen mit Spitzfindigkeiten und Verleumdungen, die nicht der Ehre Gottes dienen.  Menschen, die sich persönlich angegriffen fühlen, sollen dafür nicht die Wahrheit Gottes missbrauchen und den Jüngern Jesu den Geist absprechen und Irrlehre unterstellen, so sie allein unterstellender Natur ist, wie hier bereits geschehen ist.

 

So gewandt dies freilich geschehen mag - aber stilistischen Bemühungen, 'abschließende Lehre' zu verkünden ("SCHLUSSbemerkung"), sind wenig hilfreich. 'Erfahrungstheologie' u. vieles andere zu unterstellen, ist allein schon widersinnig und ist an den Haaren herbeigezogen. Die Bibel ist klar in ihren Worten - Gottes Wort ist klar. Vieles findet im Worte Gottes aber keinen Widerhall. Aber zumindest die Konfrontation mit Dämonen und Belasteten ist eine bibl. Erfahrung, die auch heute noch Realität ist, der sich viele Brüder stellen müssen, weil es unumgänglich ist. Die Erfahrungen, die dort gemacht werden mussten, die ich hier angedeutet habe, als 'Erfahrungstheologie' zu diskreditieren, ist haltlos. Sie stehen im bibl. Kontext, wenngleich es viel Scharlatanerie gibt. Jesus gebe uns die Kraft zur Unterscheidung. Diese geht nicht wenigen vollkommen ab - das wage ich allerdings offen klarzustellen. Das Gebet darum ist uns allen ans Herz gelegt.

 

Weiterhin stelle ich fest: Die Gemeinde Gottes schaut auf das Zukünftige und auf den einen Kommenden. Jesus hat Vollendung gebracht. Dies darf aber nicht zu Leichtsinn verführen - denn auch dies ist Wahrheit und die Mahnung der Bibel, sichtbar eben auch an Kephas, der doch ein Jünger Jesu war (Gal 2,11). Petrus war 'dem Urteil verfallen', und Paulus mahnt in fast all seinen Briefen immer wieder inständig, nicht über die Erlösung durch den Herrn leichtsinnig zu werden. Diese Mahnung habe ich wiederholt - und die zukünftige Herrlichkeit nicht in Abrede gestellt. Diese ist Hoffnung eines jeden Jünger des Herrn und sollte Allgemeingut in unseren Herzen sein.

 

Der Herr möge mehr Selbsterkenntnis und Kritikfähigkeit geben (mir und allen Kindern des Herrn Jesus). Niemand soll sich zum Lehrer aufspielen (Mt 23, 8), schon gar nicht, wenn Irrlehre oder falscher Glaube belegt werden soll; anhand von Textpassagen unterstellt, die zu Glaubensbekenntnissen verzerrt werden, die dadurch Unterstellungen finden, weil nicht das ganze Evangelium abgehandelt worden ist. Vielleicht ist es allen Schreibenden möglich, Aussagen zu differenzieren - auch wenn ihre eigenen einer Kritik ausgesetzt sind. Mit Unterstellungen zu reagieren ist aber wenig redlich. Der Abstieg in haltlosen Meinungsstreit ist vorprogrammiert; gemachte Unterstellungen zeigen, wie sehr auch jemand, der sich im Herrn wissen mag, sich vergreifen kann. Petrus war davon nicht ausgenommen (Galater 2,11), wer sich davon freisprechen mag, macht es nur zur eigenen Verherrlichung.

Der Herr möge all das ausrichten, was menschliche Kurzsichtigkeit verzerrt. Haltlose Kritik geht aber vollkommen vorbei. Temperamente mögen schnell verwundet sein - davon zeugen mir viele Zeilen. In kurzen Abhandlungen Widersprüche zu finden, ist nicht schwer, so diese nicht nachgefragt werden, sogar thematisch nicht bezogene Diskreditierung erfahren. Niemand sollte genötigt sein, ganze Bücher schreiben - das ist nicht notwendig. In meinen Texten ist zusammengefasst: Jesus ist der Herr, der lebendige, gegenwärtige Gott. Bei Problemen mit der Auseinandersetzung mit der Dreieinigkeit, die nötig wäre, empfehle ich, hier im Board nachzulesen; Erläuterungen zu gemachten Textpassagen von mir erspare ich uns allen an dieser Stelle. Denn auch diese ist biblisch -so wie die Einigkeit des einen, lebendigen Gottes-, wenngleich sie die kath. Kirche, die Kirche Satans, ins absurde geführt und nachhaltig in Verruf gebracht hat. Erläuterungen zur Dreieinigkeit, zu Jesus, dem Sohn, dem Vater, dem hlg. Geist -dem lebendigen Gott- findet jeder hier in absoluter Klarheit verfasst.

 

Das soll nun genügen.

 

In Ihm - Holger

 

PS: 'Der Sohn der Maria' ist übrigens ein nicht seltener Zusatz zu Identifizierung des Jesus von Nazareth, der der Christus ist, der Gesalbte Gottes. Damit wird nicht die Maria vergöttlicht  (Anbetung usw. gehört allein dem Herrn!; die Mutter des Herrn ist nicht die 'Heilige' der kath. Kirche!), aber es ist identifizierend gebräuchlich. Satan braucht diese Identifizierung nicht: er kennt Jesus nur allzu gut und fürchtet ihn. Menschen brauchen diese Identifizierung, weil es ebenso viele falsche Christusse gibt, die gemeint sein können. Ich meine stets den verherrlichten Herrn, der historisch durch die Maria geboren wurde, gezeugt vom heiligen Geist (Mt. 1,18; Elberfelder 1871), gekreuzigt zu Jerusalem und auferstanden und verherrlicht - und in Herrlichkeit kommen wird. Theologische Spitzfindigkeiten sollten niemandem abgenötigt werden. Der Herr Jesus möge allen Mitlesenden Einsicht schenken, kein Pharisäertum, das sich verletzt streitet. Meinungsstreitereien liegen mir fern. Dies ist denn mein Abschluss. Schade, dass das Ausgangs-Thema eine überflüssige Verzerrung erfahren hat.

Jehu hat die Unwahrheit gesagt, nämlich dass er Baal mehr dienen möchte

Unwahrheit ist Unwahrheit - na toll - Satan kann keine Gedanken lesen also

können wir ihn mit Unwahrheiten täuschen - fantastisch

 

Ich lese dieses Kapitel lieber nicht mehr so oft sonst komme ich noch auf dumme

Gedanken - nämlich eine show in meinem leben abzuziehen um Satan zu täuschen -

und das wäre sicherlich nicht gut ...

Chris

 

Hallo Chris,   12.07.05

bitte habe etwas Geduld. Ich werde versuchen die nächsten Tage eine Antwort zu geben.

Danke.

Gruß

Marc

 

Hallo Chris,   17.07.05

es wäre sicherlich eine falsche Zielsetzung, Show als Stilmittel einzusetzen, nicht nur um Satan zu täuschen, sondern auch Gott, dem wir ohnehin nichts vormachen können (Psalm 139,2) und selbstverständlich bleibt eine Lüge eine Lüge und ist eine Sünde, darin bin ich mit Dir einig, dennoch möchte ich kurz auf Deine Antwort eingehen.

Jehu wurde durch einen der Prophetensöhne Elisas zum König von Israel gesalbt und von Gott durch den Prophetensohn beauftragt, das Haus Ahabs zu erschlagen (2.Könige 9,7).

Er erkannte seine Verantwortung vor Gott als neuer König von Israel und war fest entschlossen, diesen Auftrag, den Willen Gottes, auch auszuführen (2.

Könige 9,8-10) und er führte ihn auch aus (2. Könige 10,17).

Das Handeln Jehus in den Versen aus 2.Könige 10,18 -10,27 beweist zwar auch hier einerseits seine Loyalität zu Gott, andererseits jedoch auch sein strategisches Handeln als militärischer Hauptmann und fehlbarer Mensch.

Wir dürfen nicht außer Acht lassen, das Jehu ein fehlbarer Mensch, der einen Vergleich mit dem Herrn Jesus Christus, der den Willen Gottes in Vollkommenheit tat (z.B. Matthäus 26,42) und in dem keine Sünde ist (z.B.

1.Johannes 3,5), der nun zur Rechten Gottes sitzt (z.B. Hebräer 10,12) und der wahre König Israels bereits ist, Seine Herrschaft aber noch antreten wird (z.B. Römer 11,25-27), nicht standhält.

Das wird besonders deutlich in den Versen aus 2. Könige 10,30-32.

Der Gehorsam Jehus und das Erfüllen des Auftrages, das Haus Ahabs zu vernichten, wurde zwar von Gott anerkannt, indem Er Jehu verheißen hatte, dass seine Nachkommen "bis in das vierte Glied auf dem Thron Israels sitzen!" (2.Könige 10,30), aber wir lesen fataler Weise auch weiter, dass Jehu, nachdem er den Baal aus Israel vertilgt hatte, nicht darauf achtete, von ganzem Herzen nach dem Gesetz des HERRN, des Gottes Israels, zu wandeln; "denn er ließ nicht ab von den Sünden Jerobeams, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte." (2.Könige 10,31).

Dieser Ungehorsam und die Sünde Jehus hatte also im nachhinein Konsequenzen für Israel, denn "Zu jener Zeit fing der HERR an, Israel zu schmälern; denn Hasael schlug sie an allen Grenzen Israels; östlich vom Jordan, das ganze Land Gilead, die Gaditer, Rubeniter und Manassiter, von Aroer an, das am Arnonfluß liegt, sowohl Gilead als auch Baschan." (2. Könige 10,32).

Es bleibt in aller Kürze und Unvollkommenheit festzuhalten, dass Jehu ein fehlbarer Mensch war, der vor Sünde nicht gefeit war, aber dennoch von Gott als Werkzeug gebraucht wurde.

Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Satan die Gedanken von Menschen nicht "lesen" kann, aber ihre Entstehung, sofern es Gott (Jesus Christus) zulässt, durchaus mit beeinflussen kann (Bsp. David und Bathseba (2.Samuel

11,2 ff).

Letztendlich verblasst die Frage, ob Satan Gedanken lesen kann oder nicht, wenn wir unseren Blick auf den Herrn Jesus Christus richten, der zur Rechten Gottes ist und dem Engel und Gewalten und Mächte unterworfen sind (1.Petrus 3,22). Er hat die Macht Seele und Leib zu verderben in der Hölle (Matthäus 10,28), aber Er möchte nicht, dass jemand verloren gehe:

"Nun hat zwar Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen, jetzt aber gebietet er allen Menschen überall, Buße zu tun, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat und den er für alle beglaubigte, indem er ihn aus den Toten auferweckt hat." (Apostelgeschichte 17,30-17,31)

"Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." (Johannes 3,16)

Gruß

Marc