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Hallo Bibelkreis
Wie beurteilt ihr folgenden Artikel
https://www.bibelportal.de/auslegung/Offenbarung/17-18.html

S. d. Emil

Lieber S.d. Emil

Ich habe soeben den Artikel durchgelesen. In meinen Augen ist das eine sehr gute Ausarbeitung. Lediglich einen Titel würde ich korrigieren: "Die Braut Christi" ist nicht die Versammlung sondern der Überrest aus Israel. Ich würde also nicht "Braut Christi" schreiben, wenn ich die Wiedergeborenen der Gnadenzeit beschreiben wollte, sondern "Braut des Lammes".

in IHM
Hans Peter

Hallo Hans-Peter,

>"Die Braut Christi" ist nicht die Versammlung sondern der Überrest aus Israel.

> Ich würde also nicht "Braut Christi" schreiben, wenn ich die Wiedergeborenen der >Gnadenzeit beschreiben wollte, sondern "Braut des Lammes".

Nun gut, die Übersetzung in Elberfelder, Schlachter und Luther ist "Braut des Lammes". Also wäre es nur hundertprozentig korrekt auch "Braut des Lammes" zu schreiben statt "Braut Christi".  Und (nur) deswegen habe ich diesen Artikel soeben geändert.

Allerdings muß ich doch anmerken, daß ich den von dir angeführten Unterschied nicht verstehe...
Mit welchen Stellen der Schrift belegst du denn diese Unterscheidung ?
Also für mich sind Christus und das Lamm ein und derselbe, ebenso wie die Braut des Lammes und die Braut Christi.
Woher kommt deine Meinung, daß da ein Unterschied sei ?

Gruß

Thomas

Lieber Thomas

Du hast natürlich Recht, Jesus Christus ist das Lamm Gottes, Joh 1,29. 

So wie in dem Lied der Lieder 2111  LDL die Braut Christi, das irdische Jerusalem ist, so ist die Braut des Lammes, das ist die NT - Versammlung, das himmlische Jerusalem selbst. ==> Off 21,2 + Off 21.10. Gott zeigt uns die ewigen Dinge in für uns jetzt verständlicher Symbolik.
 

Die Braut des Lammes,  darunter verstehe ich die Wiedergeborenen der Gnadenzeit, deren Hochzeit im Himmel ist,  sind zu unterscheiden von der Braut Christ - welches  ein angenommener Hilfsbegriff ist für die Gläubigen aus Israel

Die Braut des Lammes,  = das himmlische Jerusalem (Kapitel 21,9-22,5)

in Offb 21,22 steht, dass es im neuen Jerusalem keinen Tempel mehr gibt.  Gott wird der Tempel sein für die, die zum neuen Jerusalem gehören, d.h. für die Braut des Lammes, die Versammlung (21,9). Aber auf der Erde wird es  einen Tempel geben; wir lesen davon in Hes 40-48 in Verbindung mit Israel und auch mit den Heiden in Jes 56,6f.
Im 1000JR  wird bei Jerusalem ( in der Nähe)  tatsächlich ein Tempel stehen, zu dem die Menschen kommen werden, um anzubeten. Alle diese Gläubigen, die aus der großen Drangsal kommen, werden die wichtige Aufgabe haben, Gott im Tempel zu dienen wie die Prophetin Anna in Lk l,36f.; sie werden für immer Priester vor Gottes Angesicht sein. Aus allen Völkern werden viele Menschen jedes Jahr zum Tempel hinaufgehen, um Gott zu dienen (Jes 2,2f; Sach 14,16).
Wer die Offenbarung liest, versteht, daß die Braut des Lammes die Versammlung des lebendigen Gottes ist.
 Offb 19,6-10 zeigt  uns die Hochzeit des Lammes: Dort wird also die Versammlung mit einer Braut oder (Frau)  verglichen.
2Kor 11,2

 Eph 5,23-32 verwenden ebenfalls das Bild einer Verlobten bzw. Ehefrau

Aus Vers 9 ergibt sich. daß dieses Jerusalem nicht der Wohnort der Versammlung ist, sondern sie ist die Versammlung selbst. Sie ist die Braut des Lammes; wir sind das neue Jerusalem.472
genannt. Im Friedensreich gibt es das heilige alte und das heilige neue Jerusalem; im ewigen Zustand wird es nur noch das neue Jerusalem sein. Der eigentliche Gegensatz ist in der Offenbarung übrigens nicht so sehr der zwischen altem und neuem Jerusalem, sondern der zwischen dem großen Babylon ( Kp 18) und dem neuen Jerusalem. Zit (WJO)

Die Hochzeit des Lammes

"Laßt uns fröhlich sein und frohlocken und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet. Und es wurde ihr gegeben, daß sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend und rein; denn die feine Leinwand sind die Gerechtigkeiten der Heiligen. Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die geladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes!" (Offb 19,7-9).

Wir haben bereits früher gesehen, daß die Hochzeit des Lammes mit Seiner Braut unmittelbar vor dem Wiederkommen des Herrn Jesus auf die Erde stattfindet, wenn Er Seine Feinde richten wird. Christus wird nicht eher sichtbar für die Augen der Menschen dieser Welt erscheinen, bis diese Hochzeit stattgefunden hat. Das ist übrigens einer der Gründe, warum die Versammlung, bevor der Herr auf die Erde wiederkommt, entrückt sein muß. Er wird Seine Feinde zwingen, anzuerkennen, daß Er die Versammlung geliebt hat. Sie wird vor der Stunde der Versuchung bewahrt werden, die über den ganzen Erdkreis kommen wird (Offb 3,9.10). Hier in Offenbarung 19 ist der erhabene Augenblick gekommen, wo diese Hochzeit nun gefeiert wird.  (Wb)

Die Versammlung ist auch eine Braut; aber sie ist nicht die Braut des Königs. Es wird häufig gesagt, daß die Versammlung die Braut Christ! ist, doch ich glaube nicht, daß die Bibel das an irgendeiner Stelle sagt. Christus ist die Übersetzung von Messias (das bedeutet: der Gesalbte). Die Versammlung ist die Braut des Lammes, das geschlachtet worden ist. So wird sie in der Offenbarung genannt. Doch die Braut Christi, des Königs, ist Israel. Die Braut war in den Tagen, als der Herr Jesus auf die Erde kam, nicht da. Denkst du, daß die Braut nie kommen wird? Denkst du, daß das Herz des Herrn Jesus nicht auf diese Braut wartet? Vielleicht findet jemand es ungewöhnlich, daß der Herr Jesus zwei Bräute hat. Doch man muß bedenken, daß das eine symbolische Bedeutung hat. Das Herz des Herrn Jesus hat Raum genug, um weitaus mehr Menschen zu lieben als nur die, die zur Versammlung gehören. Wir finden im Alten Testament mehrmals in symbolischer Sprache diese beiden Frauen vorgestellt, zum Beispiel in Lea und Rahel; Lea ist ein Bild der Versammlung und Rahel ein Bild der Braut aus Israel. Das ist der gläubige Überrest, im besonderen die Stadt Jerusalem, wie wir sehen werden. Sie wird die Braut sein in der Zeit, in der der Herr Jesus als Messias über die Erde regieren und Jerusalem der Mittelpunkt der ganzen Erde sein wird. Man hat wohl angenommen, daß, wenn der Herr Jesus regieren wird, die Versammlung die Königin sei, die mit Ihm über die Erde regieren wird. Doch das stimmt nicht. Jerusalem, "die Stadt des großen Königs" (Ps 48; Mt 5), ist die Königin, die mit dem Herrn Jesus über diese Erde regieren wird. Es gibt keine andere. Er wartet auf diese Zeit. Ich habe gerade gesagt, daß dieses Buch sich sehr bald erfüllen wird, denn was hier in symbolischer Sprache steht, ist noch nicht erfüllt. Die Zeit wird kommen, wo es Menschen geben wird, welche die Gefühle, die hier in diesem Buch beschrieben sind, in ihren Herzen empfinden werden.

Deshalb wirkte der Geist, der an jenem Pfingsttag gegeben wurde, in eine ganz andere Richtung. Ein auserwähltes Volk, bestehend aus Juden und Heiden, wurde in der Kraft dieses Geistes zu einem Leibe getauft, und dieses Volk war bestimmt, ein himmlisches Erbteil zu empfangen und die Braut des Lammes am Tag Seiner Herrlichkeit zu sein, wenn der Geist wiederum ausgegossen wird. Unter dieser erneuten Ausgießung wird der Oberrest in Israel zum Glauben, zur Buße und zum Gehorsam geführt werden, und dann werden nach dem vollen Umfang dieser Prophezeiung auch die Nationen an den Segnungen teilnehmen. (JGB)  ==> Das zeigt das Wunderbare an, dass die alle Gläubigen der Gandenzeit ein spezielles Verhältnis zu Ihren Herrn in alle Ewigkeit haben. Die Braut Christi,  die Gläubigen aus Israel, kennen das Brautverhältnis so wie ich es verstehe, nur im1000JR. In der Ewigkeit werden sie dann als "Menschen" nicht als "Israeliten" auf der neuen Erde wohnen. Das heisst, dass die neue Erde dann nicht mehr unter dem Teilungsgericht, (Völker) steht, sondern dass dann die Absicht Gottes für alle Ewigkeit bleibt, Menschen auf der Erde zu haben und seinem Sohn im Vaterhaus eine Braut. (Die Braut des Lammes)

Deshalb wirkte der Geist, der an jenem Pfingsttag gegeben wurde, in eine ganz andere Richtung. Ein auserwähltes Volk, bestehend aus Juden und Heiden, wurde in der Kraft dieses Geistes zu einem Leibe getauft, und dieses Volk war bestimmt, ein himmlisches Erbteil zu empfangen und die Braut des Lammes am Tag Seiner Herrlichkeit zu sein, wenn der Geist wiederum ausgegossen wird. Unter dieser erneuten Ausgießung wird der Oberrest in Israel zum Glauben, zur Buße und zum Gehorsam geführt werden, und dann werden nach dem vollen Umfang dieser Prophezeiung auch die Nationen an den Segnungen teilnehmen. (JGB)

 Nicht die Versammlung, die Braut des Lammes, sondern Israel, die irdische Braut ist es, womit der Herr den „neuen Bund" errichtet (Jer. 31,31 f). Aber auch die Versammlung, welche seit der in dem Blute Christi gelegten Grundlage des neuen Bundes ins Dasein getreten ist, hat teil an den Segnungen des neuen Bundes: Vergebung usw., ohne deshalb selbst der „neue Bund" zu sein. - Die Versammlung hat eine höhere, himmlische Stellung und geistliche Segnungen (Eph. 1, 3). (E.Dö)

Im Alten Testament wird jedoch das auserwählte Volk, das echte Israel, die wahre Gemeinschaft des Volkes Gottes, häufig als die Braut Gottes bezeichnet. Es heißt: “Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann” (Jes 54,5). Und Jeremia beklagt, dass Israel in seiner Untreue Gott gegenüber Hurerei getrieben habe (Jer 3,6-10). Hosea hört Gott sagen: “Ich will mich mit dir verloben für alle Ewigkeit” (Hos 2,21). Darum finde ich es wichtig den Unterschied zu machen in Braut Christie = Israel  und Braut des Lammes = Versammlung

REBEKKA

Interessant ist die Verbindung dieses Kapitels mit den beiden vorhergehenden. In Kap. 22 wird der Sohn auf dem Altar geopfert, in Kap. 23 wird Sara beigesetzt, und in Kap. 24 wird der Knecht ausgesandt, um ein Weib für den zu suchen, den Abraham "im Gleichnis" aus den Toten wiederempfangen hatte (Vergl. Hebr. 11, 19). Diese Reihenfolge stimmt auffallend mit der Ordnung der Ereignisse überein, die mit der Berufung der Kirche verbunden sind.

Die großen Tatsachen, denen wir im Neuen Testament begegnen, sind 1. die Verwerfung und der Tod Christi, 2. die Beiseitesetzung Israels, und 3. die Berufung der Versammlung in die herrliche Stellung als Braut des Lammes. Dies entspricht genau dem Inhalt der drei genannten Kapitel. Der Tod Christi musste eine vollendete Tatsache sein, bevor die Versammlung berufen werden konnte. Ebenso musste die "Zwischenwand der Umzäunung" abgebrochen sein, bevor der "eine neue Mensch" gebildet werden konnte. Es ist wichtig, das zu verstehen, damit wir den Platz kennen, den die Versammlung in den Wegen Gottes einnimmt. So lange die jüdische Haushaltung bestand, hatte Gott strikte Trennung zwischen Juden und Heiden angeordnet, und deshalb lag der Gedanke einer Vereinigung beider in einem neuen Menschen dem Geist eines Juden ganz und gar fern. Der Jude war vielmehr zu der Ansicht erzogen worden, daß seine Stellung die des Heiden in jeder Beziehung überragte, und diesen als einen unreinen Menschen zu betrachten, mit dem jede Verbindung untersagt war (Vgl. Apg. 10,28).  CHM

Ps.:  es gibt nur einen neuen Menschen = Christus

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Aber es gibt außer den bereits angedeuteten Punkten noch zwei Ereignisse in der Geschichte Josephs, die ihrem bildhaften Charakter eine ganz besondere Vollkommenheit geben. Es ist seine Heirat mit einer Fremden in Kapitel 41 und sein Zusammentreffen mit seinen Brüdern in Kapitel 45. Dies ist die Reihenfolge der Ereignisse: Joseph stellt sich seinen Brüdern als vom Vater gesandt vor. Sie verwerfen ihn und bringen ihn, so weit es an ihnen liegt, an die Stätte des Todes. Gott nimmt ihn von dort weg und erhebt ihn zu einem Platz der höchsten Würde. Als er so erhoben ist, empfängt er eine Braut, eine Frau, und als seine Brüder völlig gebrochen zu seinen Füßen liegen, gibt er sich ihnen zu erkennen, beruhigt ihre Herzen und führt sie in die Segnung ein. Dann wird er der Segenskanal für sie und die ganze Erde.

Einige Bemerkungen über die Heirat Josephs und die Wiederherstellung seiner Brüder sind hier angebracht. Die fremde Frau ist ein Bild der Versammlung Gottes. Christus stellte sich den Juden dar und nachdem Er von ihnen verworfen worden war, nahm Er Seinen Platz in der Höhe ein, von wo Er den Heiligen Geist herniedersandte, um eine auserwählte Kirche zu sammeln, die aus Juden und Heiden zusammengesetzt und dazu bestimmt ist, mit Ihm in der himmlischen Herrlichkeit vereinigt zu sein. Wir haben bereits in Kapitel 24 die Lehre von der Kirche betrachtet, aber es sind noch einige Punkte zu erwähnen. Zunächst ist zu beachten, daß Josephs ägyptische Braut innig mit ihm in seiner Herrlichkeit verbunden war. (Die Frau Josephs stellt die Kirche dar als mit Christus in Seiner Herrlichkeit vereinigt, während die Frau Moses die Kirche als mit Christus in Seiner Verwerfung vereinigt darstellt.) Mit ihm vereinigt teilte sie alles, was sein war. Zudem nahm sie einen Platz der Nähe und Vertrautheit ein, den sie nur allein kannte. Ebenso ist es mit der Versammlung, der Braut des Lammes: Sie wird zu Christus hin gesammelt, um, die Teilhaberin sowohl Seiner Verwerfung als auch Seiner Herrlichkeit zu sein. Die Stellung Christi verleiht der Stellung der Versammlung ihren Charakter, und die Stellung der Versammlung sollte stets ihren Weg charakterisieren. Wenn wir zu Christus hin gesammelt werden, so ist es zu Ihm als dem in Herrlichkeit Erhöhten und nicht als dem auf der Erde Erniedrigten. "Daher kennen wir von nun an niemand nach dem Fleische; wenn wir aber auch Christum nach dem Fleische gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr also" (2. Kor. 5, 16). Der Sammelpunkt der Versammlung ist Christus in der Herrlichkeit droben.
Der Sammelpunkt der Israels ist Christus in Herrlichkeit auf der Erde.

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Was sind nun die himmlischen Segnungen? In diesem Zusammenhang ist es gut, sich zu erinnern, daß dem Volk Israel keine himmlischen Segnungen verheissen waren, sondern i r d i s c h e . Die Gläubigen heute in der christlichen Haushaltung haben beide Arten von Segnungen, sowohl himmlische als irdische, wenn auch die irdischen nicht ihre eigentlichen Segnungen sind. Israel war das irdische Volk Gottes; die Versammlung (bestehend aus allen Erlösten in dieser Zeit) ist das himmlische Volk Gottes. Irdische Segnungen sind z. B. Gesundheit, Ehe, Beruf und Besitztümer. Empfängt ein Christ diese Segnungen nicht aus der Hand des Herrn? Danken wir nicht für das tägliche Brot? All das sind Segnungen, die wir dankbar von dem Geber aller guten Gaben annehmen und mit denen wir Ihm dienen. Nichtsdestoweniger gehören sie zur Erde und bilden keinen Teil der himmlischen, also der eigentlichen christlichen Segnungen. Die himmlischen Segnungen sind alle die Segnungen, die in Ewigkeit unser Teil sind, die verbunden sind mit der Person des Herrn Jesus. Wir haben e w i g e s L e b e n (Joh 3,16; 1. Joh 5, 13);
 wir sind versiegelt mit dem H e i l i g e n Geist (Eph 1, 13);
wir sind Kinder Gottes (Joh 1,12;1.Joh3,1.2);
wir haben die Sohnschaft empfangen (Röm 8, 1416; Gal 4,5.6; Eph 1, 5);
 Gott hat S e i n e L i e b e in unsere Herzen ausgegossen (Röm 5, 5),
wir haben Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn (l. Joh 1, 3)
und auch miteinander als Kinder Gottes (l. Joh 1, 7).
 Das alles sind Segnungen, die jeder Gläubige persönlich besitzt. Dabei haben wir noch gar nicht von den Segnungen gesprochen, die wir gemeinschaftlich haben als Versammlung Gottes: denken wir nur an die Segnungen, die damit verbunden sind, daß wir Glieder am Leib Christi sind, zum Haus Gottes gehören und auch zur Braut des Lammes. Unsere Segnungen sind unzählbar!

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Die Hochzeit des Lammes
„Geht dieses Offenbarwerden vor dem Richterstuhl der Hochzeit des Lammes voraus?"
„Ja, das kann nicht anders sein; das muß die Bedeutung der Worte in Offenbarung 19, 7. 8 sein: ,Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet. Und es ward ihr gegeben, daß sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend und rein; denn die feine Leinwand sind die Gerechtigkeiten der Heiligen.' Durch ihr Offenbarwerden vor dem Richterstuhl ist sie dazu vorbereitet worden; dort ist ja zum Vorschein gekommen, welches die gerechten Taten der Heiligen sind."
„Und was ist die zweite Voraussetzung für die Hochzeit des Lammes?"

„Wenn die Versammlung im Himmel ist, ist auf der Erde noch eine namenchristliche Scheinkirche zurückgeblieben, die behauptet, daß sie die wahre Braut Christi sei. Diese falsche Kirche, die in Offenbarung 17 und 18 beschrieben wird, hat vor allem die Charakterzüge der römisch-katholischen Kirche (vgl. 17, 4-6. 9; 18, 3. 9-16). Sie behauptet, die wahre Mutterkirche, die Braut des Lammes zu sein, wird aber in Wirklichkeit eine Hure genannt wegen ihrer ehebrecherischen Verbindungen mit der Welt und wegen ihres Götzendienstes (siehe 17, 1-3. 5). Unmittelbar nachdem Gott ihre Anmaßung zuschanden gemacht hat und sie gerichtet ist (17, 15 - 19, 5), findet die Hochzeit im Himmel statt, und die wahre Braut wird dann das Weib des Lammes."
„Kann es in dieser Scheinkirche keine wahren Gläubigen mehr geben?"
„Nein, weil nämlich die gesamte Versammlung zuvor entrückt ist. Einige denken zwar, daß lediglich ein Teil der Versammlung entrückt wird (beispielsweise der Teil, der den Herrn treu erwartet hat), aber die Schrift macht diesen Unterschied nicht und zeigt deutlich, daß bei der Entrückung alle gläubig Entschlafenen auferweckt werden und alle lebendig Übriggebliebenen verwandelt werden (1. Kor 15, 23. 51. 52; 1. Thess 4, 16. 17). Was von der Christenheit übrigbleibt, sind nur Namenchristen."
„Nein, das meine ich nicht; meine Frage war: Kann es unter den Namenchristen nicht solche Menschen geben, die sich noch bekehren? Sie haben doch selbst gesagt, daß sich in der großen Drangsal noch viele Menschen bekehren werden."
„Ja, aber nicht von den Namenchristen. Wir lesen nämlich von denen, die ,die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie errettet würden' oder ,die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit', sehr deutlich, daß ihre Herzen verhärtet werden, indem einmal Satan mit Wundern der Lüge und jeder Art von Betrug der Ungerechtigkeit sie mitreißen wird; zum ändern sendet auch Gott Selbst ihnen eine wirksame Kraft des Irrwahns, daß sie der Lüge glauben, auf daß alle gerichtet werden (2, Thess 2, 9-12). Vielleicht wird die .wirksame Kraft des Irrwahns' sein, daß sie sich eine einleuchtende Erklärung ausdenken für das plötzliche Verschwinden der Versammlung. Vielleicht werden sie sich gegenseitig Geschenke machen vor Freude, daß die von der Erde verschwunden sind, geradeso wie wir das bei den ,zwei Zeugen' in Offenbarung 11, 8-12 lesen."  (WJO)

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CHRISTUS, DER WAHRE SALOMO

Der König und Seine Braut

Endlich Ruhe, endlich Frieden! Endlich der Segen, auf den Jerusalem so lange gewartet hat! Endlich wird dann der Messias in vollkommener, ungestörter Ruhe auf Zion inmitten Seines geliebten Volkes herrschen! Wird das nicht die Zeit sein, in der Jerusalem das herrliche Lied aus Psalm 45 singen wird? Dort finden wir an erster Stelle die Herrlichkeit des Königs, aber auch die Herrlichkeit Jerusalems, Seiner irdischen Braut. Das himmlische Jerusalem ist die Braut des Lammes (Offb 21, 9. 10), aber das irdische Jerusalem ist die Braut des Königs*).
*) Siehe hierzu die ausführliche Betrachtung über Jerusalem als die Braut des Königs in meinem Buch über das Hohelied.
Wie herrlich ist der König hier! Er ist der Sohn des Menschen, über die anderen erhaben, und Holdseligkeit ist ausgegossen über Seine Lippen (vgl. Lk 4, 22). Gott hat Ihn zu Seiner Rechten ewig gesegnet (Ps 45, 2). Er wird zurückkehren, um als der wahre David in den Kampf zu ziehen; Seine Rechte wird Ihn Furchtbares lehren, und Völker fallen unter Ihm. Danach wird Er als der wahre Salomo in Aufrichtigkeit thronen. Er ist der einzige Jude, der je wahrhaft Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst hat, und deshalb hat Gott Ihn mit Freudenöl gesalbt, mehr als Seine Genossen, mehr als den Überrest, der mit Ihm verbunden ist. In orientalischer Bildersprache wird Seine Herrlichkeit als König beschrieben, aber auch die Seiner Braut. Wer ist diese Braut? Kommt sie mit allerlei Ansprüchen auf ihre königliche Ehre? Kann sie Rechte geltend machen, weil ihrer die "Väter" waren (vgl. Röm 9, 5)? Nein. Ihre große Schuld hat ihr alle Rechte genommen (Hes 16), und sie hat ebensowenig Recht auf die königliche Würde wie irgendeine andere Stadt. "Vergiss deines Volkes und deines Vaters Hauses!" Sie wird auf der Grundlage der Gnade angenommen.

Der König wird sie begehren, wenn sie ihre Rechte aufgibt und Ihn als ihren Herrn anerkennt. Das ist Auserwählung aufgrund der Barmherzigkeit (siehe die wichtige Belehrung in Römer 9, 129). Sie wird über alle Städte auf der ganzen Erde erhoben werden, sogar über die anderen Städte Judas (Vers 14). Wir wollen aber, bevor wir weiter über das Jerusalem des Friedensreiches sprechen, erst unsere Aufmerksamkeit auf den König Selbst richten. Wie ausgiebig sprechen die Propheten über Ihn, wenn sie Seine Herrlichkeit anschauen, die Er im Friedensreich besitzen wird! Er, der König mit menschlicher Abstammung, die Wurzel Isais (Jes 11, 1. 10; vgl. 5, 5; 22, 16), ist gleichzeitig der König Jehova der Heerscharen (Sach 14, 9. 17). Er ist König, Gesetzgeber und Richter (Jes 33, 22); ja, der Richter der Lebendigen und Toten (Apg 10, 42; 17, 31). Er ist der König Priester auf Seinem Thron, wie Melchisedek Ihn im Vorbild darstellt (Sach 6, 13; 1. Mo 14, 18). Jeder von diesen Titeln gibt uns soviel Stoff zum Nachdenken, weil uns jeder neue Titel die Herrlichkeit unseres Herrn zeigt, aber leider können wir sie hier nur aufzählen. Er ist der verheißene Sproß (Sach 3, 810; 6, 12; Jes 4, 2; 11, 1; 53, 2; Jer 23, 5; 33, 15). Er ist der große Sohn Davids, manchmal sogar mit David gleichgesetzt (Jes 55, 3; Jer 23, 5; 30, 9. 21; 33, 1526; Hes 34, 23. 24; 37, 24. 25; Hos 3, 5; Amos 9, 11; Lk 1, 32. 33; Ps 89, 3. 4; 132, 1017). Laßt uns nachlesen, was die Schrift über unseren Herrn sagt, und uns in die Herrlichkeit Seiner Person vertiefen, vor allem, wenn wir Seine Lieblichkeit in Bezug auf Sein Volk entdecken! Er, der ihr Fels der Ewigkeiten ist (Jes 26, 4; vgl. 28, 16; Sach 3, 9; 4, 7) und ihr ewiges Licht (Jes 60, 19; vgl. Vers 1; Sach 2, 5); Er, der der Hirte Seines Volkes sein wird (Jes 40, 11; Mi 5, 3; Hes 34, 23; Ps 23, 1) und ihr Beschützer (Jes27, 3; 32, 2; Jer 31, 10).

 

== Wir kennen
diese Bilder sehr gut aus dem tagtäglichen Leben: ein menschlicher Leib, ein Haus und eine Braut. Jedes dieser drei Bilder verdeutlicht ein wichtiges Merkmal der Versammlung.
1. Der Leib Christi (Eph 1,20-23): die unverbrüchliche Einheit zwischen Christus und der Versammlung und den Gliedern untereinander
2. Das Haus Gottes (Eph 2,19-22): die Wohnung des dreieinen Gottes
3. Die Braut des Lammes (Eph 5,25-32): die innige Beziehung der Liebe zwischen dem Sohn Gottes und der Versammlung
 

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C.H. Mackintosh, der den Kommentar zu den fünf Büchern Mose schrieb, erneuerte das Wissen um die biblischen Symbole oder Typen. D.L. Moody sagte, daß wenn alle Bücher verbrannt wären, er zufrieden sei, wenn er nur die Bibel und einen Satz der Pentateuch Betrachtungen von Mackintosh behalten könnte. James G. Deck gab uns viele gute Lieder.

George Cutting wies besonders wieder auf die Sicherheit der Errettung hin. Seine Schrift: Gewißheit, Sicherheit und Genuß ist bis 1930 30 Millionen Mal gedruckt worden. Nach der Bibel ist sie das meistverkaufte Buch. William Kelly schrieb viele Erklärungen zu Bibelbüchern. Er wurde von C.H. Spurgeon als einer beschrieben, dessen Geist so groß wie das Universum sei. F.W. Grant war der größte Bibelkenner des 19. und 20. Jahrhunderts. Robert Anderson ist der beste Kenner des Buches Daniel der Neuzeit. Charles Stanley verstand es am besten, die Menschen zur Errettung zu führen, indem er die Gerechtigkeit Gottes verkündete. S.P. Tregelles war der bekannte Sprachgelehrte auf dem Gebiet des Neuen Testaments. Die Geschichte der christlichen Kirche von Andrew Miller ist das am besten biblisch fundierte unter allen kirchengeschichtlichen Werken. R.C. Chapman wurde gewaltig durch den Herrn gebraucht. Dies waren die "Brüder" aus jener Zeit. Wenn wir außer diesen all die anderen "Brüder" gesondert erwähnen wollten, die durch den Herrn in besonderer Weise gesegnet worden sind, so würde ihre Zahl die Tausend wohl überschreiten.

Wir wollen nun betrachten, was diese "Brüder" uns geschenkt haben. Sie ließen uns sehen,

daß das Blut des Herrn der Gerechtigkeit Gottes völlig Genüge getan hat,

was die Gewißheit der Errettung tatsächlich für uns bedeutet,

wie der schwächste Gläubige in Christus angenommen ist,

wie wir dem Worte Gottes als der Grundlage unseres Bekenntnisses vertrauen können.


Seit dem Beginn der Kirchengeschichte hat es keine Zeit gegeben, in der das Licht des Evangeliums heller geschienen hat als in der Zeit der "Brüder". Überdies waren sie es, die uns zeigten, daß die Versammlung nicht die ganze Welt erobern kann, daß sie eine himmlische Berufung und keine irdische Hoffnung hat. Sie waren es, die auch zum erstenmal die Prophetien erschlossen und uns zeigten, daß die Wiederkunft des Herrn die Hoffnung der Kirche ist. Sie waren es, die uns die Offenbarung und das Buch Daniel entschlüsselten und uns das Reich, die große Drangsal, die Entrückung der Versammlung und die Braut des Lammes sehen ließen. Ohne sie würden wir heute nur einen kleinen Teil der zukünftigen Dinge wissen. Sie waren es auch, die uns das Gesetz der Sünde erkennen ließen und was es bedeutet, freigemacht zu sein, was es heißt mit Christus gekreuzigt und auferweckt worden zu sein, wie wir durch den Glauben mit dem Herrn eins geworden sind und wie wir täglich erneuert werden, indem wir auf Ihn blicken. Sie waren es, die uns die Sünde der kirchlichen Zersplitterung, die Einheit des Leibes Christi und die Einheit des Heiligen Geistes sehen ließen. Sie waren es, die uns den Unterschied zwischen dem Judentum und der Versammlung erkennen ließen. In der römischkatholischen wie auch in der protestantischen Kirche war dieser Unterschied nicht deutlich erkennbar, sie aber brachten ihn wieder ans Licht. Sie waren es auch, die uns die Sünde der als Mittler auftretenden Geistlichkeit zeigten, und daß alle Kinder Gottes Priester sind und Gott unmittelbar dienen können. Sie waren es, die neues Licht in die Grundsätze des Zusammenkommens brachten, indem sie uns aus 1. Korinther 14 zeigten, daß das Weissagen nicht einem Mann vorbehalten ist, sondern zweien oder dreien (Vers 29), und das nicht aufgrund menschlicher Anstellung, sondern durch den Heiligen Geist. Wenn wir eins nach dem anderen aufzählen sollten, was wir ihnen zu verdanken haben, so könnten wir lieber gleich sagen, daß es in den heutigen treuen protestantischen Kirchen keine einzige Wahrheit gibt die sie nicht, zumindest aber deutlicher, ans Licht gebracht hätten.

Da verwundert es nicht wenn D.M. Panton sagte: "Die "Brüderbewegung" und ihre Bedeutung ist viel größer als die Reformation." Thomas Griffith sagte: "Unter den Kindern Gottes waren sie es, die das Wort der Wahrheit am besten auslegen konnten." Henry Ironside sagte: "Alle, die Gott kennen, haben direkt oder indirekt von den "Brüdern" Hilfe erfahren. Sie mögen die "Brüder" kennen oder nicht."

Diese Bewegung war von größerer Bedeutung als die Reformation. An dieser Stelle möchte ich gern sagen, daß das Werk von Philadelphia größer als das Werk der Reformation ist. Philadelphia gibt uns die Dinge, die uns die Reformation nicht gegeben hat. Wir danken dem Herrn, daß Er die Frage nach der Kirche durch die "Brüder" gelöst hat. Die Stellung der Kinder Gottes ist beinahe wiederhergestellt. Darum darf man sagen, daß diese Bewegung sowohl quantitativ (mengenmäßig) als auch qualitativ (was den Wert angeht) größer als die Reformation ist. Trotzdem müssen wir feststellen, daß die "Brüderbewegung" nicht so berühmt wie die Reformation geworden ist. Die Reformation wurde mit Schwert und Spieß ausgebreitet, die "Brüderbewegung" aber durch die Predigt. Für die Sache der Reformation verloren während der europäischen Kriege viele Menschen ihr Leben. Ein anderer Grund für die Berühmtheit der Reformation ist ihre Verbindung mit den politischen Entwicklungen. Viele Völker konnten sich durch die Reformation auf politische Weise vom römischen Joch befreien. Was aber nicht mit den politischen Ereignissen verknüpft ist, wird von vielen Menschen gar nicht wahrgenommen. Weiter unterscheiden die "Brüder" zwei Dinge: Das eine nennen sie die organisierte Welt, die Welt in geistlicher Hinsicht, und das andere ist die Welt des Christentums. Sie stellen sich nicht nur außerhalb der Welt als geistlichem Herrschaftsbereich, sondern zugleich auch außerhalb der Welt der Christenheit, die durch die protestantischen Kirchen dargestellt wird. Das ist der Grund, weshalb sie auch bei den Protestanten nicht bekannt wurden. Sie ließen nicht nur die sündige Welt, sondern auch die Welt des Christentums hinter sich zurück.

Seit es sie gab, weiß man wieder, was die Kirche ist: der Leib Christi, und daß die Kinder Gottes eine Kirche bilden, die nicht zertrennt sein darf. Sie legten den Nachdruck auf das Nur Bruder Sein und auf die wahre Liebe untereinander. Der Herr Jesus hatte gesagt es werde eine Gemeinde erscheinen, die den Namen "Philadelphia" trägt.

Abschliessend möchte ich noch hinzufügen, dass in der Brüderbewegung die beiden Begriffe "Braut Christi" und "Braut des Lammes" häufig unbedacht durcheinander gewirbelt wurden. 

in IHM
Hans Peter