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Liebe Forumschreiber,   23.01.06

die Beiträge 2676 und 2680 über nicht wiedergeborene Bekenner haben mich sehr nachdenklich gemacht.

 

 

mich würde einmal Eure Meinung dazu interessieren, welche Mechanismen für unechte Bekehrungen, bei denen nicht wiedergeborene "Bekenner" resultieren, verantwortlich sind.

 

Mir selbst fiel z.B. die typische Evangelisationsbekehrung unter starkem emotionalen (aber nicht verstandesmäßigen) Druck ein, bei der denjenigen, die "vorgehen" oder die Hand heben gesagt wird, daß sie jetzt wiedergeboren sind. Das wäre die pragmatische Variante.

Weiter fiel mir die typische lutherisch-reformierte Version ein, bei der sich Leute aufgrund ihrer Taufe oder ihres frommen Lebensstils oder des sichtbaren materiellen Segens Gottes in ihrem Leben für erwählt und damit auch für wiedergeboren halten. Eine Bekehrung ist hier ja unnötig.

Als drittes kam mir noch das Reden in Sprachen in den Sinn, das auch mancher als Beweis seiner Wiedergeburt ansieht (obwohl den Leuten die "Sprache" sogar teilweise vorgesagt wird!) Das ist die Pfingst-Variante.

 

Wie gesagt, würden mich weitere typische Mechanismen interessieren.

Was mich aber noch mehr interessiert:
 Kann man Scheinwiedergeburten irgendwie vermeiden? Was soll man einem Menschen, der bereit ist, sich zu bekehren, sagen, wann er wiedergeboren ist?

Die Früchte alleine sind sicher kein optimales Merkmal für eine echte Wiedergeburt, denn es gibt Scheinwiedergeburten mit "Scheinfrüchten" und echte Wiedergeburten, bei denen man die Früchte erst relativ spät sieht. Natürlich ist mir klar, daß Gott alleine wirklich das Herz sieht und damit alleine weiß, wer wirklich sein Kind ist.

Ich glaube, man sollte die Christen über diesen Punkt besser aufklären.

Es kann wohl nichts schlimmeres geben, als sich sein Leben lang für errettet zu halten, um nach dem Tod zu erfahren, daß man sich geirrt hat.

Martin gx.de

 

Lb. Martin, gx.de   23.1.06

>mich würde einmal Eure Meinung dazu interessieren, welche Mechanismen für unechte Bekehrungen, >bei denen nicht wiedergeborene "Bekenner" resultieren, verantwortlich sind.
 

Ich würde Deine Frage mit den ersten drei Ackerböden in Mat 13 in Verbindung bringen. Dort dringt aus jeweils verschiedenen Gründen  das Wort nicht durch und es kommt kein Ergebnis (Frucht) zustande.

Die hemmenden Sachverhalte werden ja dort aufgezählt, z.B. Sorge des Lebens etc., also individuelle Gegebenheiten, die das Eindringen des Samens/Wortes hindern - das kann bei jedem verschieden sein.


Also zusammengefasst: das Wort vom Kreuz muss bis in's innerste des Menschen durchgedrungen sein und dadurch eine echte Wiedergeburt erfolgt sein, sonst ist alles anderes reines Bekennertum bzw. Scheinfrömmigkeit, von denen ja die Endzeit gekennzeichnet ist (Schein der Gottseligkeit, aber die Kraft verleugnend).

 in IHM

p.